Am Freitagabend wurde im PROGR in Bern zum zweiten Mal der Schweizer Jugendmedienpreis YouMedia Award verliehen. Über 250 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 20 Jahre hatten ihre Medienprojekte eingereicht – fast doppelt soviele wie im Vorjahr. «Die Awards Night zeigte eindrücklich, wie vielfältig junge Menschen Medien gestalten. Und welche Themen sie beschäftigen. Ausgezeichnet wurden Beiträge, die mit Kreativität, sorgfältiger Recherche und gesellschaftlicher Relevanz überzeugten», schreiben die Organisator:innen.

Bild: Preisverleihung des YouMedia Awards 2026 in Bern – Foto: VearFilms / YouMedia
Die Gewinnerinnen und Gewinner des YouMedia Award 2026:
- Glück: Loana Plüss – Loana’s Monatsziitig (Zeitung)
- Gesundheit: Ronja Amrhein – Hautnah – ein Tag im Leben eines Schmetterlingskindes (Dokumentarfilm)
- Geld: Emilia Lun – Swiss Venture Girls (Social Media)
- Gerechtigkeit: Thalia Mendonça Freitas und Sven Känzig – Biber unter Verdacht (Buch)
- Gesellschaft: Zoë Zulauf, Samira Bolliger und Anna Popp – Geschichten von Jenischen (Podcast)
- Jugendmedienwoche YouNews: Giulee Stampfli, Dennis Montoya, Jelena Steiner, Lean Walder und Ruyi Sprenger – Rucksacktest für Kassensturz (TV)
- Ehrenpreis: Verein TechAngels (Medienkompetenz-Vermittlung – Peer to Peer)
Die YouMedia-Hosts Shianne Spitzer, Destan Huynh und Jenny Kitzka führten durch eine emotionale und abwechslungsreiche Awards Night. Magier Joel Bernhard, die Schülerband REPLAY und die Streetdance-Gruppe Thunderbird Generation sorgten für zusätzliche Höhepunkte.
Zu Gast war auch die Content Creatorin und angehende Lehrerin Emma «Wemmse», die über Chancen und Schattenseiten von Social Media sprach. Für den Co-Gründer von YouMedia und Jurypräsidenten des Awards, Franz Fischlin, bewies der Abend, «dass der Journalismus lebt»: «Viele junge Menschen konnten ihr Können demonstrieren. Ihre grosse Freude am Medien machen war ansteckend. Ich bin sicher, dass wir vom einen oder anderen Talent noch hören oder sehen werden».
Ermöglicht wurde die Awards Night 2026 durch die Guido Fluri Stiftung. Stiftungsgründer Guido Fluri, der in diesem Jahr die sogenannte Internet-Initiative lanciert hat, zeigte sich beeindruckt vom Herzblut der jungen Menschen und betonte: «Wir müssen sie darin unterstützen. Gleichzeitig ist es auch wichtig, auf die negativen Auswirkungen von Social Media und KI und damit auf die Verantwortung der Tech-Plattformen aufmerksam zu machen. Dieser Abend erfüllte beides.»
Die Preisgelder von 4’000 bis 8’000 Franken wurden von der Berner Stiftung FERS ermöglicht.
yma
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Kommentare von Daniel Leutenegger