Der am 14. April 1957 in Esslingen (Deutschland) geborene und nach Stationen in Zürich und in der italienischen Provinz Bergamo seit 2010 in Rüschegg (BE) wohnhaft gewesene Kunstmaler Xerxes Ach (Bild) ist am 22. August 2025 gestorben, wie jetzt bekannt wurde. Er lebte mit der Schweizer Künstlerin Silvia Gertsch zusammen, teilte sich mit ihr das gemeinsame Atelier im Schwarzenburgerland und stellte auch zusammen mit ihr aus (so 2015/16 im Kunstmuseum Bern).

Bild: Xerxes Ach bei der Arbeit in seinem Atelier in Rüschegg © Silvia Gertsch, Xerxes Ach, Rüschegg, http://blog.kunstmuseumbern.ch/ein-gespraech-mit-xerxes-ach/
Er war ein Farbalchemist, der Licht zum sinnlichen Erlebnis machte
Abstrakt, grossflächig und vielschichtig malte er – und er tat dies vor allem nachts, weil man dann die grösste Ruhe habe. Die Erinnerung an die grosse Doppelausstellung «Sinnesreize» von Xerxes Ach und Silvia Gertsch (…) im Kunstmuseum Bern ist immer noch lebendig.
Die quadratischen Bildformate von Xerxes Ach in der Reihe «Cosmic Light» hatten durch die perfekt ausbalancierte Kontrastwirkung von Dunkelheit und Helligkeit etwas von Ikonen mit einem Strahlenkranz. Die magische Wirkung stellte sich ein, weil die Bilder aus mehreren unterschiedlichen Farbschichten aufgebaut waren und aus grosser Tiefe heraus leuchteten.
(…) Xerxes Ach ging es letztlich darum, innere Visionen in Bilder umzusetzen und die Eigenschaften von Licht und Strahlkraft für den Betrachter zum sinnlichen Erlebnis zu machen.
Alexander Sury
«Bei meiner Malerei geht es in erster Linie darum, die Sinne ausschliesslich durch Farbe zu stimulieren, subtile visuelle Erfahrungen zu erkennen sowie Materialisierung und Visualisierung durch die unbegrenzten Möglichkeiten der Malerei sichtbar zu machen.», sagt Xerxes Ach über seine Arbeit. Der Künstler erweitert das Konzept der monochromen Malerei, weil er jeweils mehrere Farben benutzt um einen monochromen Eindruck zu erzeugen. Ein Farbfeld ist bei Xerxes Ach alles andere als eine dichte, undurchdringliche, geschlossene Fläche. Es ist ein zartes Geflecht aus quellenden und vibrierenden Farbtönen und komprimierter Zeit.
https://www.bernhardbischoff.ch/de/xerxes-ach/
Farbe und Gemälde erscheinen stofflich und raumbildend. Frühe Werke verbergen ihre Vielfarbigkeit noch hinter vordergründiger Monochromie, mittlerweile präsentieren sie sie offen. Für Ach ist Malerei materielles Neben-, Mit- und Übereinander von Farben. Die Effekte ihres Zusammenspiels bewirken beim Betrachten visuelle Erfahrungen, die mehr erscheinen lassen als materiell fassbar ist. Achs Bilder faszinieren durch die der Malerei eigenen Mittel.
Désirée Antonietti von Steiger, 2007
https://recherche.sik-isea.ch/en/sik:person-4027541/in/sikart/actor

Bild: Xerxes Ach und Silvia Gertsch mit je einem Werk von ihr (links) und ihm (rechts) im Kunstmuseum Bern – Foto: © Elisa Häni / SRF 2015
Audio / Videos:
Radio SRF 1, Regionaljournal BE FR VS, 27.12.2015, 20:26 Minuten
Silvia Gertsch und Xerxes Ach: wie zwei Waagschalen
Fernsehen SRF, 19.07.2020, 46 Minuten
«Kunst hoch zwei» mit Silvia Gertsch und Xerxes Ach
«Kunst im Klub» mit Silvia Gertsch & Xerxes Ach im Klub am Bärenplatz Bern
Mehr:
https://www.hommages.ch/de/traueranzeige/xerxes-ach
https://recherche.sik-isea.ch/en/sik:person-4027541:exp/in/sikisea/actor
https://prohelvetia.ch/app/uploads/2023/12/cha-002_1997_000-02-Ach.pdf
http://blog.kunstmuseumbern.ch/ein-gespraech-mit-xerxes-ach/
https://www.bernhardbischoff.ch/wp-content/uploads/XA_Biografie_2018.pdf
https://www.bernhardbischoff.ch/de/xerxes-ach/
https://www.kunstbulletin.ch/de/users/xerxes-ach
https://www.artnet.de/k%c3%bcnstler/xerxes-ach/biografie
https://www.nzz.ch/feuilleton/silvia-gertsch-und-xerxes-ach-kuenstlerpaar-im-portraet-ld.1758437

Bild: Xerxes Ach, Cosmic Light, 2013, Eitempera auf Baumwolle, 150 x 150 cm. – Foto: Kunstmuseum Bern, http://blog.kunstmuseumbern.ch/ein-gespraech-mit-xerxes-ach/
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
#XerxesAch #SilviaGertsch #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+
Kommentare von Daniel Leutenegger