Sam Keller (Bild), Direktor der Fondation Beyeler und zuvor Direktor der Art Basel, erhält den mit 20'000 Franken dotierten Basler Kulturpreis 2026. Der Basler Regierungsrat ehrt ihn «für sein Engagement zugunsten der Kunst- und Kulturstadt Basel, zu deren internationaler Ausstrahlungskraft er entscheidend beigetragen hat», wie in der entsprechenden Medienmitteilung zu lesen steht.

Bild: Sam Keller – Foto: © Anne Morgenstern
Der Basler Regierungsrat ehrt Sam Keller (*1966) «für seine über 25-jährige Tätigkeit zugunsten der Kunst- und Kulturstadt Basel» und zeichnet den Direktor der Fondation Beyeler mit dem Basler Kulturpreis aus. Kellers Engagement sei für Basel und weit darüber hinaus von ausserordentlicher Bedeutung, hält der Regierungsrat in seiner Begründung fest. Regierungspräsident Conradin Cramer wird ihm den mit 20’000 Franken dotierten Preis am 23. November 2026 im Rathaus feierlich überreichen.
«Grundstein für globale Präsenz gelegt»
«Sam Keller prägt seit 2008 als Direktor die Fondation Beyeler die Kulturstadt Basel: Unter seiner Leitung entwickelte sich die Fondation von einem Privatmuseum zu einer erfolgreichen kulturellen Referenzinstitution, die mit ihrem Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm zu einem der beliebtesten Museen der Schweiz gehört. 2025 lockte die Fondation Beyeler mit Publikumsmagneten wie der Yayoi-Kusama- und der Cézanne-Ausstellung sowie einer Schau zu Henri Matisse über eine halbe Million Besuchende nach Riehen. Mit den Neubauten des Schweizer Architekten Peter Zumthor, welche die Fondation Beyeler ab Herbst bis zum Januar 2027 schrittweise eröffnet, erweitert sie ihr Ensemble», schreibt die Regierung.
Sam Keller ist in Bettingen (BS) aufgewachsen. «Vor seiner Tätigkeit als Direktor der Fondation Beyeler machte er von 2000 bis 2007 die Art Basel zur führenden Kunstmesse. Er entwickelte sie zu einem kulturellen Ereignis, das weit über den eigentlichen Messebetrieb hinausreicht. Mit der Gründung der Art Basel Miami Beach initiierte er den ersten internationalen Standort der Messe und legte damit den Grundstein für ihre heutige globale Präsenz.», heisst es in der Mitteilung weiter.
«Regional verankert, von internationalem Ruf»
Die Jury, die dem Regierungsrat jeweils einen Vorschlag unterbreitet, hält in ihrer Begründung fest: «In jeder Position hat er Innovationen eingebracht, die neben der jeweiligen Institution auch das gesamte Umfeld prägen und transformieren. Er war und ist mit vielen strategischen Entscheiden am Puls der Zeit der internationalen Entwicklungen.» Heute gelte Sam Keller als eine der weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten in der Kunstszene. Trotz seiner internationalen Ausstrahlung sei er eine regional verankerte Persönlichkeit geblieben, so die Jury. Neben der institutionellen Arbeit als Museumsdirektor engagiere sich Sam Keller auch für die lokale Kunst- und Kulturszene.
Beratende Jury
Die beratende Jury für die Verleihung des diesjährigen Kulturpreises setzte sich aus folgenden in der Region Basel verankerten Persönlichkeiten zusammen: Franziska Baetcke, Bereichsleiterin Bibliotheken Stadt Winterthur, Florian Besthorn, Direktor der Paul Sacher Stiftung Basel, Danielle Bürgin, Musik- und Kulturchefin «Radio X», Edgar Hagen, Dokumentarfilmer und Regisseur, Samuel Leuenberger, Kurator und Initiator des Kunstraums Salts, Rahel Leupin, Geschäftsführerin artlink (Verein für Vielfalt und Teilhabe in der Kultur), Valentin Spiess, Geschäftsführer iArt Basel, Jeannette Voirol, Leiterin Kulturinstitutionen Abteilung Kultur, Katrin Grögel, Leiterin Abteilung Kultur (Vorsitz).
Quelle:
https://www.bs.ch/medienmitteilungen/2026-sam-keller-wird-mit-dem-basler-kulturpreis-geehrt
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Kommentare von Daniel Leutenegger