ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

13. Dezember 2016

WELTWEIT SIND IMMER MEHR MEDIENSCHAFFENDE IN HAFT

Wie jedes Jahr veröffentlicht Reporter ohne Grenzen International (ROG) wiederum die Bilanz zu den Medienschaffenden, die inhaftiert oder verschwunden sind oder festgehalten werden: Rund 350 Medienschaffende sind in Haft, über 50 werden als Geiseln festgehalten und ein Journalist ist verschwunden. Heute erschien der 1. Teil der ROG-Jahresbilanz, der 2. Teil wird am 18. Dezember veröffentlicht.

ro jahresbilanz 2016

Grafik: http://www.rsf-ch.ch/files/ROGJahresbilanz_der_Pressefreiheit_2016__Teil_1_.pdf

Die Tendenz ist erschreckend. Aktuell sind weltweit 348 Medienschaffende – also Journa­listen, Medienmitarbeitende und Bürgerjournalistinnen – in Haft, eine Steigerung von 6 Prozent im Vergleich mit 2015. Bei den professionellen Journalistinnen und Journalisten beträgt die Steigerung sogar 22 Prozent, da sich in der Türkei nach dem gescheiterten Putsch im Juli die Zahl der Verhaftungen vervierfacht hat.

Kritische Stimmen zum Verstummen bringen

Aktuell sitzen über 100 Journalisten und Medienmitarbeitende in türkischen Gefängnissen ein; ROG hat in 41 dieser Fälle eine direkte Verbindung zwischen Verhaftung und journalistischer Tätigkeit belegen können. Die autoritäre Tendenz von Präsident Erdogan führt zu Mass­nahmen gegen Medien, die darauf abzielen, kritische Stimmen zum Verstummen zu bringen. Medienschaffende werden der «Beleidigung des Präsidenten der Republik» oder des «Terrorismus» beschuldigt und zu Hunderten vor Gericht gebracht. Die Anzahl der will­kürlichen Inhaftierungen nimmt zu.

«Hexenjagd» vor den Toren Europas

Die meisten inhaftierten Medienschaffenden pro Land finden sich in Gefängnissen in China (103), Syrien (28), Ägypten (27) und dem Iran (24), dazu kommt die zunehmende Zahl der Verhafteten in der Türkei. «Die Repression gegen Journalisten nimmt weltweit mit rasender Geschwindigkeit zu», sagt Christophe Deloire, Generalsekretär von ROG International: «Und vor den Toren Europas hat eine veritable Hexenjagd Dutzende von Journalisten ins Gefängnis gebracht und die Türkei zum grössten Gefängnis des Journalismus‘ gemacht. Innerhalb von einem Jahr hat das Regime von Erdogan den Medienpluralismus vernichtet. Und die Europäische Union bleibt stumm.»

Geiseln in Syrien, im Irak und im Jemen

In Burundi fehlt seit Juli jede Spur von Jean Bigirimana, der für die Zeitung Iwacu und die Website Infos Grands Lacs arbeitet. Es ist unklar, ob ihn der Geheimdienst festhält oder ob er umgebracht wurde. 52 Medienschaffende werden weltweit als Geiseln festgehalten, alle in Konfliktzonen im Nahen Osten: 26 in Syrien, 16 im Jemen und 10 im Irak. Der IS allein hat 21 Journalisten als Geiseln genommen, 15 sind in der Hand von Huthi-Rebellen.

UNO-Sonderbeauftragter gefordert

Angesichts der zunehmenden Risiken, denen Medienschaffende ausgesetzt sind, fordert ROG die UNO erneut auf, einen Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten einzusetzen, der direkt dem UNO-Generalsekretär unterstellt ist und die Befugnis zu eigenständigen Untersuchungen hat. Denn bisher haben die zahlreichen UNO-Resolutionen zum Schutz von Medienschaffenden und der Kampf gegen die Straflosigkeit für Verbrechen an Medienschaffenden nicht zu zufriedenstellenden Resultaten geführt.

2. Teil

Der zweite Teil der ROG-Jahresbilanz, der über die Anzahl getöteter Journalisten und die gefährlichsten Regionen für den Journalismus Auskunft gibt, wird am Sonntagabend (18. Dezember) veröffentlicht.

bb

Mehr:

http://www.rsf-ch.ch/files/ROGJahresbilanz_der_Pressefreiheit_2016__Teil_1_.pdf

Kontakt:

http://www.rsf-ch.ch/node/8063

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 13. Dezember 2016
  • Journalismus

Vorheriger Beitrag

DAS PROGRAMM DER 52. SOLOTHURNER FILMTAGE IST ONLINE

Nächster Beitrag

ZUM TOD DER MAZEDONISCHEN ROMA-SÄNGERIN ESMA REDŽEPOVA

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Die Biblioteca Jaura in Valchava (Val Müstair) erhielt 2025 den Förderpreis Kulturgüterschutz. © Archivs culturals da la Val Müstair
    FÖRDERPREIS FÜR INNOVATIVEN KULTURGÜTERSCHUTZ

    16. August 2026

  • Giona A. Nazzaaro - Foto: © Locarno Film Festival / Alessandro Crinari
    FÜR GIONA A. NAZZARO, FILMFESTIVAL-DIREKTOR UND PUBLIZIST

    16. August 2026

  • ch-cultura.ch Balken hausrot breit schmal
    SOEBEN VERSCHICKT: DER NEWSLETTER 14/2026 VON CH-CULTURA.CH

    16. August 2026

  • Brand der Mariä-Entschlafens-Kathedrale nach dem russischen Angriff vom 15. Juni 2026 - Foto: https://mincult.gov.ua/news/rosiya-poshkodyla-uspenskyj-sobor-kyyevo-pecherskoyi-lavry-pid-chas-ataky-na-kyyiv/, Attribution: mincult.gov.ua - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dormition_Cathedral,_Kyiv_Pechersk_Lavra_on_fire_4.jpg
    UKRAINE: DIE SCHWEIZ UNTERSTÜTZT DEN SCHUTZ DES HÖHLENKLOSTERS PETSCHERSKA LAWRA

    15. August 2026

  • Tess Jackson und Leonhard Kreutzmann sind die Preisträger des Menuhin Conducting Prize 2026, der ihnen neue Gastdirigate ermöglicht. (Foto: Raphael Faux)
    MENUHIN CONDUCTING PRIZE 2026: DIE NÄCHSTE GENERATION VON DIRIGENT:INNEN

    15. August 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>