21. März 2013
Förderbeitrag 2013 der Christoph Geiser Stiftung: Stellenausschreibung
Die Christoph Geiser Stiftung hat den Zweck, die Nachlässe und Vorlässe von Schriftstellerinnen und Schriftstellern nach wissenschaftlichen Kriterien zu erschliessen und sie in geeigneter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, damit die Breite und Vielfalt der literarischen Produktion, ihrer Grundlagen und ihrer Rezeption ins öffentliche Bewusstsein getragen und im gesellschaftlichen Gedächtnis bewahrt werden.

Bild: http://www.cgst.ch/36.html
Der Stiftungsrat der Christoph Geiser Stiftung hat den Nachlass des Schweizer Schriftstellers Kuno Raeber (1922-1992) für eine vertiefte Erschliessungs- und Auswertungsarbeit ausgewählt.
Der aus Luzern stammende Künstler, der Geschichte, Philosophie und Literatur studierte, widmete sich nach einem abgebrochenen Noviziat in einem Jesuitenkloster ab 1958 der Schriftstellerei.
Sein Schaffen ist von Religion und früher Geschichte geprägt. Er fügte in seine in der Gegenwart handelnden Erzählstücke religiöse, mythische und vergangene historische Welten ein: Mythos und Realität schieben sich ineinander, der Bezug zum antiken Rom ist in den meisten Werken erkennbar.
Auf den 01. Juni 2013 sucht die Stiftung
einen lesenden Archivar / eine lesende Archivarin
mit einem Studienabschluss in deutscher Literatur, Interesse an Erschliessungsarbeiten und Publikationsfragen sowie der Fähigkeit zur selbständigen Textredaktion.
Kenntnisse der Archivmanagementsoftware Scope, in der die Erschliessungsarbeiten stattfinden, und/oder ein Flair für Informatik sind von Vorteil.
Die Stiftung geht davon aus, dass sich der Stipendiat/die Stipendiatin in Leben und Werk von Kuno Raeber gründlich einarbeitet.
Die Arbeit ist mit einem Förderbeitrag von Fr. 12’500.- auf 5 Monate zu einem Pensum von 60% geplant. Teamfähigkeit, Kontaktfreudigkeit, Flexibilität und Selbständigkeit sind wichtige Voraussetzungen für dieses Projekt.
Die Erschliessung des Nachlasses und die Folgearbeiten finden am Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) in Bern statt. Es wurde 1991 dank der Initiative Friedrich Dürrenmatts gegründet und verfügt über einzigartige Bestände zur Schweizer Literatur in allen vier Landessprachen mit Hauptgewicht auf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
mgt
Die Bewerbung ist bis zum 15. April 2013 zu richten an die
Christoph Geiser Stiftung
Munzingerstrasse 17c
3007 Bern.
Für Fragen steht der Geschäftsführer Michael Schläfli zur Verfügung.
E-Mail: info@cgst.ch
Web: www.cgst.ch
Kommentare von Daniel Leutenegger