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10. Juli 2014

José María Sánchez García gewinnt den vierten BSI Swiss Architectural Award

Der spanische Architekt José María Sánchez García (Bild) konnte sich unter 27 TeilnehmerInnen aus 16 Ländern als Sieger der vierten Ausgabe des BSI Swiss Architectural Award durchsetzen. Der Gewinner nimmt den mit 100'000 Franken dotierten Preis am 18. September 2014 in der Accademia di architettura di Mendrisio (Università della Svizzera Italiana) entgegen. Die von den KandidatInnen eingereichten Arbeiten sind Gegenstand einer Ausstellung, die anlässlich der Preisverleihung eröffnet wird.

Foto: http://arquitecturaysociedad.org/arquitectura-iberica/

José María Sánchez García (Spanien) ist der Preisträger des vierten BSI Swiss Architectural Award. Gestiftet wird die internationale Architekturauszeichnung von der BSI Architectural Foundation unter der Schirmherrschaft des Bundesamts für Kultur (BAK) in Bern und der Accademia di architettura in Mendrisio (Universität der italienischen Schweiz), in Zusammenarbeit mit dem Archivio del Moderno in Mendrisio.

Mit einem Preisgeld von 100’000 Franken zählt der BSI Swiss Architectural Award international zu den am höchsten dotierten Architekturpreisen. Der Preis wird dem Gewinner am 18. September 2014 anlässlich einer Feier in der Accademia di architettura in Mendrisio (Schweiz) übergeben. Am selben Tag öffnet eine Ausstellung ihre Pforten, in der die von den Kandidaten eingereichten Arbeiten präsentiert werden.

Der nun zum vierten Mal verliehene internationale Architekturpreis BSI Swiss Architectural Award wird alle zwei Jahre vergeben. Er soll auf Architekten aus aller Welt aufmerksam machen, die mit ihren Werken zur Diskussion und Praxis der zeitgenössischen Architektur beitragen – und die dabei besonders sorgsam mit der Landschaft und Umwelt umgehen. Die TeilnehmerInnen müssen jünger als 50 Jahre sein.

SanchezGarcia

Bild: © José Maria Sanchez Gàrcia – Sports Innovation Centre «The Ring», Guijo de Granadilla, Cáceres (Spain, 2008-2009) – Aerial view – Photo Studio José Maria Sanchez Garcia

Der Sieger der Ausgabe 2014, José María Sánchez García, wurde aus 27 KandidatInnen aus 16 Ländern ausgewählt. Die Jury hat sich einstimmig dafür entschieden, den diesjährigen BSI Swiss Architectural Award José María Sánchez García für folgende Arbeiten zu verleihen: die Umgebungsgestaltung des Dianatempels in Merida (2005-2008), das internationale Zentrum für Outdoorsport «el Anillo» in Guijo de Granadilla (Cáceres, 2008-2009) und das Kanuzentrum Alange (Badajoz, 2008-2010).

Der Vorsitzende der Jury, Mario Botta, erklärte: «Die von José María Sánchez García präsentierten Arbeiten sprechen für die Reife dieses noch nicht einmal 40jährigen Architekten, der mit der gleichen Entschiedenheit und Präzision unterschiedliche Programme und Kontexte angeht, die von der Umgebungsgestaltung einer archäologischen Stätte im Stadtgebiet bis zum Bau einer Sportinfrastruktur in einer beliebten Kulturlandschaft reichen. Seine Arbeiten sind gemässigt und kraftvoll zugleich – frei von formaler Selbstdarstellung. Sie ordnen und gestalten den jeweiligen Ort, indem sie seine spezifischen Qualitäten hervorheben. Die für den Architekten kennzeichnende formale Reduktion geht mit einer grossen Sensibilität bei der Interpretation des Ortes einher, durch die ein fruchtbarer Dialog entsteht.«

»Ein Sieg«, so Mario Botta weiter, »der gegen eine starke Konkurrenz errungen wurde, die eine breitgefächerte Auswahl an Projekten und Ansätzen präsentierte. Dies bestätigt die Richtigkeit der Auswahlkriterien, die sich auf Empfehlungen von Beratern stützen und untermalt den wirklich internationalen Charakter der Auszeichnung.»

In der Jury des vierten BSI Swiss Architectural Award führte Mario Botta (Schweiz) den Vorsitz. Die Jurymitglieder waren Alberto Campo Baeza (Spanien), Marc Collomb (Schweiz, Direktor der Accademia di architettura in Mendrisio), Charles Kleiber (Schweiz, Präsident der BSI Architectural Foundation) und Bruno Reichlin (Schweiz). Als für den Preis zuständiger Sekretär fungierte Nicola Navone (Schweiz).

Die KandidatInnen des BSI Swiss Architectural Award 2014 wurden von einem Beraterkomitee ausgewählt, das aus Architekten und international anerkannten Kritikern bestand, wie Solano Benitez (Paraguay – Preisträger des ersten BSI Swiss Architectural Award), Barry Bergdoll (USA), Ole Bouman (Niederlande), Luis Fernandez Galiano (Spanien), Sean Godsell (Australien), Diébédo Francis Kéré (Burkina Faso / Deutschland – Gewinner des zweiten BSI Swiss Architectural Award), Shelley McNamara (Irland), Rahul Mehrotra (Indien), Mohsen Mostafavi (USA), Valerio Olgiati (Schweiz). Eine repräsentative Mannschaft, zu der auch die beiden letzten Gewinner des Pritzker-Preises, Toyo Ito (Japan) und Eduardo Souto de Moura (Portugal), zählten.

Die KandidatInnen des BSI Swiss Architectural Award 2014 waren: Boyd Cody Architects (Irland), Arno Brandlhuber (Deutschland), Tom de Paor (Irland), Anne Feenstra / Office Arch i platform (Niederlande / Indien), Toni Gironès (Spanien), Hall McKnight (Nordirland), Go Hasegawa (Japan), Akihisa Hirata (Japan), Hollmén, Reuter, Sandman (Finnland), Höweler + Yoon Architecture (USA), Kumiko Inui (Japan), johnstonmarklee (USA), Carla Juaçaba (Brasilien), LTL ARCHITECTS (USA), MAP Studio – Magnani Pelzel Architetti Associati (Italien), onishimaki + hyakudayuki architects (Japan), Lassila Hirvilammi Architects / OOPEAA – Office for Peripheral Architecture (Finnland), Sameep Padora (Indien), Smiljan Radic (Chile), Camilo Restrepo Ochoa (Kolumbien), Rintala Eggertsson Architects (Norwegen), Mauricio Rocha (Mexiko), José María Sánchez García (Spanien), Sergison Bates Architects (Grossbritannien), Studio Weave (Grossbritannien), TYIN tegnestue Architects (Norwegen), Raphael Zuber (Schweiz).

Preisträger José María Sánchez García

José María Sánchez García wurde 1975 in Don Benito (Badajoz, Spanien) geboren und hat sein Studium 2002 an der Escuela Tecnica Superior de Arquitectura de Madrid (ETSAM) abgeschlossen, wo er als assoziierter Professor für die Planung tätig ist. 2006 eröffnete er sein eigenes Architekturbüro in Madrid.

Er gewann den Wettbewerb des internationalen Magazins Architectural Review «AR+D Awards for Emerging Architecture» (2009), den Design Vanguard 2009 Award, den IXEuropean Prize for Architecture Philippe Rotthier (2011), eine Auszeichnung für junge Architekten an der XI Bienal Española de Arquitectura y Urbanismo sowie den Preis der VII Bienal Española de Arquitectura y Urbanismo. Sein Werk wurde für den X Contractworld Award 2010, den Zumtobel Group Award 2012 und den Mies van der Rohe Award 2013 ausgewählt und wurde in verschiedenen Publikationen in Spanien und im Ausland publiziert.

Er wurde an die Cornell University in Ithaca, New York eingeladen, erteilte Unterricht und hielt Konferenzen am RIBA-Royal Institute of British Architects und an zahlreichen Universitäten in Spanien und im Ausland. Von 2007-2008 war er Stipendiat der Reale Accademia di Spagna in Rom.

Zu seinen Werken zählen: Umgebungsgestaltung des Dianatempels in Merida(Spanien, 2005-2008), das internationale Zentrum für Outdoorsport «el Anillo» in Guijo de Granadilla, Cáceres (Spanien, 2008-2009), das Kanuzentrum Alange (Spanien, 2008-2010, die Tourismusinfrastruktur im Castillo de la Luna in Alburquerque, Badajoz, und im Convento de San Juan de Dios in Olivenza, Badajoz (Spanien, noch im Bau).

BSI ARCHITECTURAL FOUNDATION

Die BSI Architectural Foundation ist eine Stiftung der BSI AG, die das öffentliche Bewusstsein, die Ausbildung und die Forschung im Bereich der Architektur fördert. Zweck der Stiftung ist insbesondere die alle zwei Jahre erfolgende Vergabe eines Architekturpreises (BSI Swiss Architectural Award) und die Unterstützung von damit zusammenhängenden Projekten wie Ausstellungen, Publikationen und Präsentationen. Mitglieder des Stiftungsrates sind Charles Kleiber (Präsident), Mario Botta (Vizepräsident), Alfredo Gysi, Franco Polloni und Marco Solari.

cp

Kontakt:

http://www.bsi-swissarchitecturalaward.ch/

Pressemitteilung (PDF, 171 KB)

http://josemariasanchezgarcia.blogspot.ch/

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 10. Juli 2014
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design

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