6. April 2026
DEMNÄCHST IM KINO: «WALTER LIETHA. DRUM SING I GRAD DRUM»
Am 16. April 2026 ist der Kinostart des Films «Walter Lietha. Drum sing i grad drum» des Regisseurs Stefan Haupt. Ab heute Ostermontag finden in der ganzen Deutschschweiz diverse Vorpremieren und Spezialveranstaltungen statt. Walter Lietha zählte in den 1970er-Jahren zu den grossen Namen der Schweizer Kultur- und Musikszene. Als Sänger, Dichter, Komponist und kritischer Zeitgenosse schrieb er unzählige Mundartlieder und wurde so in der Deutschschweiz zu einer prägenden Stimme einer ganzen Generation.

Bild (von links): Gabriela Krapf, Walter Lietha, Corin Curschellas, Fatima Dunn, 2025 – Foto: © https://walterlietha-film.ch/film.html
Zum Film
Walter Lietha zählte in den 1970er-Jahren zu den grossen Namen der Schweizer Musikszene. Als Sänger, Dichter mit seismografischem Gespür, Komponist und mitunter scharfer Zeitkritiker schrieb er unzählige Mundartlieder und wurde zur Stimme einer ganzen Generation. Doch anfangs der 1980er-Jahre, zur Zeit der Jugendunruhen, wurden seine Lieder urplötzlich am Radio DRS kaum mehr gespielt. Es wurde still um den Bündner Musiker.
Parallel zu seinem Musikschaffen entwickelte Walter Lietha eine zweite Leidenschaft. Die Welt der Bücher, die ihn schon seit frühen Jahren faszinierte, wurde zu seinem zweiten Standbein. Jahrzehntelang leitete er in der Churer Altstadt ein Antiquariat und eine Buchhandlung, das «Narrenschiff». Vor wenigen Jahren zog er mit seinem Antiquariat, mit Tausenden von geschichtsträchtigen Büchern, nach Trin in der Surselva.
Im August 2025 veranstaltete das Musikfestival «Alpentöne» ein Konzert zu seinen Ehren. Corin Curschellas, Weggefährtin und Initiantin dieser Hommage, lud dazu verschiedenste Schweizer Solist:innen ein. Stephan Eicher, Sophie Hunger, Michael von der Heide, Max Lässer sowie die Musiker:innen der eigens zusammengestellten «Narrenschiff-Band» erzählen, was ihnen Liethas Lieder bedeuten. Gemeinsam mit ihm treten sie in diesem Konzert auf, welches zum Herzstück des Films wird, um das herum sich Liethas Lieder, seine Gedanken, Erinnerungen und Lebenswelten versammeln.
Walter Lietha
Walter Lietha kam 1950 in Basel zur Welt. Er wuchs in Arlesheim und Chur als jüngster von vier Brüdern auf. Eine Ausbildung am Lehrerseminar in Chur brach er ab, um später als 19-Jähriger eine Buchhändlerlehre zu beginnen. Im Alter von 20 Jahren sang er seine ersten eigenen Lieder, bereits 1976 wurde seine erste Platte veröffentlicht. Unter eigenem Namen, mit der «Bode-Band» oder der «Lietha-Lässer Band» auftretend, wurde er zu einer treibenden Kraft der Schweizer Musikszene, sowohl als Dichter, Sänger, Gitarrist als auch Komponist. Zudem wurde Lietha zu einem profunden Kenner des traditionellen Liedguts und seiner geschichtlichen Hintergründe.
Wichtige Stationen waren auch die Reisen als junger Tramp kreuz und quer durch Europa, etwa nach Marseille, Istanbul oder Schweden (in den Jahren 1963 bis 1970), nach Andalusien (1971), Amsterdam (1972 bis 1977) und dann auch in die USA, nach Mexiko, Indien und Brasilien.
In den Jahren 2006 bis 2012 erschien Walter Liethas Anthologie in fünf CDs mit praktisch sämtlichen Aufnahmen von 1974 bis 2012. Von etlichen Liedern, die er seither gedichtet und komponiert hat, existieren keinerlei Aufnahmen.
Jahrzehntelang leitete Walter Lietha in der Churer Altstadt ein Antiquariat und eine Buchhandlung, das «Narrenschiff». Die Buchhandlung hat er vor einiger Zeit in neue Hände übergeben und er ist mit seinem Antiquariat, mit Tausenden von geschichtsträchtigen Büchern nach Trin in die Surselva gezogen, wo er heute wohnt.
Im Film mitwirkende Protagonist:innen
Walter Lietha, Corin Curschelas, Sophie Hunger, Stephan Eicher, Michael von der Heide, Max Lässer, Bruno Spoerri
Narrenschiff-Band mit Walter Lietha – voc, g; Corin Curschelas – voc; Christian Rösli – p, keys, arr; Gabriela Krapf – voc; Urs Müler – g; Andrea Kirchhofer – v; Sarah Chaksad – sax; Lukas Traxel – db; Peter Conradin Zumthor – perc
Gäste: Fatima Dunn, Dodo Hug, Efisio Contini, Laurindo Lietha, Jon Domenic Parolini, Markus «Punky» Kenner

Bild: Walter Lietha – Foto: © https://walterlietha-film.ch/film.html
Kinostart am 16. April 2026
Vorpremieren und Specials:
- Montag – 06.04.2026, 17:00 Uhr
, Wettingen, Orient, www.orientkino.ch
– Max Lässer, Walter Lietha, Stefan Haupt
- Donnerstag – 09.04.2026, 20:00 Uhr
, Klosters, Cinema 89, www.kulturschuppen.ch
– Walter Lietha, Stefan Haupt
- Freitag – 10.04.2026, 20:00 Uhr,
Ilanz, Cinema Sil Plaz, cinemasilplaz.ch/program
– Walter Lietha, Corin Curschellas, Stefan Haupt
- Samstag – 11.04.2026, 18:30 Uhr
, Chur, Kino Apollo, www.kinochur.ch
– Walter Lietha, Corin Curschellas, Jon Domenic Parolini, Stefan Haupt
- Sonntag – 12.04.2026, 11:00 Uhr,
Zürich, RiffRaff, www.riffraff-houdini.ch
– Walter Lietha, Corin Curschellas, Bruno Spoerri, Stefan Haupt
- Sonntag – 12.04.2026, 18:00 Uhr
, Brugg, Cinema Odeon, www.odeon-brugg.ch/cinema –
Max Lässer, Stefan Haupt
- Montag – 13.04.2026, 12:15 Uhr, Zürich, Arthouse Le Paris, www.arthouse.ch
– Walter Lietha, Stefan Haupt
- Mittwoch – 15.04.2026, 12:15 Uhr,
Luzern, Kino Bourbaki, www.kinobourbaki.ch
– Urs Müller, Stefan Haupt
- Mittwoch – 15.04.2026, 18:00 Uhr,
St.Gallen, KinoK, www.kinok.ch
– Walter Lietha, Stefan Haupt
- Donnerstag – 16.04.2026, 18:00 Uhr
, Bern, Kino REX, rexbern.ch/home
– Walter Lietha, Stefan Haupt
- Weiteres vgl. Webseiten unten
cp
Kontakt:
https://www.narrenschiff.ch/ver_kat/ver_kat.php
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
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Kommentare von Daniel Leutenegger