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4. Juni 2026

DIE JODLERIN UND KULTURVERMITTLERIN NADJA RÄSS ERHÄLT DEN SCHWEIZER GRAND PRIX MUSIK 2026

Das Bundesamt für Kultur (BAK) vergibt zum 13. Mal die Schweizer Musikpreise. Neben der Auszeichnung der Jodlerin und Kulturvermittlerin Nadja Räss (Bild) mit dem Schweizer Grand Prix Musik würdigt das BAK zehn weitere Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen. Die Preisverleihung findet am 19. September 2026 anlässlich des Festivals Label Suisse in der Salle Paderewski im Casino de Montbenon in Lausanne statt. Die Schweizer Musikpreise werden vom Bundesamt für Kultur im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) verliehen. Der Schweizer Grand Prix Musik ist mit 100’000 Franken dotiert, die sieben Schweizer Musikpreise sind mit je 40’000 Franken und die drei Spezialpreise Musik mit je 25’000 Franken dotiert.

Nadja Räss © Pati Grabowicz

Bild: Nadja Räss – Foto: © Pati Grabowicz

Der Schweizer Grand Prix Musik 2026 geht an Nadja Räss (Einsiedeln). Die Sängerin, Pädagogin und Netzwerkerin gehört zu den wichtigsten Stimmen der Schweizer Jodelkultur. Nach dem klassischen Gesangsstudium widmete sie sich ganz der Jodelkultur und sie ist seit 2018 Professorin an der Hochschule Luzern. Sie war massgeblich daran beteiligt, dass das Jodeln in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. 2025 erhielt sie mit dem Goldenen Violinschlüssel die höchste Auszeichnung der Schweizer Volksmusik.

Folgende zehn Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen erhalten 2026 eine Auszeichnung:

Domi Chansorn – Musizieren mit der Hingabe eines spielenden Kindes:

Domi Chansorn (Huttwil / Zürich) komponiert, produziert und spielt zahlreiche Instrumente. Das Multitalent bewegt sich zwischen unterschiedlichsten Genres und sucht in jedem davon dieselbe Essenz: den ehrlichen, ungeschützten Moment.

Ensemble ö! – Neugier und Konsequenz im Universum der Neuen Musik:

Das Ensemble ö! (Chur) widmet sich seit über zwei Jahrzehnten der zeitgenössischen Musik. 2002 von David Sontòn Caflisch gegründet, hat es die Neue Musik in Graubünden verankert und ist heute fester Bestandteil der Schweizer Szene.

Esther Hoppe – Geigerin zwischen Musik und Mensch:

Esther Hoppe (Zug / Zollikerberg) verfolgt seit über zwei Jahrzehnten eine internationale Karriere als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin. 2025 übernahm sie die künstlerische Leitung der Camerata Zürich.

Flèche Love – Experimentallabor und persönliche Heilung:

Flèche Love ist das Hauptprojekt von Amina Cadelli (Troinex / Genf). Elektronik, Gesang, Tanz und Performance ergeben ein Werk, das sich jeder Einordnung entzieht. Thematisch kreist die Arbeit um Heilung, Wiederverbindung, Feminismus und die Frage, was es heisst, zwischen Kulturen zu leben.

Louis Schild – Hyperaktiver Performer des Klangs:

Louis Schild (Lausanne) bewegt sich zwischen Improvisation, Noise, Rock und zeitgenössischer Musik. Als Bassist, Komponist und Performer prägt er die freie Szene der Romandie.

Patricia Draeger – Akkordeonistin zwischen den Kulturen:

Patricia Draeger (Zug / Meierskappel) ist seit Jahrzehnten zwischen Volksmusik, Jazz und den Klängen weiterer musikalischer Traditionen unterwegs. Ihr Akkordeon versteht sie als verbindendes Element zwischen Musikerinnen und Musikern diverser Kulturen.

Ruedi Häusermann – Erfinder einer musiktheatralischen Sprache:

Ruedi Häusermann (Lenzburg) ist Musiker, Komponist und Regisseur. Über Jahrzehnte hat er eine Kunstform entwickelt, die geschriebene Musik und Improvisation mit szenischen Ideen verbindet, inspiriert von Menschen und der Natur.

Spezialpreise Musik 2026 für Personen oder Institutionen mit wichtigem Beitrag zur Musikszene:

Café Bar Mokka – Ein Thuner Planet, auf dem Subkultur ihr Zuhause fand:

Die Café Bar Mokka (Thun) ist seit 1986 ein unabhängiger Kulturort abseits des Mainstreams. Über 6’000 Konzertabende und seine Bedeutung als sozialer Raum machen das «Mokka» zu einem Nährboden für Sound und Subkultur, wo die Community stärker ist als Einzelinteressen.

Intakt Records – Musikhaus für Jazz und grenzüberschreitende Musik:

Intakt Records (Zürich) initiiert seit 1986 Veröffentlichungen in der Schweiz, Europa und den USA. Der Katalog umfasst über 455 Releases – ohne Spartengrenzen, stets dort, wo Musik politische und gesellschaftliche Fragen mitdenkt.

La Via Lattea – Musikalische Pilgerreisen mit der Landschaft als Schauplatz:

La Via Lattea (Vacallo) ist ein kulturelles Projekt des Tessiner Komponisten Mario Pagliarani. Seit 2004 schafft es Hörerlebnisse an ungewöhnlichen Orten, bei denen die Landschaft zum Schauplatz wird.

Quelle / Kontakt:

https://www.admin.ch/de/newnsb/_540Iwmn6ZiUzxSqqcHEn

Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:

https://ch-cultura.ch/?s=nadja+r%C3%A4ss

JOD­LE­RIN NAD­JA RÄSS KANN DEN «GOL­DE­NE­NEN VIO­LIN­SCHLÜS­SEL 2025» ENT­GE­GE­GEN NEH­MEN

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  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 4. Juni 2026
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Musik und Tanz, Musikproduktion, -verlag und -vertrieb, Volkskultur

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