Ausstellung Graphische Sammlung ETH Zürich, bis am 8. November 2026

Bild: Hugo Suter, Caspar Wolf zeichnet, 1993, Helio- bzw. Fotogravür (gerasterte Vorlage), 54,7 × 68,2 cm, Inv.-Nr. 1995.79, Graphische Sammlung ETH Zürich © Hugo und Mariann Suter Stiftung

Bild: Hugo Suter, Fliessen und Spriessen, 1994, Hyalografie, 59,8 × 52,3 cm, Inv.-Nr. 1995.78, Graphische Sammlung ETH Zürich © Hugo und Mariann Suter Stiftung
Druckgrafik bildet einen wichtigen Schwerpunkt im Œuvre von Hugo Suter (1943–2013). Das Werk des Schweizer Künstlers zeichnet sich durch eine spielerische, aber auch sehr nachdenkliche Auseinandersetzung mit Themen und Motiven aus, für die er seine Inspiration zeitlebens in seiner unmittelbaren Umgebung fand – dem Blick aus dem Atelierfenster, dem Hallwilersee vor der Haustüre, Trouvaillen aus Zeitschriften.
Gleichzeitig bestechen die Arbeiten durch eine präzise und hochstehende Ausarbeitung. Besonders intensiv hat sich Hugo Suter mit dem Werkstoff Glas befasst. So überrascht es nicht, dass es sich bei vielen seiner Drucke um Hyalografien, also Glasdrucke, handelt. Glas erlaubte es dem Künstler, seine oft vielschichtigen und komplexen Bildideen adäquat umzusetzen.
In einem Forschungsprojekt, das die Graphische Sammlung ETH Zürich zusammen mit der Hugo und Mariann Suter Stiftung lanciert hat, wurde das druckgrafische Werk des Künstlers erstmals wissenschaftlich untersucht, erfasst und in einem digital publizierten Catalogue raisonné zugänglich gemacht:
www.hugo-suter-druckgrafik.kleio.com
Parallel zur Veröffentlichung des Werkverzeichnisses erlaubt die Ausstellung einen erweiterten, medienübergreifenden Zugang zu Hugo Suters Schaffen. Neben druckgrafischen Blättern sind etwa auch Fotografien, Handzeichnungen und dreidimensionale Objekte zu sehen, wodurch die werkimmanenten Verästelungen und Verbindungen erfahrbar werden – dieses «Fliessen und Spriessen» von Ideen, Thematiken, Gedanken und Bildern zeichnet das Werk von Hugo Suter aus.
Eine unschätzbare Quelle von Unentdecktem und Vergessenem bildete dabei der Nachlass des Künstlers. Zusammen mit den Beständen der Graphischen Sammlung ETH Zürich ermöglicht das Projekt so eine zeitgemässe Neubetrachtung und Neukontextualisierung seines umfangreichen Schaffens.
Kuratorisches Team: Alexandra Barcal, Konservatorin 20./21. Jahrhundert, und Tim Oechslin, Projektassistent

Bild: Hugo Suter, Glas + Papier, 1995, Aquatinta, 55 × 75,8 cm, Inv.-Nr. 1995.81, Graphische Sammlung ETH Zürich © Hugo und Mariann Suter Stiftung
Publikation:
Hugo Suter. Bilder, die die Seiten wechseln. Images That Switch Sides, hrsg. von Alexandra Barcal und Tim Oechslin, Graphische Sammlung ETH Zürich, und Beat Wismer, Hugo und Mariann Suter Stiftung, mit Texten von Alexandra Barcal, Anne Bendel, Stephan Kunz, Tim Oechslin, Anouchka Panchard, Tyrone Schorrer und Beat Wismer, St.Gallen: Jungle Books, 2026
cp
Kontakt:
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
#HugoSuter #HugoUndMariannSuterStiftung #FliessenUndSpriessen #GrafischeSammlungETHZürich #AlexandraBarcal #TimOechslin #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger