Als Nachfolger von alt Ständerat Werner Luginbühl hat die Stiftung Geigenbauschule Brienz per 1. Januar 2026 Hans Ulrich Glarner (Bild), den ehemaligen Leiter des kantonalbernischen Amts für Kultur, als ihren neuen Präsidenten gewählt. Glarner, der seit der Pensionierung ehrenamtlich in verschiedenen Kulturbereichen tätig ist, wurde 2024 Mitglied des Brienzer Stiftungsrats.
Die am 9. November 1957 in Schaffhausen geborene Schweizer Opern- und Konzertsängerin Yvonne Naef (Bild) ist am 18. Dezember 2025 gestorben. Sie sang in der Stimmlage dramatischer Mezzosopran. Yvonne Naef war in der Schweiz und auch international tätig: von Mailand bis New York und von Wien und Salzburg über Hamburg und Amsterdam bis Paris und London. Langjährig verbunden war sie dem Opernhaus Zürich. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie u. a. mit Gerd Albrecht, Sylvain Cambreling, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Wladimir Fedossejew, Michael Gielen, Bernard Haitink, Mariss Jansons, James Levine, Lorin Maazel, Marc Minkowski, Roger Norrington, Nello Santi, Jeffrey Tate, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst. Ab 2014 lehrte Naef als Dozentin für Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste. (*)
Ausstellung im Cabaret Voltaire, Zürich, Gewölbekeller, mit Tarren Johnson & Joel Cocks, OOR Saloon & Elaine Mitchener, New Kyd und Thibault Lac, bis am 17. Mai 2026
Der am 4. März 1951 in Middlesbrough (England) geborene britische Rock- und Bluessänger, Komponist, Pianist und Gitarrist Christopher «Chris» Anton Rea (Bild) ist am 22. Dezember 2025 gestorben. Er war bekannt für seine heiser-rauchige Stimme und seine Bottleneck-Technik auf der Gitarre. Als Gastmusiker ist er auf zahlreichen Alben anderer Künstler zu hören, wie Bill Wyman, John Mayall, Snowy White, Elton John oder Paul Rodgers. Chris Reas Karriere beinhaltete zwei unterschiedliche Perioden, eine Pop-orientierte mit Rock-Blues-Musik in den 1980er- und 1990er-Jahren und eine mit vorwiegend klassischem Delta- und Gospel-Blues ab dem Jahr 2002. Rea veröffentlichte allein 26 Studioalben und verkaufte über 30 Millionen Tonträger (Stand: Mai 2023). Seine bekanntesten Songs mit regelmässiger Radiopräsenz sind «Fool» (If You Think It’s Over) (1978), «I Can Hear Your Heartbeat» (1983), «Josephine» (1985), «On the Beach» (1986), «Let’s Dance» (1987), «Driving Home for Christmas» (1986), «Road to Hell» (Part 2) (1989), «Auberge» (1991), «Looking for the Summer» (1991) und «Julia» (1993). (*)
Das Opernhaus Zürich gibt die Ernennung von Lorenzo Viotti (Bild) zum neuen Generalmusikdirektor für die Spielzeiten 2028/29 und 2029/30 bekannt. Mit Viotti gewinne das Haus «eine der profiliertesten und charismatischsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation», so das Opernhaus. Die anfängliche Vertragslaufzeit ist auf zwei Jahre festgelegt und orientiert sich an der aktuellen Amtszeit des Intendanten Matthias Schulz. Der gebürtige Schweizer Lorenzo Viotti begeisterte in Zürich bereits als Musikalischer Leiter der Produktionen «Werther» (2018), «Die Csárdásfürstin» (2020) und «Die tote Stadt» (2025). Mit der Neuproduktion von «Die Fledermaus» ist er aktuell erneut am Pult des Orchesters der Oper Zürich zu erleben. Viotti tritt die Nachfolge von Gianandrea Noseda an, der seit 2021 das Haus prägt.
Der am 11. Juli 1932 in Nieuwer-Amstel geborene niederländische Ballett-Choreograf Hans van Manen (Bild) ist am 17. Dezember 2025 in Amsterdam gestorben. Er gilt als einer der ganz grossen Erneuerer des europäischen Balletts. Seine klassizistische, aus der Musik entwickelte Tanzsprache konnte sich von seinem Vorbild George Balanchine emanzipieren. Männer und Frauen agieren in seinen Choreografien gleichberechtigt.
Die am 18. Januar 1955 in New York City geborene US-amerikanisch-dänische Jazzmusikerin und Komponistin Marilyn Mazur (Bild) ist am 12. Dezember 2025 in Kopenhagen gestorben. Sie war Perkussionistin, Schlagzeugerin, Pianistin und Vokalistin. In den frühen 1970er-Jahren war Mazur zunächst als Tänzerin und Pianistin in verschiedenen Tanzgruppen beschäftigt. Parallel dazu gründete sie 1973 ihre erste Band. Die meisten ihrer zahlreichen Perkussionsinstrumente erlernte sie erst im Laufe der Zeit im Selbststudium. Als Perkussionistin spielte sie zunächst mit Andreas Vollenweider, Charlie Mariano sowie mit Irène Schweizer und anderen Musikerinnen der Feminist Improvising Group. Ab 1980 war sie in der Gruppe Six Winds tätig; von 1982 bis 1984 leitete sie die nur aus Frauen bestehende Musik- und Theatergruppe Primi Band, zu der auch Irene Becker gehörte. Danach spielte sie mit John Tchicai und Pierre Dørge im New Jungle Orchestra. Von 1985 bis 1989 folgte das ihr Image prägende Engagement als ständige Drummerin von Miles Davis, das seinen Ausgangspunkt in der von Palle Mikkelborg geleiteten Produktion seiner Platte «Aura» hatte. Parallel spielte Mazur mit Gil Evans (1986) und mit Wayne Shorter (1987). Sie arbeitete u.a. auch mit Matthias Rüegg zusammen und ab 1991 ging sie regelmässig mit Jan Garbarek auf Tournee. (*)
Mit neuer Besetzung und dem Schwerpunkt Fair-Pay will die Basler Musikvielfalt-Initiative den Kulturbetrieb jetzt in allen Landesteilen wachrütteln: «Für diesen Schritt hat das Komitee auch personell aufgestockt. Neu dabei sind die Berner Kulturarbeiterin Janina Neustupny und die Musikerin Kim Bollag aka KimBo, die bisher für SRF Kultur und diverse NGOs gearbeitet hat. Die gebündelte eidgenössische Kraft steckt das Team aktuell in das Thema Fair-Pay – faire Bezahlung. In der ganzen Schweiz wird darüber diskutiert, wie Kulturschaffende zu besseren Arbeitsbedingungen kommen – auch die Kulturbotschaft des Bundes will eine angemessene Entschädigung professioneller Kulturschaffender garantieren.», schreibt Helena Krauser in ihrem lesenswerten Beitrag auf «bajour.ch».
Die UNESCO hat heute das Jodeln in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen: «Als emblematischer Gesang der Schweiz umfasst der Jodel eine grosse Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und ist tief in der Bevölkerung verankert.», heisst es in der entsprechenden Mitteilung.
Die Société Suisse des Auteurs (SSA) vergibt Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik. In der vierten Sitzung 2025 wurden sechs Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik und ein Stipendium für die Komposition eines musikdramatischen Werkes vergeben.
Im Hinblick auf die Pensionierung von Urs Schnell im September 2026 hat der Stiftungsrat Fabio Baechtold (Bild) als neuen Direktor der Fondation Suisa ab 1. Juli 2026 gewählt.
Der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz geht an die Schweizer Schauspielerin und Clownin Gardi Hutter für ihr Lebenswerk. Die Jury würdigt sie als eine Künstlerin, «die die Kunst der Clownerie neu definiert» habe. Mit ihrer Figur «Hanna» erzähle sie universell verständliche Geschichten, die Komik, Tragik und Poesie verbinden. Die Ehrung im Rahmen des Deutschen Kleinkunstpreises erhält Gardi Hutter am 14. März 2026. Der Preis in der Sparte Kabarett geht an den Co-Gastgeber der ZDF-Sendung «Die Anstalt», Claus von Wagner. In der Sparte Stand-Up wird Abdelkarim Zemhoute ausgezeichnet. Weitere Preisträger sind William Wahl in der Sparte Musik und Markus Henrik alias Dr. Pop in der Sparte Kleinkunst. Der Förderpreis der Stadt Mainz geht an die Komikerin Ana Lucía.
Der am 21. Oktober 1941 in Dora (Missouri) geborene US-amerikanische Gitarrist, Songwriter, Tonmeister und Musikproduzent Steve «The Colonel» Cropper (Bild) ist am 3. Dezember 2025 in Nashville (Tennessee) gestorben. Er war Gründungsmitglied der Band Booker T. & the M.G.’s und treibende Kraft beim Stax-Label, wo er den charakteristischen Sound des Memphis-Soul mitprägte. Cropper ist auch bekannt als Co-Autor vieler unsterblicher Hits wie «(Sittin’ On) The Dock of the Bay» oder «In the Midnight Hour» und er war Mitglied der Blues Brothers Band. Cropper wurde zweimal mit dem Grammy ausgezeichnet. (*)
Sechs Monate nach dem Eurovision Song Contest (ESC) 2025 in Basel zieht die SRG-SSR eine positive Schlussbilanz: «Der Anlass erreichte weltweit ein grosses Publikum, blieb bei der SRG-SSR dank sorgfältiger Finanzsteuerung unter dem Budget und wurde mehrfach ausgezeichnet. Auch wirtschaftlich setzte der Event starke Impulse: Die bezahlenden Besucher:innen haben während ihrem Aufenthalt gut 90 Millionen Franken ausgegeben. Mit über 90 Prozent Zufriedenheit und hoher Wiederbesuchsabsicht bestätigt der ESC das professionelle und wirkungsstarke Engagement der SRG-SSR», heisst es in der heutigen Medienmitteilung.
Der am 2. April 1953 in Wohlen geborene Aargauer Sänger, Gitarrist, Akkordeonist, Keyboarder, Songschreiber und Musikjournalist Albert Kuhn (Bild) ist am 21. November 2025 gestorben, wie Freund:innen und Kolleg:innen in sozialen Medien sowie Jean-Martin Büttner in den Tamedia-Zeitungen schreiben. Kuhn war u.a. prägendes Mitglied der Schweizer Bands Frostschutz, MosCowboys und Die Türen. Als freier Journalist schrieb er u.a. für die «WOZ», die «NZZ», die alte «Weltwoche», «Das Magazin» und das «Greenpeace Magazin»
Riccardo Chailly (Bild) bleibt dem Lucerne Festival Orchestra bis Ende 2028 als Chefdirigent verbunden. Im vereinbarten Vertrag zwischen Riccardo Chailly und Lucerne Festival, der bisher eine Zusammenarbeit bis Ende Sommer 2026 vorsah, sind zusätzlich zu den Konzerten in Luzern auch Tourneeprojekte im Ausland sowie zukünftige Projekte mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO) geplant. Chailly leitet weiterhin Konzerte im Frühling und Sommer, dann auch die offizielle Eröffnung. Seit dem 1. Dezember 2025 ist das Programm von Lucerne Festival Spring vom 27. bis 29. März 2026 öffentlich, das vom Lucerne Festival Orchestra gestaltet wird.
Der Preis der J. E. Brandenberger-Stiftung fürs Jahr 2025 wurde in Bern an Corin Curschellas (Bild) verliehen, «in Anerkennung ihres besonderen und anhaltenden Einsatzes für die Förderung, die Weiterentwicklung, das Erhalten und die Weitergabe von schweizerischen Traditionen mit dem Ziel, dieses wertvolle Kulturerbe auch für zukünftige Generationen lebendig zu halten», wie die Stiftung schreibt. Der Preis ist mit 200’000 Franken dotiert und damit einer der höchstdotierten Kulturpreise der Schweiz.
Der am 11. Juli 1934 in Basel geborene Werbeleiter, Restaurant- und Bar-Mitbesitzer, Weinhändler, Jazzbassist, Konzert- und Festivalveranstalter und zuletzt bildende Künstler Alex Milani (Bild) ist am 12. November 2025 in seiner Basler Wohnung gestorben, wie jetzt bekannt wird. Er lebte ab 1973 lange Zeit in Borgo a Buggiano Castello in der Toskana. Die von ihm 1968 mitbegründete Werbeagentur Contexta befand sich über viele Jahre in der Berner Matte. 1985 begann Lorenzini-Mitinhaber Alex Milani mit dem Weinhandel der «Enoteca Castello di Buggiano». Er führte die Firma 15 Jahre lang.
Zwei Ensembles der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) belegen an der diesjährigen Orpheus Competition die beiden ersten Plätze: Das Zürich Saxophon Quartett gewinnt den 1. Preis ex aequo mit dem A-Delta Trio der Musikhochschule Basel (FHNW), das Mars Quartett den 2. Preis.
Die letzte Ausgabe der «Schweizer Musikzeitung» (SMZ) im Jahr 2025 ist nach 28 Jahren auch die letzte Ausgabe mit Beteiligung des Eidgenössischen Orchesterverbands (EOV-SFO). Der EOV hat den Vertrag mit der Galledia AG über die «Schweizer Musikzeitung» per Ende 2025 gekündigt und wird ab Frühling 2026 ein eigenes Online-Magazin mit dem Namen «Resonanz» betreiben. Rund 40 Orchesterdelegierte haben das Projekt «Resonanz» und das dafür benötigte Budget an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung am Samstag, 22. November 2025 in Zürich gutgeheissen.
Der Schweizerische Musikerverband (SMV) veröffentlicht neu die SMV-Tarifampelkarte, welche die Entlöhnungssituation von freischaffenden Berufsmusiker:innen insbesondere in professionellen Teilzeit-/ Projektorchestern der Schweiz aufzeigt. Ziel ist es, die oft unzureichende Bezahlung von Zuzüger:innen/Aushilfen/Verstärkungen transparent zu machen.
Der PR-Bild Award 2025 für das beste PR-Bild des Jahres in der Schweiz geht an KreativAgent Caradonna: für das Bild «Flowstate – Break(ing) the limits», fotografiert von André Caradonna für das Solothurner Tanzfestival Find Your Flow 2024. Das Bild hat sich gegen mehr als 600 Bewerbungen durchgesetzt. Die dpa-Tochter news aktuell (Schweiz) AG vergibt den PR-Bild Award «für herausragende PR-Fotografie von Unternehmen, Organisationen und Agenturen» bereits zum 19. Mal. Das Motiv überzeugte Jury und Öffentlichkeit gleichermassen und erreichte das beste Gesamturteil für die Schweiz. Zugleich belegt das Bild den ersten Platz in der Kategorie «People».
Der am 30. Juli 1944 in Saint James Parish als James Chambers geborene jamaikanische Reggaesänger und -musiker, Songwriter und Schauspieler Jimmy Cliff (Bild) ist am 24. November 2025 gestorben. Er wurde durch Songs wie «I Can See Clearly Now», «Fundamental Reggay» sowie «You Can Get It If You Really Want» und «The Harder They Come» vom gleichnamigen Soundtrack-Album international bekannt und war damit wesentlich am weltweiten Durchbruch der Reggae-Musik beteiligt. Im Kultfilm «The Harder They Come» spielte er die Hauptrolle. Cliffs Karriere hatte noch in der Ska-Ära mit dem Lied «Hurricane Hattie» begonnen, das ein Hit wurde. Lieder von Jimmy Cliff wurden von vielen Künstler:innen weltweit in Coverversionen aufgenommen, so z.B auch von Cher, Joe Cocker und Bruce Springsteen. Bob Dylan sagte, Jimmy Cliffs Song «Vietnam» sei das beste Protestlied, das er jemals gehört habe. Cliff gewann zwei Grammys und wurde in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. (*) Jimmy Cliff trat über viele Jahre immer wieder auch in der Schweiz auf, von Nyon bis St.Gallen, von Lugano bis Bern, – zum letzten Mal vor sechs Jahren in Zürich.
Am Samstagabend fand in der ausverkauften St.Galler Grabenhalle die 20. Ausgabe des Ostschweizer Nachwuchswettbewerbs bandXost statt. Gewonnen hat die Bündner Rockband Reviväl. Acht Bands deckten im Finale ein derart breites Spektrum an Stilrichtungen ab, «dass sowohl die bandXost-Kernjury als auch die für das Finale eingeladenen Gastjuror:innen gefordert waren. Die musikalische Vielfalt reichte von Singer-Songwriting bis hin zu Urban/Rap – und alle Acts brachten das Publikum vor Ort kräftig in Stimmung», wie die Veranstalter:innen auf ihrer Webseite schreiben.
Die am 22. September 1934 in Mailand geborene italienische Sängerin und Schauspielerin Ornella Vanoni (Bild) ist am 21. November 2025 ebenda gestorben. 1953 trat sie der Schauspielakademie des Piccolo Teatro di Milano von Giorgio Strehler bei. Ihr Debüt als Sängerin hatte Vanoni 1957 in dem Stück «I Giacobini», in dem sie drei Lieder sang. Später machte sie durch Interpretation von Brecht-Songs sowie den «canzoni della mala» («Lieder der Unterwelt») auf sich aufmerksam. In den 1960er-Jahren fand Vanoni ihre musikalische Richtung, was ihr mithilfe von Gino Paoli gelang. Er schrieb u. a. «Senza fine», das später eines ihrer erfolgreichsten Lieder werden sollte. Sie sang auch Lieder von Domenico Modugno, Burt Bacharach, Charles Aznavour und Gilbert Bécaud. In den 1970er-Jahren waren den Liedern «L’appuntamento» und «Domani è un altro giorno» grosse Erfolge beschieden, die die Sängerin auch im Ausland bekannt machten. Mit «O» veröffentlichte Vanoni 1986 ein Jazz-Album. In den 1990er-Jahren begann sie eine Zusammenarbeit mit Produzent Mario Lavezzi, woraus Alben wie «Stella nascente» (1992) oder «Sheherazade» (1995) hervorgingen. Beim Sanremo-Festival 2021 trat Vanoni im Finale als Stargast in Erscheinung; dies wiederholte sie beim Festival 2023. (*)
Der am 4. April 1941 als Helmut Heine geborene deutsche Schriftsteller, Kinderbuchautor, Illustrator, Bildhauer und Designer Helme Heine (Bild) ist am 20. November 2025 im neuseeländischen Russell gestorben. Er lebte seit 1990 in Neuseeland. Heine schrieb Hör- und Drehbücher und schuf satirische Grafiken und Skulpturen. Er hat mehr als 50 Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, die vor allem bei Middelhauve, Diogenes, Hanser und Beltz erschienen sind und in 35 Sprachen übersetzt wurden. Sein berühmtestes Werk ist «Freunde» aus dem Jahr 1982. Die Weltauflage seines Gesamtwerkes beträgt über 25 Millionen. Mit dem Heye Verlag schuf er eine Kalenderreihe mit einer Auflage von insgesamt 4,5 Millionen. Helme Heine machte Theater- und Musicalarbeit für die Weltausstellung in Osaka, gestaltete einen Themenpark für den Zoo in Hannover und hatte zahlreiche Ausstellungen in Europa, USA und Asien. Ab 1983 entwickelte Helme Heine zudem mit dem Musiker Peter Maffay und dem Texter Gregor Rottschalk die Figur des kleinen grünen Drachen Tabaluga. Dabei gab er diesem Fantasiewesen eine zeichnerische Gestalt, verfasste eine passende Tabaluga-Geschichte, beeinflusste die Story und schuf Kostüme für das Tabaluga-Musical. Als Autor und Illustrator zählte Helme Heine weltweit zu den renommiertesten Buchkünstlern der Gegenwart. Zu den bekanntesten Figuren in seinen Bildergeschichten gehören Franz von Hahn, Johnny Mauser und der dicke Waldemar. (*)
Am Freitag, 21. November 2025, verlieh die Stadt Zürich im Kaufleuten ihre kulturellen Auszeichnungen 2025. In den fünf Fördersparten wurden 21 Kulturschaffende und drei Kollektive mit Werkjahren und Auszeichnungen in der Höhe von insgesamt 711’000 Franken ausgezeichnet. Zudem wurde die Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste überreicht. «Die Werkjahre und Auszeichnungen sind ein zentrales Instrument der Stadt Zürich zur Förderung der freien Szene», heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung.
Die am 20. August 1936 in Nerchau im sächsischen Landkreis Leipzig geborenen Alice und Ellen Kessler, bürgerlich Kaessler, sind am 17. November 2025 in Grünwald bei München gestorben. Sie waren als Kessler-Zwillinge international bekannt und arbeiteten gemeinsam als Sängerinnen, Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Entertainerinnen. Ausser in Deutschland traten sie insbesondere in Italien, Frankreich und den USA auf. Alice und Ellen Kessler wurden unter anderem mit der Goldenen Rose von Montreux und dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1987) ausgezeichnet. Für ihre Verdienste um die deutsch-italienische Verständigung erhielten sie den Premio Capo Circe. Ihr Geburtsort Nerchau zeichnete sie anlässlich ihres 70. Geburtstages 2006 mit der Ehrenbürgerschaft aus. 2025 wurde ihnen der Bayerische Verdienstorden verliehen. Die eineiigen Zwillinge standen mehr als 60 Jahre lang auf der Bühne, unter anderem mit Frank Sinatra, Fred Astaire und Harry Belafonte. Am 17. November 2025 starben die Kessler-Zwillinge gemeinsam im Alter von 89 Jahren in Grünwald durch assistierten Suizid in Begleitung einer Ärztin und eines Juristen der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben. (*)
Der Performancepreis Schweiz 2025 geht mit je 15’000 Franken an Ernestyna Orlowska für die Performance «LEADER» sowie an lisa laurent für die Performance «the wizard is not real». Den Publikumspreis in der Höhe von 5’000 Franken vergaben die über 200 Besucher:innen ebenfalls an Ernestyna Orlowska. Der nationale Wettbewerb fand am Samstag, 15. November 2025 im Kunstmuseum Basel statt.
Im Jahr 2024 gingen die Besuche in Kultureinrichtungen und die Freizeitaktivitäten ausserhalb der eigenen vier Wände im Vergleich zu 2019 zurück. Die grosse Ausnahme waren Festivals. Nahezu 80% der Bevölkerung würden gerne mehr Kulturbesuche unternehmen, sehen sich jedoch vor allem durch Zeit- und Geldmangel eingeschränkt. Individuellere Freizeitbeschäftigungen sind im Aufschwung: Digitale Tätigkeiten sowie kreative Hobbys im Amateurbereich haben stark zugenommen, insbesondere bei den 15- bis 29-Jährigen. Das Bundesamt für Statistik (BFS) zeichnet erstmals ein Bild des postpandemischen Kultur- und Freizeitverhaltens in der Schweiz. Es stellt einen «Rückzug ins Private nach der Pandemie» fest.
Die Vereine auawirleben, Dampfzentrale und Hannah Dampf erreichen die zweite Runde der Ausschreibung für die Neuvergabe des Leistungsvertrags des Berner Kulturorts Dampfzentrale. Sie werden eingeladen, ihre Ideen für die kulturelle Nutzung der Dampfzentrale mit einem Konzept vertieft auszuarbeiten. Insgesamt wurden innerhalb der Frist bis 30. September 2025 neun Bewerbungen eingereicht, wovon sieben sich für die erste Jurydiskussion qualifizierten, wie die Stadt Bern am Freitag schreibt.
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