Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Im Rahmen des Projektes «Wunsch (T)räume» öffnen die Kantonalen Museen Luzern erstmals einen Raum, in dem sich alles nur um die Besuchenden dreht (bis am 13. März 2022).
Der am 2. September 1936 in Simmesport (Louisiana) geborene US-amerikanische Soul- und R&B-Sänger Joe Simon ist am 13. Dezember 2021 gestorben. Zwischen 1965 und 1981 hatte Simon insgesamt 49 Hits in den amerikanischen R&B-Charts. Er zählte zu den erfolgreichsten Künstlern seiner Genres in den 1960er- und 1970er Jahren und gewann 1970 für «The Chokin’ Kind» einen Grammy. Anfang der 1980er-Jahre nahm Simon seine letzten Songs auf, ehe er sich aus dem Musikgeschäft zurückzog, um Pastor zu werden. Wie das US-Magazin «Billboard» berichtet, fasste Simon den Entschluss, nachdem er bei einem Konzert vor 10’000 Fans die Texte seiner Songs vergessen hatte.
Das diesjährige Ranking der «Journalistinnen und Journalisten des Jahres» hat Rekorde gebrochen: 1’280 Personen haben abgestimmt – und mehr als 2’200 Kommentare hinterlassen. Den Titel «Journalistin des Jahres» darf Luzia Tschirky (Bild) tragen. Sie berichtet für das Schweizer Fernsehen SRF aus Russland. Auf dem zweiten Platz landete Italien-Korrespondent Oliver Meiler vom «Tages-Anzeiger», Platz drei belegt Carlos Hanimann von der «Republik».
Heute Samstag kann es wegen des Umzugs der Webseiten «www.buero-dlb.ch» und «www.ch-cultura.ch» sowie infolge diverser technischer Arbeiten zu kurzen Unterbrüchen der Web- und Maildienste kommen.
Die Fachredaktionsleitenden Basil Honegger und Roman Mezzasalma sowie die Redaktionsleiterin von «Schweiz aktuell», Silvia Zwygart, haben sich entschieden, beruflich neue Wege einzuschlagen.
Ab Montag, 20. Dezember 2021, gelten in der Schweiz verschärfte Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Zu Innenräumen von Restaurants, von Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltungen im Innern haben nur noch geimpfte und genesene Personen Zugang (2G). Als zusätzlicher Schutz muss an diesen Orten eine Maske getragen und es darf nur im Sitzen gegessen und getrunken werden. Wo die Maske nicht getragen werden kann, wie bei Blasmusikproben, oder wo nicht im Sitzen konsumiert werden kann, wie in Discos und Bars, sind nur noch geimpfte und genesene Personen zugelassen, die zusätzlich ein negatives Testresultat vorweisen können (2G+). Personen, deren Impfung, Auffrischimpfung oder Genesung nicht länger als vier Monate zurückliegt, sind von dieser Testpflicht ausgenommen. Ausserdem gilt erneut eine Homeoffice-Pflicht. Private Treffen sind auf zehn Personen beschränkt, falls eine Person ab 16 Jahren dabei ist, die nicht geimpft oder genesen ist. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 17. Dezember 2021 entschieden. Der Bundesrat hat zudem die Übernahme der Testkosten geregelt und die Beschaffung zusätzlicher Impfdosen beschlossen.
Die eidgenössischen Räte haben am 17. Dezember 2021 eine Verlängerung von Artikel 11 des Covid-19-Gesetzes (Massnahmen im Kulturbereich) bis Ende 2022 beschlossen. Gleichentags hat der Bundesrat die Geltungsdauer der Covid-19-Kulturverordnung ebenfalls bis Ende 2022 verlängert.
Zum siebten Mal vergibt der Verband A*dS Autorinnen und Autoren der Schweiz den Lilly Ronchetti-Preis, der dank einem Legat der Winterthurer Lyrikerin Lilly Ronchetti ausgerichtet werden kann. Die diesjährige Preisträgerin ist Silvia Härri (Bild), Schriftstellerin aus Genf. Sie wurde für die Gedichtsammlung «Dérive» ausgezeichnet.
Vom 25. bis 27. März 2022 soll unter dem Motto «Nach den Sternen greifen – Décrocher la lune – Volere la luna», das erste nationale BiblioWeekend stattfinden, das EntscheidungsträgerInnen und (potentiellen) BenutzerInnen die Bedeutung von offenen, lebendigen Bibliotheken zeigt.
Schweizer Filme zeigten sich 2021 weltoffen und multikulturell. Mit ihren lokal verankerten, aber universell erzählten Geschichten sorgten die Filme an Festivals weltweit für Aufmerksamkeit. Zahlreiche Filmschaffende aus der Schweiz arbeiteten mit ProduktionspartnerInnen und Regietalenten aus neuen Koproduktionsländern wie Kosovo, Paraguay oder Georgien zusammen. Mehrere Schweizer Filme gehen um einen Oscar ins Rennen. Die Situation im Kinomarkt bleibt dagegen prekär. Hier der Jahresrückblick 2021 von SWISS FILMS:
Caroline Kellerhals (Bild), Leiterin Analyse und Data Intelligence SRG SSR, hat sich entschieden, das Unternehmen per Ende Juni 2022 zu verlassen. Sie hat die Markt- und Publikumsforschung der SRG SSR seit Frühling 2017 geleitet. Die Neubesetzung der Stelle wird demnächst ausgeschrieben.
Laut der heute veröffentlichten Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen (RSF) ist derzeit weltweit eine Rekordzahl von 488 Medienschaffenden, darunter 60 Frauen, inhaftiert, während weitere 65 als Geiseln festgehalten werden. Gleichzeitig ist die Zahl der im Jahr 2021 getöteten Journalisten mit 46 so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Die am 25. September 1952 als Gloria Watkins in Hopkinsville (Kentucky) geborene US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin, Autorin, Dichterin und Aktivistin bell hooks (Bild) ist am 15. Dezember 2021 in Berea (Kentucky) gestorben. Sie war eine Verfechterin feministischer und antirassistischer Ansätze und weitherum für ihre Vorlesungen, Reden und öffentlichen Auftritte bekannt. Seit Ende der 1970er-Jahre benannte sie sich selber nach ihrer Urgrossmutter, schrieb ihren Namen aber immer in Kleinbuchstaben. US-Vizepräsidentin Kamala Harris schrieb auf Twitter: «Der tiefgreifende und positive Einfluss von bell hooks wird uns noch über Generationen hinweg begleiten.»
Ausstellung im Museum für Kommunikation, Bern, vom 17. Dezember 2021 bis am 13. Februar 2022 – Vernissage am 16. Dezember 2021 ab 19 Uhr (Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=qiBziUMdJEU)
Der Stiftungsrat Albert-Anker-Haus Ins hat an seiner Sitzung im Dezember 2021 eine wichtige Weiche für das Projekt Centre Albert Anker gestellt, das im Sommer 2023 den Betrieb als national bedeutendes Künstlerhaus für ein breites Publikum aufnehmen wird: Mit der betrieblichen und künstlerischen Leitung wird ab April 2022 Daniela Schneuwly-Poffet (Bild) betraut.
Das Centre culturel suisse in Paris (CCS) lädt zum vorerst letzten Mal in seine Räumlichkeiten ein, bevor es wegen Umbauarbeiten seine Türen für zwei Jahre schliesst. Das CCS wird aber auch in dieser Zeit seine Aktivitäten fortsetzen und ausser Haus in ganz Frankreich Veranstaltungen durchführen.
Er hat 1998 in Basel «OnlineReports.ch» gegründet und seither 23 Jahre ohne staatliche Medienförderung überlebt. Das Mediengesetz lehnt Peter Knechtli ab. Warum? Andrea Fopp und Daniel Faulhaber haben Knechtli für das junge Basler Online-Magazin «bajour.ch» interviewt.
Am SONOHR 2022 vom 25. bis 27. Februar 2022 prämieren eine dreiköpfige Fachjury und das Publikum Hörspiele, Podcasts und Radiofeatures und vergeben zwei Jurypreise und einen Publikumspreis.
Die am 8. Dezember 1936 in Bern geborene Schweizer Schriftstellerin und Dramatikerin Maja Beutler (Bild) ist gestorben. Maja Beutler ist in Bern aufgewachsen. Sie arbeitete als Übersetzerin, nachdem sie die Dolmetscherschule Zürich abgeschlossen hatte. Ausserdem absolvierte sie mehrere Studienaufenthalte in Frankreich, England und Italien. 1976 trat Maja Beutler mit der Geschichtensammlung «Flissingen fehlt auf der Karte» an die Öffentlichkeit. 1983/84 war sie als Hausautorin am Stadttheater Bern tätig, sie arbeitete ausserdem jahrelang als freie Mitarbeiterin beim Schweizer Radio DRS. Sie gehörte zu den wenigen Schweizer Dramatikerinnen im deutschsprachigen Raum.* In den Jahren 1976, 1980 und 1984 erhielt sie Buchpreise der Stadt Bern, 1983 den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung, 1985 den Welti-Preis für das Drama und 1988 den Literaturpreis der Stadt Bern.
Die 37. European Film Awards werden im Dezember 2024 in Luzern verliehen. Dies geben die European Film Academy, das Bundesamt für Kultur (BAK), die Stadt und der Kanton Luzern sowie die Medienpartnerin SRG SSR heute bekannt. Die Preisverleihung findet im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL Luzern) statt, begleitet von verschiedenen Rahmenveranstaltungen zur europäischen Filmproduktion.
Der am 17. Februar 1940 in Huentitán el Alto (Jalisco) geborene mexikanische Ranchera-Sänger, Schauspieler und Filmproduzent Vicente Fernández Gómez ist am 12. Dezember 2021 gestorben. Er gehörte zu den bekanntesten Musikern Lateinamerikas und war zuletzt der berühmteste Vertreter der mexikanischen Folklore-Musik Ranchera. Fernández verkaufte im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere rund 50 Millionen Alben und spielte in über 30 Filmen mit. Stilistisch wurde er häufig mit Pedro Infante oder Jorge Negrete verglichen. Dreimal wurde er mit einem Grammy Award für regionale mexikanische Musik ausgezeichnet. Fernández erhielt neun Latin Grammy Awards und 14 Lo Nuestro Awards.
Die am 4. Oktober 1941 als Howard Allen O’Brien in New Orleans (Louisiana) geborene US-amerikanische Schriftstellerin Anne Rice (Bild) ist am 11. Dezember 2021 in Rancho Mirage (Kalifornien) gestorben. Sie wurde vor allem mit ihrem zwölfbändigen Zyklus von Vampirromanen bekannt, der «Chronik der Vampire» (OT: The Vampire Chronicles).*
Der am 13. Dezember 1930 in Beuthen/Oberschlesien geborene deutsche Schriftsteller, Zeichner, Maler, Radio- und Fernsehgeschichtenerfinder Reiner Zimnik (Bild) ist am 8. Dezember 2021 gestorben. Reiner Zimnik wurde bekannt als Verfasser von Erzählungen für Kinder und Erwachsene, in denen moderne Thematik, romantisch-märchenhafter Stil und die Federzeichnungen des Autors eine unverwechselbare Verbindung eingehen. Vor allem die Geschichten um «Jonas den Angler», den einzelgängerischen «Lektro» und die Figur des «Sebastian Gsangl» wurden ab Mitte der 1950er-Jahre – in der Frühzeit des deutschen Fernsehens – dank der Ausstrahlung als Fernseherzählungen oder Zeichengeschichten grosse Erfolge.* Reiner Zimnik wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Literaturpreis der Landeshauptstadt München oder der Bayerische Poetentaler.
Der Preisträger Romed Aschwanden (Bild) doktorierte am Departement für Geschichte der Universität Basel unter der Leitung von Martin Lengwiler zur «Politisierung der Alpen in der Ära der Europäischen Integration (1970-2000)». Heute ist der Preisträger Geschäftsführer des Urner Instituts «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern.
Der Preisträger Romed Aschwanden (Bild) doktorierte am Departement für Geschichte der Universität Basel unter der Leitung von Martin Lengwiler zur «Politisierung der Alpen in der Ära der Europäischen Integration (1970-2000)». Heute ist der Preisträger Geschäftsführer des Urner Instituts «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern.
Der von Monique Bär initiierte Verein Geschlechtergerechter lanciert online den Debattenraum «#geschlechtergerechter» rund um ein sehr emotional und kontrovers diskutiertes Alltagsthema: Geschlecht und Gesellschaft.
Das Schweizer Syndikat Film und Video SSFV hat eine neue Präsidentin: die Anwältin Chantal Bolzern (Bild) tritt am 1. Januar 2022 die Nachfolge von Roman Obrist an.
Besondere Zeiten erfordern besondere Massnahmen: Seit mittlerweile 20 Monaten trifft die Corona-Pandemie Kulturschaffende in ihrer Berufspraxis existentiell. Deshalb hat die kantonalbernische Kulturförderung im Frühjahr 2021 den Förderakzent «Continuer – Beiträge für Kulturschaffende an Entwicklung und Vertiefung» lanciert. Bis Ende Oktober 2021 konnten Gesuche eingereicht werden. Die Nachfrage war sehr gross und das Amt zieht eine positive Bilanz.
Murat Yakin, Trainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft, und David Constantin (Bild), Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur der erfolgreichen SRF- und Sky-TV-Serie «Tschugger», wurden mit der diesjährigen Arosa-Humorschaufel geehrt.
Der am 3. Juni 1924 in Giessen geborene deutsche Kritiker, Publizist und Intendant Günther Rühle (Bild) ist am 10. Dezember 2021 in Bad Soden gestorben. Als Feuilletonchef grosser deutscher Tageszeitungen galt Rühle ab den 1960er-Jahren als einer der einflussreichsten Theaterkritiker. Von 1985 bis 1990 leitete er als Intendant das Schauspiel Frankfurt. Günther Rühle war Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Von 1993 bis 1999 war er Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt, später deren Ehrenpräsident.* Rühles Bücher über Theaterkritik und deutsche Theatergeschichte gelten als Standardwerke. Im Jahr 2010 erhielt er den mit 50’000 Euro dotierten Binding-Kulturpreis.
Die «Regionale» ist eine der wichtigsten Plattformen des regionalen Kunstschaffens im trinationalen Raum um Basel mit jährlich über 20’000 BesucherInnen. 19 Institutionen aus dem Raum Nordwestschweiz, Südbaden und dem Elsass präsentieren auch um den Jahreswechsel 2021/2022 in spezifisch kuratierten Ausstellungen eine umfassende und diverse Auswahl lokaler Kunstproduktionen von Malerei und Zeichnung über Fotografie und Film bis hin zu digitaler und performativer Kunst (Bis am 9. Januar 2022).
Nach drei Jahren ist es wieder so weit: Das «Heimspiel», die länderübergreifende Überblicksschau zum zeitgenössischen Kunstschaffen, feiert mit einem neuen Ausstellungskonzept noch bis am 30. Januar 2022 seine neue Ausgabe. 81 Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zu den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, St.Gallen und Thurgau sowie zum Fürstentum Liechtenstein und zum Bundesland Vorarlberg zeigen neue Werke.
Der am 30. Dezember 1942 in Houston (Texas) geborene US-amerikanische Musikproduzent, Sänger, Autor, Multiinstrumentalist und Schauspieler Robert Michael Nesmith (Bild) ist am 10. Dezember 2021 gestorben. Grosse internationale Bekanntheit erreichte Michael Nesmith mit seinen Kollegen in den 1960er-Jahren als Mitglied der gecasteten Pop-Rock-Band The Monkees. Darüber hinaus lieferte Nesmith die Grundidee für den Musiksender MTV und trat als Produzent des Kultfilms «Repoman» von Alex Cox in Erscheinung.*
Der am 7. Februar 1960 in Glasgow geborene britische Keyboarder, Sänger und Komponist Steve Bronski (Bild) ist im Dezember 2021 gestorben. Zusammen mit dem Leadsänger Jimmy Somerville und dem Sänger und Perkussionisten Larry Steinbachek bildete er in den 1980er-Jahren die Synthie-Pop- und New-Wave-Gruppe Bronski Beat, die bereits mit ihrer Debutsingle «Smalltown Boy» Platz drei der UK Top 40 und damit grossen kommerziellen Erfolg erreichte. Alle Mitglieder des Trios bekannten sich offen zum Schwulsein, was sich auch in ihren Liedern widerspiegelte, die oft politische Kommentare zu Themen der Homosexualität enthielten.
Der Basler Ausstellungsmacher Klaus Littmann ist 70 Jahre alt geworden. «Du» würdigt mit der Ausgabe N° 911 sein Lebenswerk. Spektakulär waren etwa folgende Ausstellungen: «For Forest». Er platzierte 299 Bäume auf dem Spielfeld eines Fussballstadions in Klagenfurt – ganze 200’000 Menschen haben die Inszenierung besucht. Ebenso spektakulär das Werk «Engel»: Er liess den japanischen Künstler Tazro Niscino auf dem Chordach des Basler Münsters ein Wohnzimmer für den Wetterengel bauen. Zehntausende besuchten das Zimmer und entdeckten dabei ihre Spiritualität.
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