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19. Mai 2026

LUZERN: FRITZ-GERBER-AWARD 2026 FÜR PIETRO ELIA BARCELLONA, BÁRBARA RIBEIRO UND BENJAMIN FRUEH

Der Kontrabassist Pietro Elia Barcellona, die Perkussionistin Bárbara Ribeiro und der Geiger Benjamin Frueh erhalten den Förderpreis Fritz-Gerber-Award 2026 im Rahmen der Lucerne Festival Academy.

Pietro Elia Barcellona, Bárbara Ribeiro und Benjamin Frueh, Gewinner*in des Fritz-Gerber-Awards 2026 © Stepjan Kaffa / zvg / Brittany Hudson

Bilder (von links): Pietro Elia Barcellona (Foto © Stepjan Kaffa), Bárbara Ribeiro (Foto zVg) und Benjamin Frueh (Foto © Brittany Hudson)

Bereits zum zwölften Mal vergibt die Fritz-Gerber-Stiftung im Sommer 2026 gemeinsam mit dem Lucerne Festival den Fritz-Gerber-Award an drei junge Musiker:innen im Bereich der zeitgenössischen Musik. Dieses Jahr geht die Auszeichnung an den italienischen Kontrabassisten Pietro Elia Barcellona, den schweizerisch-amerikanischen Geiger Benjamin Frueh und die portugiesische Perkussionistin Bárbara Ribeiro. Sie erhalten jeweils ein Preisgeld von CHF 10’000. Darüber hinaus ermöglicht die Stiftung den Gewinner:innen die Teilnahme an der Lucerne Festival Academy 2026 im Gesamtwert von ebenfalls je CHF 10’000.

Der Fritz-Gerber-Award richtet sich an junge Künstler:innen, die entweder die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen oder seit mindestens drei Jahren in der Schweiz wohnen. Sie werden von einer Jury ausgewählt, die 2026 aus Sebastian Nordmann, dem Intendanten von Lucerne Festival, Mark Sattler, Co-Leiter Contemporary und Dramaturg von Lucerne Festival, und Jack Adler-McKean, Coaching Program Coordinator der Lucerne Festival Academy, besteht.

«Dass jedes Jahr drei junge Musiker:innen über die Auszeichnung des Fritz-Gerber-Awards die Möglichkeit erhalten, an der Lucerne Festival Academy teilzunehmen, macht uns stolz», kommentiert Sebastian Nordmann. «Wie Lucerne Festival investiert auch die Fritz-Gerber-Stiftung in eine junge, hochprofessionelle Künstler:innengeneration, die sich für die Musik von heute engagiert. Alle drei Preisträger:innen konnten uns aufgrund ihrer künstlerischen Exzellenz, ihres Verständnisses für zeitgenössische Musik und ihrer Ausstrahlung überzeugen.»

Pietro Elia Barcellona, 1997 in Italien geboren, ist Kontrabassist, Komponist und Improvisator mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer und experimenteller Musik. Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen komponierter und improvisierter Musik und erforscht deren Wechselwirkungen sowie Fragen von Körperlichkeit, Zeitlichkeit und Hören. Er arbeitete mit Komponisten wie Beat Furrer und Helmut Lachenmann und trat bereits bei renommierten Festivals wie dem ManiFeste in Paris und der Gaudeamus Muziekweek in Utrecht auf. Zudem ist er regelmässig mit Ensembles wie Asko|Schönberg und dem Collegium Novum Zürich zu hören. Als Solist wurde Barcellona 2025 mit dem Kranichsteiner Musikpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt ausgezeichnet. Seine Ausbildung absolvierte er in Amsterdam und Basel, wo er sich auf zeitgenössische Musik spezialisierte und derzeit einen weiteren Masterstudiengang im Bereich Open Creation sowie eine Promotion im Fach Improvisation verfolgt.

Der Geiger Benjamin Frueh wurde 2005 in Columbia (USA) geboren, er besitzt die amerikanische und Schweizer Staatsbürgerschaft und lebt derzeit in Appleton, wo er im dritten Studienjahr am Lawrence Conservatory of Music bei Samantha George studiert. Seit jeher arbeitet er eng mit seinem Bruder, dem Pianisten Kai Frueh, zusammen; gemeinsame Konzerttätigkeiten führten sie bereits in die USA und in die Schweiz. Zudem veröffentlichten sie ein Album mit Werken, die speziell für sie komponiert wurden. Orchestererfahrung sammelte Benjamin Frueh unter der Leitung von Carlos Miguel Prieto und Daniel Harding im National Youth Orchestra of the United States of America. Derzeit realisiert Frueh gemeinsam mit Isaac Epley und Isabelle Olsen eine Aufnahme von Klarinettentrios am Konservatorium in Lawrence, die unter anderem eine Auftragskomposition von Zachary Good umfasst.

Die 23-jährige Portugiesin Bárbara Ribeiro ist eine Perkussionistin, deren künstlerische Arbeit sich auf zeitgenössische und improvisierte Musik im solistischen wie kammermusikalischen Kontext konzentriert. Konzerttätigkeiten führten sie bereits in wichtige Konzertsäle Europas sowie zu Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen und den Murten Classics. Sie arbeitet mit Ensembles wie dem Collegium Novum Zürich zusammen, zudem ist sie Mitglied des Trios zIKzAk. Ribeiro wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Kiefer Hablitzel | Göhner Musikpreis 2025, dem 1. Preis beim Wettbewerb für Interpretation zeitgenössischer Musik der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) 2024 sowie dem 2. Preis bei der Italy PAS International Marimba Competition 2022. Ribeiro absolvierte ihren Bachelor an der ZHdK, wo sie bei Klaus Schwärzler, Raphael Christen und Benjamin Forster studierte, und sie vertieft derzeit ihre Ausbildung im Masterstudiengang Musikpädagogik.

Quelle / Kontakt:

https://www.lucernefestival.ch/de/news/247

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  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 19. Mai 2026
  • Feste / Festivals / Messen / Börsen, Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Musik und Tanz

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