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4. Juli 2026

LUZERNER SPIELEMUSEUM GAMEORAMA MUSS EINE VIERTELMILLION FRANKEN BILLETTSTEUERN NACHZAHLEN

«Seit der Gründung des Museums im Jahr 2020 erfreut sich das Haus bei der Bevölkerung grosser Beliebtheit. So gross, dass das Gameorama am Hirschengraben ins ehemalige Postgebäude nebenan ziehen und sich auf zwei Etagen ausbreiten konnte.», schreibt Christian Bucher auf dem Innerschweizer Online-Portal «zentralplus.ch». Aber: «Ende 2025 kam (…) der Hammer. Die Stadt Luzern forderte vom Gameorama die Billettsteuer ein. Rund zehn Prozent von jedem verkauften Ticket. Und zwar rückwirkend seit 2021. Der geschuldete Betrag: rund 250'000 Franken.»

© Gameorama, https://www.facebook.com/photo/?fbid=1464759395652921&set=a.129819785813562

Bild: © Gameorama, https://www.facebook.com/photo/?fbid

Das Spielemuseum Gameorama in Luzern hätte eigentlich Grund zum Feiern. Denn das interaktive Museum, das Brettspiele, Videospiele und eine VR-Arena unter einem Dach vereint, ist eines von 15 nationalen Museen, die für den Schweizer Museumspreis nominiert sind. Und kürzlich wurde es im KKL mit dem Newcomer-Preis der Tourismus Awards geehrt.

Nach eigenen Angaben ging das Team hinter dem Spielemuseum davon aus, dass die Billettsteuer als Veranstaltungssteuer für ein dauerhaft betriebenes Museum nicht anwendbar sei. «Das Gameorama erhob Einsprache gegen die Forderung der Stadt, unterlag jedoch vor Kantonsgericht. In der Folge mussten Angela Vögtli und ihr Team reagieren und beispielsweise die Ticketpreise erhöhen. Ein Flohmarkt sollte zusätzlich Geld einbringen», wie Bucher berichtet. Denn, wie Vögtli auf Anfrage von «zentralplus.ch» schreibt: «Die zusätzlichen Belastungen können wir mit den laufenden Einnahmen nicht auffangen.»

Das Gameorama Team: (v.l.) Marco Röllin, Angela Vögtli und Jerome Müller - Foto: © Gameorama

Bild: Das Gameorama-Team: (v.l.) Marco Röllin, Angela Vögtli und Jerome Müller – Foto: © Gameorama

«Darum hat das Museum Gesuche bei Stiftungen sowie der Stadt Luzern eingereicht, um den finanziellen Schaden abzufedern. Ohne Erfolg, wie sich jetzt zeigt», so Bucher. Die Gesuche wurden allesamt abgelehnt. Immerhin habe der Flohmarkt rund 4’500 Franken eingebracht. Ausserdem unterstützen zahlreiche Gönnerinnen und Gönner das Gameorama mit jährlich etwa 10’000 Franken. Für ein Museum, das bislang keine regelmässigen Strukturbeiträge oder Fördergelder erhält, reiche dies jedoch nicht aus.

Dennoch erfahre das Spielmuseum viel Solidarität. «Die Erhöhung der Eintrittspreise wurde erfreulicherweise ohne nennenswerte Widerstände akzeptiert», schreibt Vögtli.

Das Gameorama – und viele andere Kulturbetriebe in Luzern – müssen die Billettsteuer nur noch bis Ende Jahr berappen. Die heftig diskutierte Steuer wird per 1. Januar 2027 abgeschafft («zentralplus» berichtete).

Zum ganzen Bericht:

https://www.zentralplus.ch/kultur/viertelmillion-muss-her-so-stopft-gameorama-das-loch-2881824

Video:

Drohnenflug durch das Gameorama

Kontakt:

https://www.gameorama.ch/de/news

https://www.gameorama.ch/de/news/2026/billetsteuer

#Gameorama #GameoramaLuzern #BillettsteuernGameorama #BillettsteuernLuzern #AngelaVögtli #ChristianBucher #zentralplus #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 4. Juli 2026
  • Freizeit und Sport, Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Multimedia und Internet, Museum, Ausstellung, Galerie, Politik und Gesellschaft, Unterhaltung, Show, Zirkus, VeranstalterInnen, Lokale, Bühnentechnik

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