Das Institut für angewandte Wirtschaft CREA der Universität Lausanne hat eine Studie über die wirtschaftliche Auswirkung der Bieler Kulturinstitutionen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen einen erheblichen wirtschaftlichen Nutzen für die Region Biel-Seeland und Berner Jura auf. Die 13 untersuchten Kulturinstitutionen generierten 2023 mit ihren Aktivitäten 334 Vollzeitstellen und eine Wertschöpfung von 34,1 Millionen Franken.

Bild: Kongresshaus Biel / Bienne, 2022, mit Installation «Utopics» (2009) von Lang/Baumann auf mehr als halber Höhe, links im Bild, https://www.langbaumann.com/?project_id=23 – Foto: Tschubby, https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Tschubby – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kongresshaus_Biel_2022.jpg
Die Direktion Bildung, Kultur und Sport der Stadt Biel / Bienne hat infolge von Anträgen des Bieler Parlaments das Institut für angewandte Wirtschaft CREA beauftragt, die Finanzierung der Kulturinstitutionen von regionaler Bedeutung zu analysieren. Das Forschungsinstitut kann auf eine Expertise aus mehreren Jahren Forschungserfahrung bei der Messung von wirtschaftlichem Nutzen zurückgreifen. Die Methode wurde bereits bei einer vergleichbaren Studie aus dem Jahr 2023 im Auftrag der Stadt Lausanne angewendet.
Die Kulturinstitutionen schaffen Stellen
Die bei den 13 untersuchten Kulturinstitutionen beschäftigten Personen entsprechen 178 Arbeitsstellen in Vollzeitäquivalenten (VZÄ), wobei 88 % der Stellen mit Personen besetzt sind, die in der Region Biel-Seeland und Berner Jura wohnen. Zusätzlich zu diesen direkten Arbeitsplätzen kommen gemäss dem Institut CREA 71 Stellen, welche durch die Aktivitäten der Institutionen generiert werden (Kauf von Waren und Dienstleistungen). Insgesamt ermöglichten die Aktivitäten der 13 Kulturinstitutionen 2023 die Schaffung von rund 250 Stellen in VZÄ. Hinzu kommen 85 Stellen in Zusammenhang mit den touristischen Ausgaben des Publikums. Insgesamt wurden also 334 Vollzeitstellen generiert.
Die Aktivitäten der 13 Kulturinstitutionen führten 2023 zu einer Wertschöpfung von rund 25 Millionen Franken. Unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Nutzens, den das Publikum der Institutionen bewirkte, wird die gesamte Wertschöpfung auf über 34 Millionen Franken geschätzt. Somit unterstützt die Stadt Biel dank einer jährlichen Investition von 8,8 Millionen Franken in die Kulturinstitutionen einen wichtigen Zweig der lokalen und regionalen Wirtschaft. Die Daten zeigen auf, dass 1 Million Franken für Subventionen durchschnittlich 3,9 Millionen Mehrwert für die Region bewirkt.
Die Direktion Bildung, Kultur und Sport ist überzeugt, dass die Kulturinstitutionen für die Stadt sowie die Region Biel-Seeland und Jura eine wirtschaftliche Schlüsselrolle spielen. Dies wird nun durch die vom Institut CREA präsentierten Ergebnisse bestätigt. Mit den 2023 ausbezahlten Beiträgen in der Höhe von 8,8 Millionen Franken erzielt die Stadt Biel mit fast 4 Franken pro investiertem Franken einen hohen Ertrag aus der Investition.
In der Studie nicht berücksichtigt werden die wichtigen gesellschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Aktivitäten der Kulturinstitutionen. Die Ergebnisse wurden den Institutionen mitgeteilt und stehen nun auf der Website der Stadt Biel / Bienne zur Verfügung.
Link zur Studie (französisch) M. Grobéty (2025). Der regionale wirtschaftliche Nutzen der unterstützten Kultur in Biel. Institut für angewandte Wirtschaft CREA:
https://www.biel-bienne.ch/route/dam-file-getAsset/asset/35028/
Management Summary:
FR:
https://www.biel-bienne.ch/fr/details.html/29/news/5659
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Kommentare von Daniel Leutenegger