Die Regierung des Kantons Graubünden verleiht den mit 30’000 Franken dotierten Bündner Kulturpreis 2026 der Künstlerin Katharina Vonow (Bild). Im Weiteren vergibt die Regierung acht Anerkennungspreise und fünf Förderungspreise in der Höhe von je 20’000 Franken.

Bild: Katharina Vonow – Foto: © Yanik Bürkli
Die Regierung des Kantons Graubünden verleiht der Künstlerin Katharina Vonow aus Rodels den Bündner Kulturpreis 2026. Der Preis ist mit 30’000 Franken dotiert. Bekannt als Fotografin und Fotoreporterin, zog Katharina Vonow früh in die Welt hinaus, bildete sich zur Heilerin aus, bildetet sich weiter zur bildenden Künstlerin und Malerin und kehrte nach Graubünden zurück. Sie malt, zeichnet, lehrt und beginnt wieder zu fotografieren. «Die Regierung würdigt mit dem Kulturpreis 2026 das Leben und Werk eines reichen Künstlerinnenlebens», heisst es in der Medienmitteilung.
Im Weiteren vergibt die Regierung acht Anerkennungspreise und fünf Förderungspreise in der Höhe von je 20’000 Franken.
Anerkennungspreise
Maria Dietrich-Kienberger (1952), Felix Dietrich (1950), Urs Kienberger (1950), Hoteliers / Kulturförderer und -veranstalter im Waldhaus, Sils Maria
Die Regierung verleiht den Hoteliers Maria Dietrich-Kienberger, Felix Dietrich und Urs Kienberger vom Hotel Waldhaus in Sils Maria einen Anerkennungspreis. Die drei verbinden als Pionierin und Pioniere Tourismus mit Kultur und Kunst – als Seelenproviant und als Geschäftsmodell. Sie wirken seit Jahrzehnten als Ermöglicher, Anstifterin und Ermutiger von Architektur, Kunst und Kultur.
Jachen Erni (1946), Volksmusikant und -forscher, Scuol
Die Regierung verleiht Jachen Erni einen Anerkennungspreis. Sie zeichnet einen leidenschaftlichen Amateur der Volksmusik aus, der als Ethnograf eine Geschichte seiner Musik geschrieben hat und seit vielen Jahren die Kirche San Niclà in Strada behütet.
Luciano Fasciati (1960), Galerist / Kurator, Chur
Die Regierung verleiht Luciano Fasciati einen Anerkennungspreis. Der Galerist bereitet der zeitgenössischen Kunst von Graubünden und darüber hinaus Boden, Bühne und Aufmerksamkeit. Er hat das Bergell, Chur und jüngst das Misox auf der Landkarte der Künste befestigt.
Mario Pacchioli (1981), Musiker, Lausanne, Frankreich und Rabius
Die Regierung verleiht Mario Pacchioli einen Anerkennungspreis. Der Musiker aus der Surselva wurde als junger Mann zum «MusicStar»; er arbeitete an sich und seiner Kunst; er ist als Komponist, Sänger und Schauspieler erfolgreich in Europa unterwegs – auch als musizierender Botschafter der rätoromanischen Kultur.
Alessandra Jochum-Siccardi (1968) und Pierluigi Crameri (1962), Museumsleute, Valposchiavo
Die Regierung verleiht Alessandra Jochum-Siccardi und Pierluigi Crameri einen Anerkennungspreis. Seit vielen Jahren kümmern sie sich als Forscherin und Sammler, als Autorin und Ausstellungsmacher um die Geschichte des Puschlavs und haben eine reiche Sammlung an Fotografien aufgebaut.
Priska Roth (1975), Historikerin, Soglio / Haldenstein
Die Regierung verleiht Priska Roth einen Anerkennungspreis. Die Historikerin hat eine Geschichte ihres Tals, des Bergells, geschrieben. Sie ist eine Wissenschafterin, die sich nicht im Archiv vergräbt, sondern hinausgeht in die Welt: offen und neugierig.
Maurice Steger (1971), Musiker, Landquart / Zürich
Die Regierung verleiht Maurice Steger einen Anerkennungspreis. Der Musiker ist als Virtuose auf der Blockflöte weltweit unterwegs. Und musiziert immer wieder in Graubünden. Er ist nicht nur ein begnadeter Musiker, sondern auch ein Dirigent, Lehrer und Erforscher der Musik des Barock.
Tessanda Val Müstair, Webkünstlerinnen, Sta. Maria Val Müstair
Die Regierung verleiht den Frauen der Tessanda einen Anerkennungspreis. Sie tragen ihr uraltes Handwerk in die neue Zeit, verbinden traditionsreiches Können mit zeitgenössischem Design und haben den Mumm, mit Peter Zumthor im Münstertal eine neue Manufaktur zu bauen.
Förderungspreise
Davina Andrea Deplazes (1999), Künstlerin, Surrein
Die Regierung verleiht Davina Andrea Deplazes einen Förderungspreis. Die bildende Künstlerin schafft spektakuläre Plastiken. Sie hat einen hohen Verstand für Raum und Technik, die ihre Kunst ermöglichen.
Simon Gabriel (2008), Musiker, S-chanf
Die Regierung verleiht Simon Gabriel einen Förderungspreis. Der achtzehn Jahre alte Musiker ist ein Könner der Trompete, gefeiert weitherum. Es wartet wohl eine grosse Karriere auf ihn.
Junges Theater Graubünden (gegründet 2011), Chur
Die Regierung verleiht dem Jungen Theater Graubünden einen Förderungspreis. Dieses Theater ist der Türöffner zu Kunst und Kultur für Kinder in allen drei Sprachkulturen Graubündens.
Anna Stricker (2002), Tänzerin, Davos
Die Regierung verleiht Anna Stricker einen Förderungspreis. Seit ihrer Kindheit lebt die Tänzerin ihren Traum – bewegend die Welt entdecken und vermessen. Mit Contemporary Dance steht sie auf der Bühne, gestaltet Aufführungen und unterrichtet auch schon jüngere Tänzerinnen und Tänzer.
Cilgia Zangger (1998), Illustratorin, Silvaplana / Luzern
Die Regierung verleiht Cilgia Zangger einen Förderungspreis. Die Illustratorin ist süchtig nach Geschichten, denen sie geistreich Figuren und Farben gibt. Als Gestalterin hat sie mit Zeichenstift und I-Pad einen kräftigen, eigenen Stil gefunden.
Quelle:
https://www.gr.ch/DE/Medien/Mitteilungen/MMStaka/2026/Seiten/2026031201.aspx
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Kommentare von Daniel Leutenegger