Der «Catalogue raisonné» behandelt alle Bereiche von Sophie Taeuber-Arps Œuvre, dessen Umfang auf mindestens 1'200 Arbeiten geschätzt werden kann, gleichwertig. Dazu gehören auch die in Co-Autorschaft mit ihrem Mann Hans Arp (1886–1966) sowie mit den befreundeten Sonia Delaunay-Terk (1885–1979) und Alberto Magnelli (1888–1971) geschaffenen Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken.

Bild: Sophie Taeuber-Arp, Relief rectangulaire, cercles découpés, rondelles sur tiges, 1936, Holz, bemalt (Ölfarbe), 60,5 x 8 cm (Objektmass), Kunst Museum Winterthur. Beim Stadthaus, Dauerleihgabe aus Privatbesitz, Inv. S.2001.8., 2001 – Foto: SIK-ISEA, Zürich, Philipp Hitz
Sophie Taeuber-Arp (Davos 1889 – Zürich 1943) ist eine in der Fachwelt längst anerkannte und seit Jahrzehnten breit rezipierte Pioniergestalt der klassischen Moderne, nicht nur in der Schweiz, sondern in Europa. Sie war Teil der Zürcher Dada-Bewegung und spielte in der internationalen, konstruktivistisch ausgerichteten Avantgarde der Zwischenkriegszeit eine prägende Rolle.
Taeuber-Arp wirkte im Bereich der angewandten Kunst, ihr kunstgewerbliches Schaffen umfasst textile Werke, Möbeldesign, Wohnaccessoires und Theatermarionetten. Zudem war sie in der Architektur und Innenarchitektur tätig. Als freie Künstlerin beschäftigte sie sich mit den Medien Zeichnung, Malerei und Skulptur. Ausserhalb des Gebiets der bildenden Kunst wären der moderne Tanz, die Publizistik und die Kunstpädagogik zu nennen. Alle diese Wirkungsfelder hängen zusammen, nicht nur in ästhetischer Hinsicht, und sind ohne Taeuber-Arps Ausbildung und frühes Schaffen im Bereich der Textilgestaltung, insbesondere der Stickerei, nicht vollständig zu verstehen.
Der «Catalogue raisonné» behandelt deshalb alle Bereiche von Sophie Taeuber-Arps Œuvre, dessen Umfang auf mindestens 1’200 Arbeiten geschätzt werden kann, gleichwertig. Dazu gehören auch die in Co-Autorschaft mit ihrem Mann Hans Arp (1886–1966) sowie mit den befreundeten Sonia Delaunay-Terk (1885–1979) und Alberto Magnelli (1888–1971) geschaffenen Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken.
Das Projekt ist eine Kooperation von SIK-ISEA mit der Fondation Arp in Clamart, der Fondazione Marguerite Arp in Locarno und der Stiftung Arp e. V. in Berlin. Die drei Nachlassinstitutionen und Walburga Krupp, eine ausgewiesene Kennerin des Werks von Sophie Taeuber-Arp, stellen ihre reichen Archivbestände zur Verfügung und unterstützen das Team von SIK-ISEA mit ihrer Expertise.
Ziel des Projekts ist ein gedruckter und ein kostenlos zugänglicher «Catalogue raisonné» des Gesamtwerks von Taeuber-Arp in englischer Sprache. Alle Werke werden mit einem kontextualisierenden Kommentar sowie mit ausführlichen Angaben zu Ausstellungen, Literatur und zur Provenienz versehen.
Leitung:
Tabea Schindler, Franz Müller
Beiträge:
Franz Müller, Chiara Jaeger, Walburga Krupp, Simona Martinoli, Anna Schrader, Jana Teuscher u. a.
Partner
Fondation Arp, Clamart (Frankreich); Fondazione Marguerite Arp, Locarno-Solduno (Schweiz); Stiftung Arp e. V., Berlin (Deutschland); Walburga Krupp
Laufzeit
2025–2029
Reihe
Œuvrekataloge Schweizer Künstler und Künstlerinnen, Band 34
Quelle / Kontakt:
#SophieTaeuberArp #SophieTaeuberArpCatalogueRaisonné #SIK_ISEA #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger