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18. Januar 2013

Todgeweihte digitale Kunst

Zeitgenössische Künstler arbeiten gerne mit modernen Medien, mit Hard- und Software, die sich nicht so leicht erhalten lässt. Die Konservatoren haben es mit diesen Werken deshalb besonders schwer: Zur Ausstellung «Digital Art Works. The Challenges of Conservation» im Haus für elektronische Künste Basel, vom heutigen 18. Januar 2013 bis am 31. März 2013.

Bild: © ZKM Karlsruhe 

Wie lassen sich digitale Daten dauerhaft sichern, wenn das neue Notebook bereits veraltet ist, sobald man damit das Geschäft verlässt?

Dieses Phänomen stellt auch die Kunst vor Probleme: Was passiert mit Netzkunst, wenn sich das Internet-Environment, für das sie konzipiert wurde, verändert? Dürfen Arbeiten, die einst für den PC entwickelt wurden, heute auf dem iPad gezeigt werden?

Die Ausstellung Digital Art Works. The Challenges of Conservation geht Fragen nach dem Sammeln, Ausstellen und Erhalten computerbasierter Kunstwerke auf den Grund und lässt die Arbeit rund um die digitale Konservierung sichtbar werden.

Das Haus für elektronische Künste Basel zeigt mit der Ausstellung Digital Art Works. The Challenges of Conservation die Resultate des Forschungsprojekts digital art conservation, an dem seit 2010 sechs Partner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz arbeiten.

Initiiert wurde das Projekt vom ZKM | Karlsruhe, vor allem mit dem Wunsch, die in der Region Oberrhein angesammelten Erfahrungen im Bereich der Medienkunst auf regionaler Ebene weiter auszubauen, sich auszutauschen und zu vernetzen und auf dieser Basis einen Beitrag zur internationalen Diskussion zu liefern.

In der vom ZKM zum Abschluss des Projekts im Jahr 2012 konzipierten Ausstellung Digital Art Works. The Challenges of Conservation werden die zehn Fallstudien des Projekts präsentiert und anhand deren wichtige Fragestellungen aus der täglichen Konservierungspraxis im Bereich digitaler Kunst einer breiteren Öffentlichkeit und der konservatorischen Fachwelt zugänglich gemacht.

Nach dem ZKM | Karlsruhe, dem Espace Multimédia Gantner in Bourogne und dem CEAAC in Strasbourg ist das Haus für elektronische Künste Basel die letzte Station der Ausstellung.

Künstler

Herbert W. Franke, Hervé Graumann, Jodi, Marc Lee, Nicolas Moulin, Michael Naimark, Nam June Paik, Samuel Rousseau, Antoine Schmitt, Jeffrey Shaw

Kuratiert von Bernhard Serexhe, Chiara Marchini Camina, Arnaud Obermann

Weitere Informationen zum Projekt digital art conservation:

http://www.haus-ek.org/de/content/digital-art-works-challenges-conservation?loc=PA

Radio-Tipps:

Lucius Müller heute auf Radio SRF 1:

Audio «Todgeweihte digitale Kunst» in externem Player öffnen.

Audio «digital 1» in externem Player öffnen.

Audio «digital 2» in externem Player öffnen.

Mehr:

http://www.srf.ch/wissen/digital/digitaler-kunst-droht-der-zerfall

Paik_zkm

Bild: Internet Dream, 1994

Nam June Paik

Foto: http://www02.zkm.de/digitalartconservation/index.php/en/exhibitions/zkm-exhibition/nnnnnnam-june-paik.html

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 18. Januar 2013
  • Multimedia und Internet

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