30. Oktober 2011
EVA MEYER & ERAN SCHAERF: «AUTOMONTAGE»
Ausstellung im Les Complices, Zürich, noch bis am 19. November 2011

Bild: © Eva
Meyer / Eran Schaerf, «Pro Testing», 2010
«Wenn Du das liest, bin ich schon in einem anderen Film.» Damit ist
sowohl der Schnitt zwischen zwei Filmen wie auch zwischen zwei Zeiten,
Geschichten, Medien gemeint. Um diesen Schnitt geht es bei Automontage: Wenn
die Kamera einem Träger übergeben wird und das Bild nicht durch den Blick im
Sucher bestimmt wird; wenn das Material, das dabei entsteht, einem fremd wird –
das Bild beschreibt sich selbst und bildet nicht nur ab, sondern öffnet sich
auf unvorhersehbare Geschichten.
Als eine Geschichte des Schnitts – und das heisst: der Kombinatorik von
Geschichten – ist Automontage ein unendlicher Film. Oder eher ein Film, der nie
zu Ende gesehen werden kann? Der indirekte Blick entzieht sich jeder
Schlusssequenz.
Als Ausstellungstitel spielt «Automontage» mit der Dauer der
Ausstellung, mit der Anzahl der Tage, an denen der Ausstellungsraum für das
Publikum geöffnet ist, und den Zeiträumen dazwischen.
Die Filmfragmente binden die Betrachtenden mit ein, indem sie dazu einladen, sich performativ an der Herstellung dieser «Verbindung von Unterschieden» zu beteiligen. «Nehmen Sie einen Satz und synchronisieren Sie sich damit.»
mgt
Kontakt:
Les Complices* – Zurich
Anwandstrasse 9
CH-8004 Zürich
T: +41 43 243 88 77
info@lescomplices.ch
http://www.lescomplices.ch
Kommentare von Daniel Leutenegger