18. September 2025
HKB-FORSCHUNGSPROJEKT ERARBEITET GEMÄLDEVERZEICHNIS MARGUERITE FREY-SURBEK
Marguerite Frey-Surbek (1886–1981) war als Künstlerin und politisch engagierte Frau ein Vorbild für spätere Generationen. Trotzdem stand ihre Arbeit zeitlebens im Schatten ihres Ehepartners Victor Surbek. Ein aktuelles Forschungsprojekt der HKB erarbeitet derzeit ein Open-Access-Gemäldeverzeichnis, um erstmals eine wissenschaftliche Übersicht über das Werk Frey-Surbeks zu gewährleisten.

Bild: Marguerite Frey-Surbek, Laube in Iseltwald, 1956 © Gladys Luginbühl, Spiez – Foto: SIK-ISEA, Zürich, https://recherche.sik-isea.ch/de/sik:person-4000987:exp/in/sikart/actor?0.0.type=work&0.0.@id=sik:work-10390325&0.type=work
Marguerite Frey-Surbek und ihr Ehemann Victor Surbek haben die Berner Kunst des 20. Jahrhunderts massgeblich mitgeprägt, ihr Oeuvre ist im öffentlichen Raum und in namhaften Sammlungen in der ganzen Schweiz präsent. Insbesondere das Schaffen der Künstlerin erfährt in den letzten Jahren seitens der kunsthistorischen Forschung wieder eine wachsende Aufmerksamkeit – es existiert jedoch noch keine wissenschaftliche Übersicht der Werke Frey-Surbeks; diese Lücke will das Projekt schliessen.
Marguerite Frey-Surbek (1886–1981) war als Künstlerin und politisch bewegte Frau ein Vorbild für spätere Generationen: Sie war als Malerin und Druckgrafikerin erfolgreich und leitete mit ihrem Ehemann eine private Malschule in Bern, aus der einige namhafte Künstler:innen hervorgingen. Zudem nahm sie 1936 an der Biennale Venedig teil und amtete von 1942 bis 1948 als drittes weibliches Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission. Trotzdem stand ihre Arbeit zeit ihres Lebens im Schatten ihres Ehepartners.
Im vorbereitenden Teilprojekt wird eine systematische Archivrecherche in der Gosteli-Stiftung, der Nationalbibliothek und der Burgerbibliothek Bern durchgeführt, um Selbstzeugnisse, Korrespondenz der Künstlerin und Medienberichte zu ihr auszuwerten und die bisherige Rezeption ihrer Werke um neue Perspektiven zu ergänzen.
Seit 2019 ist die HKB-Forschung im Bereich Nachlass Frey-Surbek aus dem ehemaligen Atelier Victor Surbeks aktiv: Im Atelier lagerten die Nachlässe beider Künstler:innen; die HKB nahm eine umfassende Sichtung und erste Dokumentation dieser Bestände vor. 2022 wurde das Atelier aufgelöst, wobei die Burgerbibliothek Bern (BBB) den gesamten schriftlichen Nachlass (inkl. Grafik, Fotos und Druckstöcken) übernahm und derzeit inventarisiert. Im Teilprojekt Werkverzeichnis wird dieser Katalog der BBB durch das Verzeichnis aller Gemälde und Wandgemälde Frey-Surbeks komplettiert.
hkb
Kontakt:
https://www.bfh.ch/de/forschung/forschungsprojekte/2024-389-710-462
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Kommentare von Daniel Leutenegger