17. Januar 2026
«MEHR LICHT. VIDEO IN DER KUNST»
Eine Kooperation von Aargauer Kunsthaus und Kunstmuseum Solothurn: Kunstmuseum Solothurn, vom 18. Januar bis am 17. Mai 2026 - Aargauer Kunsthaus, vom 31. Januar bis am 25. Mai 2026

Bild: © Kunstmuseum Solothurn, «Mehr Licht. Video in der Kunst», 2026

Bild: © Silvie Defraoui (*1935), Bruits de surface, 1995, 1-Kanal-Videoinstallation, Farbe, Ton Stereo, 22’56“, PAL, 4:3, Edition 2/3, Projektion mit Reflexion auf Marmor-Tischplatten, Kunstmuseum Solothurn, Ankauf, 1998 – Foto: Stefan Holenstein

Bild: © Judith Albert (*1969), Maria breit den Mantel aus (East End), 2011, 1-Kanal-Video, Farbe, Ton 4’00», HD, 16:9, Edition 1/3, Kunstmuseum Solothurn, Ankauf, 2018, Videostill
Das bewegte Bild ist allgegenwärtig – zu Hause, am Smartphone, auf der Strasse. Was einst auf flimmernden Röhrenbildschirmen begann, hat sich zu einer der spannendsten Ausdrucksformen der Kunst entwickelt: Videokunst sprengt Grenzen, spielt mit Wahrnehmungen, erzählt Geschichten – mal poetisch, mal radikal.
Die zwei komplementären Ausstellungen im Kunstmuseum Solothurn und im Aargauer Kunsthaus zeigen, welche Spuren die Videokunst zum einen in der Schweiz und zum anderen in den beiden Häusern hinterlassen hat. Dabei stehen die zwei unterschiedlichen Präsentationen miteinander in Dialog und sind zugleich auf die jeweilige Institution zugeschnitten.
Die Kooperation setzt herausragende Arbeiten der Schweizer Videokunst in Szene und bringt so die reiche Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten im Umgang mit dem Medium von den 1960er-Jahren bis heute zur Geltung. Die Ausstellungen sind allerdings nicht als retrospektiver Überblick der Schweizer Videokunst angelegt. Vielmehr sollen sie dazu anregen, sich mit der Technik und der ästhetischen Entwicklung des bewegten Bildes auseinanderzusetzen.
Sie veranschaulichen sowohl die Veränderungen zeitbasierter Medien über die Jahre hinweg als auch die innovativen künstlerischen und konzeptionellen Ansätze, die sie geprägt haben. Immer geht es auch um Fragen der Bildproduktion, des digitalen und analogen Materials sowie um die Rolle technischer Prozesse innerhalb künstlerischer Strategien. Teil des kuratorischen Teams sind auch Karin Wegmüller und Aufdi Aufdermauer, Gründer:innen der Videocompany in Zofingen. Sie bringen ihr langjähriges Know-how im Bereich Produktion und Technik von Videokunst in die Konzeption beider Ausstellungen mit ein.

Bild: Guido Nussbaum, Fernsehabend, 1982/1985, Ausstellungsansicht Aargauer Kunsthaus , Fernsehapparat, Grossdia, Lichtorgel, Radio, 4 Glühbirnen, Aargauer Kunsthaus / Ankauf © Guido Nussbaum – Foto Ullmann Photography

Bild: Emmanuelle Antille, Angels Camp – First Songs, 2003/2004, Ausstellungsansicht Schweizer Pavillon der Biennale von Venedig 2003, 4-Kanal-Videoinstallation, Farbe, Ton, 17’27” , Aargauer Kunsthaus / Depositum der Walter A. Bechtler-Stiftung – Mit Genehmigung der Künstlerin © Emmanuelle Antille – Foto: Georg Rehsteiner
Die Präsentationen vereinen Leihgaben aus öffentlichen wie privaten Sammlungen und werden ergänzt durch die Bestände beider Institutionen, in denen sich zentrale Werke der Videokunst befinden. Diese Auswahl umfasst jeweils auch neu produzierte Werke. Das Kunstmuseum Solothurn zeigt zudem Leihgaben aus dem Aargauer Kunsthaus und umgekehrt, wobei einige Kunstschaffende an beiden Orten mit unterschiedlichen Werken vertreten sind.

Bild: Christoph Rütimann, Handlauf Kürbis, 2004/2005, Ausstellungsansicht Aargauer Kunsthaus,
1-Kanal-Videoinstallation mit Kunststoffrohr, Farbe, Ton, 7’22”, Aargauer Kunsthaus / Dauerleihgabe der Walter A. Bechtler-Stiftung – © Christoph Rütimann – Foto Jörg Müller
Mit:
Judith Albert, Emmanuelle Antille, Silvie Defraoui, Alexander Hahn, Ingeborg Lüscher, Yves Netzhammer, Guido Nussbaum, Nam June Paik, Ursula Palla, Pipilotti Rist, Dieter Roth, Christoph Rütimann, Roman Signer, Werner von Mutzenbecher, Anna Winteler, Rémy Zaugg
Zusätzlich in Aarau:
Myrien Barth, Marie José Burki, Erich Busslinger, Herbert Distel & Peter Guyer, Thomas Galler, Hervé Graumann, Eric Hattan, Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Daniela Keiser, Zilla Leutenegger, Urs Lüthi, Klaus Lutz, Manon, Christian Marclay, Muda Mathis, Sus Zwick, Fränzi Madörin, Dieter Meier, Chantal Michel, Claudia & Julia Müller, Alexandra Navratil, Augustin Rebetez, Hannes Rickli, Hannes Schüpbach, Veronika Spierenburg, Nick Walter

Bild: Augustin Rebetez, Moi non plus Oiseaux (aus der Serie Arrière-tête (mécanismes)) (Detail Videostill), 1992,
1-Kanal-Video, Farbe, Ton, 5’25”, Aargauer Kunsthaus / Ankauf – Mit Genehmigung des Künstlers © Augustin Rebetez
Zusätzlich in Solothurn:
Ian Anüll, collectif_fact, Véronique Goël, Michel Grillet, Susanne Hofer, Reinhard Manz, !Mediengruppe Bitnik, Gérald Minkoff & Muriel Olesen, Shahryar Nashat, Élodie Pong, René Pulfer, Anina Schenker, Annelies Štrba, Studer / van den Berg, Lena Maria Thüring, Timo Ullmann & René Müller, Costa Vece, Hannes Vogel, Anna Winteler & Monica Klingler
und weiteren prägenden Positionen

Bild: Dieter Meier, Shutter (Detail Videostill), 1969, 1-Kanal-Video, Farbe, ohne Ton, 2’19», Aargauer Kunsthaus / Ankauf
– Mit Genehmigung des Künstler © Dieter Meier
Gemeinschaftlich kuratiert von:
Aufdi Aufdermauer (Videocompany), Simona Ciuccio (Leiterin Sammlung + Ausstellungen Aargauer Kunsthaus), Tessa Prati (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Aargauer Kunsthaus), Tuula Rasmussen (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstmuseum Solothurn), Katrin Steffen (Direktorin Kunstmuseum Solothurn), Karin Wegmüller (Videocompany)

Bild: Alexandra Navratil, The Fluttering Being (Detail Videostill), 2022, 1-Kanal-Video, Farbe, Ton, 5’20» –
Mit Genehmigung der Künstlerin
© Alexandra Navratil
Publikation
Begleitend zu den Ausstellungen in Aarau und Solothurn entsteht eine Publikation, die anhand von Texten, Gesprächen und Beiträgen beteiligter Kunstschaffender vielfältige Einblicke in die Schweizer Videokunst gibt. Die Publikation versteht sich als Hommage an eine sich fortwährend wandelnde Kunstform und verbindet Texte mit umfangreichem visuellem Material zu einem eigenständigen, experimentellen Druckobjekt. Im Vordergrund stehen individuelle Erfahrungen und Sichtweisen sowie die Vielstimmigkeit des facettenreichen Videoschaffens.
Mit Beiträgen von Aufdi Aufdermauer, Simona Ciuccio, Eva Kuhn, Maud Pollien, René Pulfer, Felix Rauh, Katrin Steffen sowie Aussagen vieler beteiligter Kunstschaffender.
Gestaltung: Groenlandbasel
Buchvernissage:
Sa 28.3.2026 ab 16 Uhr im Kunstmuseum Solothurn
Launch der Publikation und Performance von Les Reines Prochaine
cp
Kontakt:
https://www.kunstmuseum-so.ch/de/ausstellungen/3274-mehr-licht-video-in-der-kunst
https://aargauerkunsthaus.ch/de/ausstellung/mehr-licht/

Bild: Erich Busslinger, Moi non plus (Detail Videostill), 1992, 1-Kanal-Video, Farbe, Ton, 4’55”,
Aargauer Kunsthaus / Ankauf
– Mit Genehmigung des Künstlers © Erich Busslinger
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Kommentare von Daniel Leutenegger