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28. Februar 2018

«RE-SET – Aneignung und Fortschreibung in Musik und Kunst seit 1900»

Bis am 13. Mai 2018: Eine Zusammenarbeit der Paul Sacher Stiftung mit dem Museum Tinguely, Basel

Bild: Maurizio Kagel, Ludwig van, Musikzimmer, 1969 (Sammlung Maurizio Kagel, Paul Sacher Stiftung, Basel) – Foto: Gisela Clausen

Die interdisziplinäre Ausstellung im Museum Tinguely widmet sich dem facettenreichen Thema der kreativen Bearbeitung in der Musik des 20. Jahrhunderts sowie der Gegenwartskunst.

Bis am 13. Mai 2018 sind Musikhandschriften und Kunstwerke, die inhaltlich, strukturell oder konzeptuell bereits existierende Arbeiten aufgreifen, umformen, paraphrasieren oder auch demontieren, zu sehen.

Inhaltlich und räumlich teilt sich die Ausstellung in zwei Bereiche. Der Hauptfokus liegt auf dem musikalischen Teil, der sich in vier Abteilungen gliedert: Fremdbearbeitungen, Eigenbearbeitungen, Anknüpfungen an Volksmusik sowie populäre Adaptionen.

In dieser einmaligen Schau sind rund 180 Musikhandschriften, Briefe, Tonaufnahmen, Instrumente sowie Bild- und Filmdokumente aus der Paul Sacher Stiftung, einem der weltweit renommiertesten Forschungszentren für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, zu sehen.

Die Exponate stammen von so bekannten Komponisten und Interpreten wie Igor Strawinsky, Anton Webern, Edgard Varèse, Pierre Boulez, Luciano Berio, Sofia Gubaidulina, György Ligeti, Wolfgang Rihm, Heinz Holliger und Steve Reich.

Sie verdeutlichen die verschiedenen Aspekte kreativer Bezugnahme in charakteristischen und attraktiven Fallbeispielen, in denen zentrale Figuren der Musikgeschichte auftreten – von Bach bis zu den Beatles, von Debussy bis Disney.

Die Vielfalt der Exponate sowie die auf einem Tablet zur Verfügung gestellten Bild- und Tondokumente lassen ein lebendiges Bild der künstlerischen Bearbeitung in der Musik seit 1900 entstehen.

Der kunsthistorische Prolog zur Ausstellung richtet den Fokus auf Marcel Duchamps ikonische Idee des Readymades, die seit den 1960er-Jahren von einer beispiellosen Welle der Rezeption erfasst worden ist.

Die Frage wird aufgegriffen, wie Duchamps Konzept als künstlerische Strategie vereinnahmt wird und als Katalysator neuer Werke dient. Neben Arbeiten von John Baldessari, Marcel Duchamp, Hans Haacke, Sherrie Levine und Jean Tinguely werden aktuelle Positionen von Saâdane Afif, Pierre Bismuth und der walisischen Künstlerin Bethan Huws gezeigt.

Kuratoren Musik: Heidy Zimmermann und Simon Obert

Kuratorin Kunst: Annja Müller-Alsbach

mtb

Kontakt:

https://www.tinguely.ch/de/ausstellungen/ausstellungen/2018/RE-SET.html

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 28. Februar 2018
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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