14. Dezember 2015
PRO HELVETIA: «PASSAGEN» MACHT PAUSE
Nach 30 Jahren und 65 Nummern begibt sich das Pro Helvetia-Magazin «Passagen» in Klausur: «Wir gehen über die Bücher, respektive über das Magazin und melden uns Ende 2016 mit neuem Tatendrang, frischen Inhalten und einer aktualisierten Erscheinung zurück.». Die aktuelle Ausgabe setzt sich mit 75 Jahren Kunst und Kultur in der Schweiz auseinander und stellt unter anderem Künstlerinnen und Künstler wie Giovanni Orelli, Christian Marclay, La Ribot, Valentina Vuksic und Nadja Räss vor.

Zur aktuellen Ausgabe
Vor 75 Jahren hat Pro Helvetia am Hirschengraben in Zürich, wo sie bis heute tätig ist, ihre ersten zwei Büroräume bezogen. Und vor 30 Jahren wurde zeitgleich mit der Eröffnung des Centre Culturel Suisse in Paris die erste Ausgabe von Passagen veröffentlicht.
Eine Chronologie erzählt in Passagen in grossen Schritten die Geschichte der Kulturstiftung, von den Anfängen bis in die Gegenwart. Der Journalist und Historiker Daniel Di Falco untersucht in seinem Auftaktartikel, in welchem politischen und gesellschaftlichen Kontext Pro Helvetia 1939 gegründet wurde und wie sich das Spannungsfeld zwischen Kultur und Politik auf ihre Arbeit ausgewirkt hat. Im Zentrum ihres Auftrags steht seit jeher die Förderung des Kunst- und Kulturschaffens. Deshalb bilden fünf Schweizer Künstlerinnen und Künstler verschiedener Generationen und Disziplinen das Herzstück der aktuellen Passagen-Ausgabe. Der Theatermacher Milo Rau schliesst das Dossier mit einer flammenden Rede an die Künstlerinnen und Künstler der Zukunft.
Zur Zukunft noch eine Information in eigener Sache: Nach 30 Jahren und 65 Nummern begibt sich Passagen in Klausur: «Wir gehen über die Bücher, respektive über das Magazin und melden uns Ende 2016 mit neuem Tatendrang, frischen Inhalten und einer aktualisierten Erscheinung zurück».
Einige der Beiträge:
«Ich fühlte die Notwendigkeit». Der Schriftsteller und Übersetzer Giovanni Orelli im Gespräch mit Yari Bernasconi
Lautmaler und Klangpoet. Ein Porträt des Künstlers, Musikers und Performers Christian Marclay von Aoife Rosenmeyer
Von Madrid über London nach Genf. Die Choreografin und Künstlerin La Ribot im Gespräch mit Anne Davier
Eine Mischung aus Guerilla und Poetik. Die Medienkünstlerin Valentina Vuksic im Gespräch mit Christian Pauli
Jodeln statt Bauchtanzen. Die Jodlerin Nadja Räss im Gespräch mit Lena Rittmeyer
An die Künstlerinnen und Künstler der Zukunft. Von Milo Rau
Weitere Themen:
– Zwei Theaterworkshops in Oberägypten
– Eine internationale Kunstkonferenz in Indien
– Eine Neuinterpretation des Medea-Mythos in Albanien
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-> Passagen Nr. 65 herunterladen
ph
Kontakt:
http://www.prohelvetia.ch/Latest-issue.793.0.html?&L=0
Kommentare von Daniel Leutenegger