28. August 2025
«BAGUS PANDEGA. SUMBER ALAM»
Ausstellung in der Kunsthalle Basel, vom 29. August bis am 16. November 2025

Bild: © Bagus Pandega und Kei Imazu, Artificial Green by Nature Green v.5, 2025, Installationsansicht, in: «Bagus Pandega, Sumber Alam», Kunsthalle Basel, 2025 – Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Bild: © Bagus Pandega und Kei Imazu, Artificial Green by Nature Green v.5, 2025, Detail, in: «Bagus Pandega, Sumber Alam», Kunsthalle Basel, 2025 – Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel
Mit «Sumber Alam» präsentiert die Kunsthalle Basel die erste institutionelle Einzelausstellung von Bagus Pandega (geb. 1985) in Europa. Über mehrere Räume hinweg entfaltet sich die Ausstellung als eine choreografierte Abfolge von Arbeiten, die miteinander in Beziehung treten: Sie verbinden lyrische Sensibilität mit einem ausgeprägten Interesse an technologischen Prozessen und zeichnen die Verflechtungen von Maschinen, Signalen und lebenden Organismen nach.
Auf Basis intensiver Feldforschung befasst sich die Ausstellung mit der Umweltproblematik Indonesiens, wo ausufernde Palmölplantagen und der Nickelbergbau massive Auswirkungen auf Landschaften und Existenzgrundlagen der Menschen haben.
Pandega übersetzt diese Dynamik in ein Ökosystem interagierender Maschinen und Signale: Eine programmierte Löschmaschine, eine Klanginstallation aus dem
Holz gerodeter Wälder und ein videospielartiger Bergbausimulator untersuchen, welchen Einfluss extraktives, auf Rohstoffgewinnung basierendes Wachstum auf die Umwelt und das tägliche Leben hat.

Bild: Bagus Pandega, L.O.O.P. (Loss Overgrown Organic Pulse), 2025, Detail, in: «Bagus Pandega, Sumber Alam», Kunsthalle Basel, 2025 – Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Bild: «Bagus Pandega, Sumber Alam», Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2025 – Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel
Der Titel «Sumber Alam» oder «Quelle der Natur» verweist auf die materiellen Ressourcen und symbolischen Kräfte, die in dieser Ausstellung am Werk sind. Pandega sieht in Objekten keine statischen Elemente, sondern vitale Akteure, die die Welt um sich herum aufnehmen, ihr als Echoraum dienen und sie neu gestalten. Materialien wie Nickel oder Holz und Biofeedback-Signale werden Teil eines so fragilen wie komplexen Netzwerks, in dem Pflanzen Bewegung auslösen und Maschinen natürliche Rhythmen spiegeln.
Indem er industrielle Materialien und mechanische Prozesse neu zusammenfügt, eröffnet Pandega einen Raum, in dem die Natur sich zurückmeldet. Wenn Holz summt, Nickel Impulse sendet und Pflanzen Maschinen steuern, tritt die aktive Rolle nicht-menschlichen Lebens inmitten unserer Systeme spürbar hervor.
Die Ausstellung bietet keine fertigen Antworten, sondern lädt die Besucher:innen ein, sich einen Weg durch energetische Kreisläufe zu suchen, zwischen Wachstum und Zerfall, Erinnerung und Auslöschung. Sie hinterfragt die Kosten eines vermeintlich nachhaltigen Fortschritts und skizziert eine Zukunft, die nicht von Ausbeutung, sondern von der Natur selbst gelenkt wird.
khb
Kontakt:
https://kunsthallebasel.ch/de/exhibitions/bagus-pandega

Bild: «Bagus Pandega, Sumber Alam», Ausstellungsansicht, Kunsthalle Basel, 2025 – Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel

Bild: © Bagus Pandega, Swara Sirna, 2025, Detail, in: «Bagus Pandega, Sumber Alam», Kunsthalle Basel, 2025 – Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel
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Kommentare von Daniel Leutenegger