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25. März 2015

«Kontinent im Kommen: AFRIKA»

Schweizer Fernsehen SRF 1, «Kulturplatz» vom heutigen Mittwoch, 22.30 Uhr

Bild: Omar Victor Diop, «Mame», Fotografie aus der Serie «The Studio of Vanities», 2013 © Victor Omar Diop, 2014, Courtesy Magnin-A Gallery, Paris

Schluss mit den Klischees von Armut und Elend: Afrika befindet sich in rasantem Umbruch, wovon nicht zuletzt die zeitgenössische Kreativszene zeugt. Designer, Literaten und Musiker entwerfen selbstbewusst und zukunftsgewiss ein neues Bild von Afrika – ohne über heutige Missstände hinwegzutäuschen.

-> Ausstellung «Making Africa» im Vitra Design Museum

Weltbürger – wie Kurator Okwui Enwezor die Kunstwelt eroberte

Er ist eine schillernde Persönlichkeit mit einem aussergewöhnlichen Werdegang: Geboren in Nigeria, Studienzeit in New York, Dichter, Philosoph und einer der ersten international tätigen afrikanischen Kuratoren. Er kuratierte unter anderem die Documenta 2002, ist seit 2011 Direktor des Hauses der Kunst in München, und dieses Jahr ist er designierter Kurator der Biennale in Venedig. Als beratender Kurator prägt er nun auch die Ausstellung über das afrikanische Design im Vitra Design Museum in Weil am Rhein. «Kulturplatz» über die steile Karriere eines global agierenden Kurators. 

Stefan Zucker

Mehr:

Artikel über Okwui Enwezor

Shooting Star Afrika – die afrikanische Kunstszene wird sichtbar

Junge afrikanische Kunst ist hoch im Kurs – und die internationale Kunstsammler-Karawane hat sich auf den Weg nach Afrika gemacht. Einer der profiliertesten Sammler zeitgenössischer afrikanischer Kunst ist der deutsche Industrielle Jochen Zeitz. Seine Sammlung gilt als die grösste und bedeutendste weltweit und soll in einem neuen Museum in Kapstadt eine Heimstatt bekommen – ein Museum, das gleichzeitig dem bisher ausserhalb des Kontinents kaum sichtbaren afrikanischen Kunstschaffen eine Plattform bieten soll, auf Augenhöhe mit anderen renommierten Museen der Welt.

Dominik von Eisenhart-Rothe

Mehr:

Afrikas erstes Museum der zeitgenössischen Kunst

«Afropolitan» – Taiye Selasi über afrikanische Wurzeln

«Afrika ist überall» oder andersherum: «Afrikanische Literatur gibt es nicht», sagt die Schriftstellerin Taiye Selasi über die Fragwürdigkeit von Ethno-Etiketten. Selasi selber ist das beste Beispiel dafür, hat sie doch nigerianische, schottische, ghanaische Wurzeln, lebt in New York und gilt damit als «Afropolitan». Der Begriff, den sie selber geprägt hat, beschreibt die urbanen Intellektuellen mit afrikanischen Wurzeln und globalem Fokus. «Kulturplatz» hat sich mit ihr über das Selbstverständnis der Afropolitans unterhalten und fragt, was Literatur leisten kann bei der Suche nach Identität.

Uta Kenter

Mehr:

Taiye Selasi

Musik als Message – Nneka singt gegen Korruption und Boko Haram

Ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater Nigerianer. Sie hat in Deutschland studiert und singt in Englisch und im nigerianischen Igbo. Die Sängerin Nneka ist zwischen zwei Kulturen aufgewachsen, das hat sie zwar zerrissen, aber auch ihre Identität gestärkt: «Dass ich in Deutschland Rassismus erfahren habe, hat mich wach und stolz gemacht auf meine Herkunft», sagt sie. Und diese Kraft verwendet sie, um gegen die Missstände in Nigeria anzusingen, Korruption, Gewalt und den Terror von Boko Haram anzuprangern. Im Rahmen des Musikfestivals m4music tritt Nneka am 28. März 2015 in Zürich auf.

Richard Herold

Mehr:

Nneka am m4music, 28. März in Zürich

Nneka auf Facebook

—

Kontakt:

http://www.srf.ch/sendungen/kulturplatz/afrika-ein-kontinent-im-kommen

 

 

 

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  • Daniel Leutenegger
  • 25. März 2015
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