29. August 2025
MUSIKFESTIVAL BERN 2025 ZUM THEMA «KETTE»
Das Musikfestival Bern widmet sich vom 3. bis 7. September der «Kette» mit all ihren Bedeutungen. Mit dem Ensemble Ictus und der Klangkünstlerin Svetlana Maraš bringt das Festival hochkarätige Gäste nach Bern.

Bild: Algorithms do dream – Foto: © Ludmilla Mercier

Bild: Gabrielichor Bern – Foto: © https://www.gabrielichor.ch/
Das Kuratorium des Musikfestivals Bern hat die Ausgabe 2025 mit dem Thema «Kette» überschrieben und damit einen weiten Bedeutungsraum geöffnet: Kettenantriebe, Nahrungs- und Infektionsketten werden auf der Bühne verhandelt; Berner mit internationalen Musiker:innen in Verbindung gebracht; Stile, Disziplinen und Epochen verknüpft und gesprengt. Dies in einem dichten Programm vom 3. bis 7. September 2025.
Das belgische Ensemble Ictus ist Ensemble in Residence. Es verstehe zeitgenössische Musik als eine Verkettung unterschiedlichster Stilrichtungen und passe so ausgezeichnet zum Thema, so Tamriko Kordzaia, Co-Kuratorin des Festivals. «Ictus verwebt in seinen Konzerten freie Improvisation, elektronische Musik, Bearbeitungen alter und romantischer Kompositionen, aber auch Tanz sowie indische Musik zu kunstvollen Werken. Seine Vielseitigkeit, Fantasie und Präzision sind einzigartig!».
Der zweite Fokus liegt auf der Arbeit der Komponistin und Klangkünstlerin Svetlana Maraš, Co-Direktorin des Elektronischen Studios Basel und Professorin für kreative Musiktechnologie. «Svetlana Maraš’ Werke entstehen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Interpret:innen; ihre Arbeiten gleichen Klangskulpturen, in denen die Rollen von Komponistin und Interpretinnen neu definiert werden», so Kordzaia.

Bild: Svetlana Maraš – Foto: © Zlatko Micic

Bild: Romanesco – Foto: © https://romanebouffioux.ch/romanesco-duo
Bühne für die Berner Szene
Neben den internationalen Gästen sind auch zahlreiche Berner Musiker:innen am Festivalprogramm beteiligt. Auch sie setzen das Festivalthema kreativ um. So etwa in der Musikperformance «The Third Extended Wheel» über das Fahrrad und sein Kettengetriebe; oder im Konzert «Namings» mit Werken des Komponisten und Jazz-Trompeters Jalalu-Kalvert Nelson, welches die Ketten kolonialer Herrschaft thematisiert; oder im Programm der Freitagsakademie, das Musik der Barockzeit mit elektronischen Improvisationen verbindet.

Bild: Ghost Trance Session – Foto: © Kristof Lemp
Kontextprogramm und Zugänglichkeit
Dem Musikfestival Bern ist es ein Anliegen, seine Veranstaltungen einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. Ein Kontextprogramm mit öffentlichen Proben, Workshops und Gesprächen lädt zum Eintauchen und Mitmachen ein. Eine «Audience in Residence» sucht Mit-Hörende für gemeinsame Konzertbesuche. Zwei Konzerte werden mit Gebärdensprachübersetzung angeboten, eines mit Live-Audiodeskription. Verschiedene weitere Zugangshilfen erleichtern Menschen mit Behinderung den Besuch des Festivals
Über das Musikfestival Bern
Gemeinsam veranstaltet von Musiker:innen und Ensembles der freien Szene, Berner Kulturveranstalter:innen und Institutionen, will das Musikfestival Bern unter der künstlerischen Leitung eines mehrköpfigen Kuratoriums die wichtigste Plattform für die Musikszene in Stadt und Kanton Bern sein, und es strebt eine nationale und internationale Ausstrahlung an. Die stilistische Bandbreite ist weit und reicht von alter bis zu zeitgenössischer, von improvisierter, experimenteller bis zu elektronischer Musik.
Das Festival findet jährlich während fünf Tagen unter einem gemeinsamen Thema statt. Das Musikfestival Bern zeichnet sich aus durch überraschende Programmierungen zwischen musikalischen Stilen und Epochen, entwickelt innovative Konzertformate und versteht sich als Laboratorium für musikszenische Experimente. Es fördert Kooperationen zwischen Berner Partner:innen insbesondere aus der freien Szene und internationale Zusammenarbeitsformen, die auf Austausch und Diversität basieren.
Berner Musikschaffende und internationale Gäste aus den Bereichen Komposition, Interpretation, Performance, Improvisation, Regie, Philosophie etc. entwickeln und realisieren gemeinsam Projekte, Konzert- und musiktheatralische Konzepte, Workshops und andere Formate. Es werden nachhaltige, sich über mehrere Jahre entwickelnde Kooperationen gesucht, die das Festival bereichern und den künstlerischen Austausch sowie die internationale Vernetzung fördern. Musikvermittlung ist ein wichtiger Bestandteil des Festivals und wird bereits in der Planungsphase von Projekten mitgedacht. Vermittlungsprojekte sind nachhaltig angelegt, bilden einen wesentlichen Aspekt innerhalb des Gesamtprogramms und beziehen verschiedene Alters- und Bevölkerungsgruppen ein. Das Musikfestival Bern will die kulturelle Teilhabe der Berner Bevölkerung stärken und wird im Sinne einer inklusiven Kultur auch für Menschen mit Behinderungen möglichst zugänglich gestaltet.
cp
Kontakt:
https://www.musikfestivalbern.ch

Bild: Maras – Foto: © Dieter Düvelmeyer
#MusikfestivalBern2025 #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger