«DANIEL SPOERRI – WENN ALLE KÜNSTE UNTERGEHN…»
Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur, bis am 22. März 2026
Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur, bis am 22. März 2026
Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur, Labor, bis am 25. Januar 2026
Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur, bis am 25. Januar 2026
Der US-amerikanische Schauspieler, Filmregisseur und -produzent Rob Reiner und seine Frau, die Schauspielerin, Produzentin und Fotografin Michele Singer Reiner, wurden am 14. Dezember 2025 in ihrem Haus in Brentwood (Los Angeles) erstochen aufgefunden. Als Darsteller wurde Rob Reiner in den 1970er-Jahren durch die Fernsehserie «All in the Family» bekannt. Seit Mitte der 1980er-Jahre inszenierte er als Regisseur erfolgreiche Filme wie «This Is Spinal Tap», «Stand by Me», «Die Braut des Prinzen», «Harry und Sally», «Misery» und «Eine Frage der Ehre». In den USA ist Reiner auch für seine Tätigkeit als Politaktivist bekannt.
Mit neuer Besetzung und dem Schwerpunkt Fair-Pay will die Basler Musikvielfalt-Initiative den Kulturbetrieb jetzt in allen Landesteilen wachrütteln: «Für diesen Schritt hat das Komitee auch personell aufgestockt. Neu dabei sind die Berner Kulturarbeiterin Janina Neustupny und die Musikerin Kim Bollag aka KimBo, die bisher für SRF Kultur und diverse NGOs gearbeitet hat. Die gebündelte eidgenössische Kraft steckt das Team aktuell in das Thema Fair-Pay – faire Bezahlung. In der ganzen Schweiz wird darüber diskutiert, wie Kulturschaffende zu besseren Arbeitsbedingungen kommen – auch die Kulturbotschaft des Bundes will eine angemessene Entschädigung professioneller Kulturschaffender garantieren.», schreibt Helena Krauser in ihrem lesenswerten Beitrag auf «bajour.ch».
Der am 17. November 1938 geborene Werbefachmann, Restaurant- und Barbesitzer, Autor und Maler Fritz Kobi (Bild) aus Flamatt ist im Dezember 2025 gestorben. Er absolvierte nach den obligaten Schulen am kantonalen Technikum in Biel die Ausbildung für Verkehr und Verwaltung und war nach drei Jahren praktischer Weiterbildung 1968 Mitgründer der weitherum renommierten Werbeagentur Contexta in Bern; später folgten mehrere andere erfolgreiche Unternehmen. Er arbeitete bei Contexta und dem Berner Restaurant Lorenzini sowie der Bar Quick mit dem andern grossen Werbe-Pionier Alex Milani zusammen, der am 12. November dieses Jahres gestorben ist. Kobi schrieb eine ganze Anzahl Bücher (Kriminalromane, Science-Fiction und Satirisches) und malte auch mit Erfolg farbenstarke Bilder.
Im Haus für Kunst Uri, Danioth Pavillon Altdorf, bis am 11. Januar 2026
Die Kantone Obwalden und Nidwalden schreiben seit 2014 gemeinsam Werkbeiträge für Kulturschaffende aus. Eine fünfköpfige Fachjury vergibt den grossen Werkpreis 2025 in der Höhe von 20’000 Franken an Anita Zumbühl aus Oberdorf. Der kleine Werkpreis in der Höhe von 10’000 Franken geht an die Kernserin Olivia Abächerli.
Das Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung und des Kantons Nidwalden ist mit 50’000 Schweizer Franken dotiert. Zusätzlich folgt eine Ausstellung mit
Publikation im Nidwaldner Museum. Die Jury hat sich mit der Wahl von Judith Albert (Bild) als Preisträgerin des Werkjahrs 2026 der Frey-Näpflin-Stiftung für «eine der profiliertesten Videokünstlerinnen der Schweiz» entschieden, wie sie schreibt.
Radio SRF 1, «Tagesgespräch» vom heutigen Montag, 13 Uhr / Podcast
Zum neunten Mal vergibt der Verband A*dS Autorinnen und Autoren der Schweiz den Lilly-Ronchetti-Preis, der dank eines Legats der Winterthurer Lyrikerin Lilly Ronchetti ausgerichtet werden kann. Dieses Jahr wird Regula Wenger für das Projekt «Steindls Kind» ausgezeichnet.
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten vierzehn Tage aus Schweizer Perspektive
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 20. Dezember 2025, 11.03 Uhr / Podcast
Im Rahmen der Vernissage zur Ausstellung «zentral! XL» im Kunstmuseum Luzern konnte Präsidentin Barbara Hennig Marques erstmals den Prix Visarte Zentralschweiz verleihen: «Eine Auszeichnung für Menschen, die die regionale Kunstszene nachhaltig stärken», wie es in der Mitteilung dazu heisst. Geehrt wurden Stephan Wittmer «für sein langjähriges, mutiges und experimentelles Engagement in der Kunstvermittlung» und Eveline Suter (Kuratorin von «zentral! XL») «für ihre ausserordentliche Jury-Arbeit und ihren Beitrag zu einer starken, sichtbaren Kunstlandschaft in der Zentralschweiz».
Ausstellung im Aargauer Kunsthaus, Aarau, bis am 18. Januar 2026
Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat beschlossen, die bestehende Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich der überregionalen Kultureinrichtungen (ILV) auf Ende der laufenden Abgeltungsperiode 2025–2027 zu kündigen. «Um die kulturellen Zentrumslasten der Kantone Zürich und Luzern seitens Kanton Aargau weiterhin abzugelten, sollen stattdessen bilaterale Vereinbarungen abgeschlossen werden.», schreibt er in seiner gestrigen Medienmitteilung.
Der am 4. Februar 1927 in Basel geborene Schweizer Filmproduzent Arthur Cohn ist am 12. Dezember 2025 in Jerusalem gestorben. Arthur Cohn verbrachte seine Jugend- und Studienjahre in Basel, danach folgten die Arbeit als Journalist (u. a. beim «Echo der Zeit») und die Beschäftigung mit der Konzeption von Drehbüchern, die ihn zum Film brachte. Seine bekanntesten Produktionen sind «Der Garten der Finzi Contini» (1970), koproduziert mit Artur Brauner, Gianni Hecht Lucari und Fausto Saraceni, sowie «Die Kinder des Monsieur Mathieu» (2004) von Christophe Barratier, der besonders in Frankreich erfolgreich war. Mehrere Filme des brasilianischen Regisseurs Walter Salles wurden von Cohen mitproduziert. Die Dokumentarfilme «Nur Himmel und Dreck» (1960, gemeinsam mit René Lafuite), «American Dream» (1990, gemeinsam mit Barbara Kopple) und «Ein Tag im September» (1999, gemeinsam mit Kevin Macdonald) wurden mit einem Oscar ausgezeichnet, den Cohn jeweils als einer der Produzenten und Preisträger entgegennahm. Arthur Cohn erhielt für sein Schaffen mehrere Ehrungen: Die Boston University, die Yeshiva University, die Universität Basel (2006) und die Bar-Ilan-Universität (2021) verliehen ihm Ehrendoktorate. 1995 ehrte ihn das französische Kulturministerium mit dem Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres, dem höchsten Orden, den ein nichtfranzösischer Bürger erhalten kann. Am 11. Februar 2019 wurde Arthur Cohn von der Cinema-for-Peace-Foundation in Berlin für sein Lebenswerk ausgezeichnet. (*)
Exposition Maison du Dessin de Presse, Morges, jusqu’au 8 février 2026
Im Rahmen der Vernissage der Ausstellung «Gezeichnet 2025» sind die Auszeichnungen für die besten Cartoons des Jahres 2025 im Museum für Kommunikation in Bern überreicht worden. Der grosse Gewinner ist der 55jährige Jurassier Pierre-Olivier Comment mit Zeichnernamen Pitch Comment. Er erhält den mit CHF 1’000.- dotierten 1. Preis für den Cartoon «Poutine teste l’OTAN», der am 19. September 2025 in der Westschweizer Satirezeitschrift «Vigousse» publiziert worden ist. Im Cartoon fliegt Putin als Wespe rund um die NATO.
Ausstellung im Museum für Kommunikation, Bern, vom 12. Dezember 2025 bis am 22. Februar 2026
Ausstellung im Museum für Kommunikation, Bern, vom 12. Dezember 2025 bis am 19. Juli 2026
Die 61. Solothurner Filmtage eröffnen am 21. Januar 2026 mit der Weltpremiere des Dokumentarfilms «The Narrative» von Bernard Weber und Martin Schilt. Der Film erzählt die Geschichte des Investmentbankers Kweku Adoboli, der 2011 durch Handelsspekulationen am ETF- Desk der UBS in London einen Verlust von zwei Milliarden Schweizer Franken verursachte, den grössten der jüngeren Schweizer Bankgeschichte. Ehrengast der Eröffnung ist Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.
Die UNESCO hat heute das Jodeln in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen: «Als emblematischer Gesang der Schweiz umfasst der Jodel eine grosse Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und ist tief in der Bevölkerung verankert.», heisst es in der entsprechenden Mitteilung.
Die Verleihung des EMYA 2026 findet im kommenden Jahr am Samstag, 13. Juni, in Bilbao statt. Gastgeber ist das Haus der Baskischen Sprache (Euskararen Etxea), das 2025 den Museumspreis des Europarats gewonnen hat.
Die Stimmberechtigten der Burgergemeinde Bern haben an der Urnenabstimmung vom 10. Dezember 2025 der Bewilligung eines Verpflichtungskredits über 37,5 Millionen Franken für die Gesamterneuerung des Bernischen Historischen Museums zugestimmt.
Nach acht Jahren als Direktorin verlässt Nadine Wietlisbach (Bild) das Fotomuseum Winterthur und übernimmt ab dem Frühsommer 2026 die Leitung Förderung Kultur beim Migros- Genossenschafts-Bund. Die Stelle der künstlerischen Direktion ist ab sofort ausgeschrieben. Ab Januar 2026 wird die kaufmännische Leitung mit Delphine Lyner neu besetzt.
Ab Januar 2026 stösst Bundeshausredaktor Philipp Burkhardt (Bild) zum Moderationsteam der SRF-Gesprächssendung «Samstagsrundschau». Er ersetzt Eliane Leiser, die sich künftig auf die Moderation der Sendung «10 vor 10» und ihre Rolle als Inlandredaktorin der Chefredaktion Audio/Digital konzentriert.
Die Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) verleiht den Prix Expo 2025 an das Museum.BL in Liestal für die Ausstellung «Fix it! Vom Glück des Reparierens». Mit dieser
Auszeichnung würdigt die SCNAT «ein ambitioniertes und inspirierendes Projekt, das sich der Kultur des Reparierens widmet und die Absurdität von Überkonsum und Verschwendung der intrinsischen Funktionsweise des Lebendigen gegenüberstellt, das von Natur aus auf Reparatur und Regeneration beruht», wie es in der Medienmitteilung heisst.
«Focus», die beliebte montägliche Gesprächs-Sendung von Radio SRF 3, wird künftig 26-mal pro Jahr statt wie bisher 45-mal ausgestrahlt.
Fernsehen SRF erweitert im Frühjahr 2026 das Comedy-Programm am Sonntagabend. Das Stand-up-Format «Fun Fatale» mit Gastgeberin Andrea Fischer Schulthess (Bild) bietet ausschliesslich weiblichen Comedians eine Bühne und soll die Vielfalt der Comedy-Szene in der Schweiz zeigen. Anmeldungen für die Aufzeichnungen im März 2026 sind für das Publikum ab jetzt möglich.
Der Verband Schweizer Privatradios (VSP) freut sich über den endgültigen Entscheid zur Weiterführung von UKW. Gleichzeitig ist er erleichtert, «dass den Regionalradios unnötig hohe Hörer- und Werbeeinbussen erspart bleiben und die Bevölkerung mehr Zeit erhält, um Radiogeräte von analog auf digital umzurüsten», wie der Verband heute schreibt.
Im vergangenen Frühjahr haben sich die SRG-SSR und der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) im Rahmen einer erstmals getroffenen Grundsatzvereinbarung auf «gemeinsame Massnahmen für einen starken Medienplatz Schweiz» geeinigt. Mit einer Beratungsanfrage an das WEKO-Sekretariat haben sie um die wettbewerbsrechtliche Beurteilung gebeten. Der VSM, Médias Suisses und die SRG-SSR nehmen jetzt «zur Kenntnis, dass das Sekretariat der WEKO viele Elemente der Grundsatzvereinbarung für zulässig hält, bezüglich einzelner Punkte jedoch kartellrechtliche Vorbehalte hat», wie die SRG-SSR heute schreibt. Der angefangene Dialog soll «konstruktiv weitergeführt werden».
Die Schweizerische Nationalbibliothek (NB) hat ein neues Langzeitarchiv für ihre digitalen Sammlungen in Betrieb genommen und löst damit das aktuelle System ab. Die Sammlung enthält amtliche Publikationen, Hochschulschriften, Normen, Verlagspublikationen, Websites und Wikipedia-Artikel. Neu sind nun auch Video- und Tondokumente aus der Schweizerischen Nationalphonothek im Langzeitarchiv abrufbar. Damit die Benutzenden die gesuchten Inhalte möglichst einfach finden, wurde die Benutzer:innenoberfläche vollständig überarbeitet.
Die Taskforce Culture schreibt heute in ihrem Appell an Parlament und Bundesrat: «Das Kürzungspaket EP27 trifft den Kulturbereich der Schweiz massiv und in seiner ganzen Breite. Dies ist der grösste Abbau der Kulturförderung der Geschichte des modernen Bundesstaates. Erstmals wird alles, was mit Kultur zu tun hat, knallhart zusammengestrichen. Das ist ein massiver Angriff auf die Kultur in der Schweiz.»
Medienschaffende sterben oft nicht einfach, sie werden vielmehr gezielt getötet. Und zwar aufgrund zahlreicher krimineller Praktiken regulärer und irregulärer Streitkräfte und Armeen. Reporter ohne Grenzen (RSF) zählte in den letzten zwölf Monaten (Stichtag 1. Dezember) 67 in Ausübung ihres Berufs getötete Medienschaffende – eine Zahl, die mit der von 2024 (66) vergleichbar ist, aber im Vergleich zu 2023 (49) stark angestiegen ist. Unter ihnen wurden mindestens 53 (79%) Opfer von Krieg oder organisierter Kriminalität, davon allein 29 in Gaza unter dem Feuer der israelischen Armee. Und dies, obwohl die Resolution 222 des UNO-Sicherheitsrats Kriegs- und Konfliktparteien dazu auffordert, Medienschaffende aktiv zu schützen und nicht ins Visier zu nehmen.
Das internationale Theaterfestival Basel sucht auf den 1. November 2026 für die
Festivalausgabe 2028 eine qualifizierte und gut vernetzte künstlerische Leitung (m/w/d).
«Jungsegler» ist der Nachwuchspreis für Theaterkunst, der seit 2019 im Rahmen des nordArt-Theaterfestivals in Stein am Rhein vergeben wird. Ausgezeichnete Produktionen gewinnen eine vollständig organisierte Tournee mit rund 20 Auftritten in renommierten Theatern der deutschsprachigen Schweiz. Darüber hinaus erhalten die prämierten Künstler:innen einen produktionsbezogenen Workshop mit praxisnahem Input zu den Themen Projektfinanzierung, Kulturförderung, Marketing, Kulturpolitik, Kulturrecht sowie soziale Sicherheit für freiberufliche Kunstschaffende.
Die Société Suisse des Auteurs (SSA) vergibt Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik. In der vierten Sitzung 2025 wurden sechs Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik und ein Stipendium für die Komposition eines musikdramatischen Werkes vergeben.