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31. Mai 2016

DER AARGAUER DICHTER KLAUS MERZ ERHÄLT DEN RAINER-MALKOWSKI-PREIS

Der Rainer-Malkowski-Preis, den die Bayerische Akademie der Schönen Künste verleiht, geht in diesem Jahr an den Schweizer Dichter Klaus Merz (Bild). Das Stipendium erhält die Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin Efrat Gal-Ed. Die Preisverleihung findet am Montag, 24. Oktober 2016, um 19 Uhr in den Räumen der Akademie in der Münchner Residenz statt.

Foto: Pixiufilms, 2015 – CC-Lizenz: Attribution-Share Alike 4.0 International – Zur Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Klaus_Merz.jpg

Der Rainer-Malkowski-Preis ist mit einem Preisgeld von 30’000 Euro einer der höchstdotierten deutschen Literaturpreise. Das zusätzliche Stipendium ist mit 10’000 Euro dotiert. Der Preis verdankt sich der 2005 gegründeten Stiftung zur Förderung deutschsprachiger Literatur und entspricht damit dem Wunsch des 2003 verstorbenen Lyrikers Rainer Malkowski.

Klaus Merz

Charakteristisch für Klaus Merz, geboren 1945 in Aarau, ist in seiner Prosa wie in seiner Lyrik die Kürze. Das gilt für seinen Schlüsseltext «Jakob schläft», eigentlich ein Roman, bis zu seiner jüngsten Novelle «Der Argentinier». In letzter Zeit wandte sich Merz wieder stärker den Gedichten zu: «Aus dem Staub. Gedichte», 2010, «Unerwarteter Verlauf. Gedichte», 2013. «In seinen minimalistischen Gedichten gelingt es ihm, mit einem Augenaufschlag die ganze Welt zu umfassen», so aus der Begründung der Jury. «Ich bin», sagt Klaus Merz über sich, «eher ein vertikaler Erzähler, nicht ein horizontaler. Mein Versuch, es auf den Punkt zu bringen und diesen Punkt auch glühend zu machen, ist mein Anliegen und auch meine Passion.» Zu seinem 70. Geburtstag erschien eine Werkausgabe aus Lyrik und Prosa in sieben Bänden. 

Efrat Gal-Ed

Efrat Gal Ed, geboren 1956 in Tiberias, Israel, studierte Judaistik, Germanistik und Komparatistik sowie Malerei und promovierte in Jiddistik. Sie lebt als Malerin und Autorin in Köln und lehrt jiddische Literatur und Kultur an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Efrat Gal-Ed wird nicht nur für ihre Übersetzung des jiddischen Dichters Itzik Manger ausgezeichnet, dem sie auch eine umfangreiche Monografie gewidmet hat, sondern sie soll mit dem Preis auch ermuntert werden, eine grössere Anthologie der weitgehend unbekannten jiddischen Poesie vorzubereiten.

Jury: Michael Krüger, Peter Hamm und Holger Pils.

cp

Kontakt:

http://www.rainer-malkowski.de/stiftung.html

http://lexikon.a-d-s.ch/edit/detail_a.php?id_autor=1199

http://www.suhrkamp.de/autoren/efrat_gal-ed_1396.html

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 31. Mai 2016
  • Theater, Kabarett, Literatur

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