Er flüchtete aus dem reaktionären Italien und hatte in der Schweiz als Unternehmer Erfolg. Nur so konnte sein verhaltensauffälliger Sohn Julius das Maggi-Imperium aufbauen. Dies zeigen neue Archivfunde.

Bild: Reich durch Armennahrung – Maggi-Werbung um das Jahr 1900 – Foto: © Maggi / Nestlé
Um die Anfänge der Weltmarke Maggi ranken sich Legenden. Die Maggi-Saga wird heute erzählt als Heldengeschichte des genialen Selfmademans Julius Maggi (1846–1912), der in Kemptthal bei Zürich eine Fabrik baute und mit innovativen Produkten wie Suppenmehl, Flüssigwürze und Bouillonwürfeln den Siegeszug um die Welt antrat.
Doch nun werfen Aktenfunde im Historischen Archiv Nestlé und in den Staatsarchiven der Kantone Zürich und Thurgau ein neues Licht auf die Frühgeschichte: Den Grundstein für das Maggi-Imperium legte bereits Julius’ Vater, Michele Maggi, der als wohlhabender politischer Flüchtling 1839 aus Monza nach Zürich kam und in Frauenfeld rasch ein erfolgreicher Unternehmer wurde. Julius hingegen war ein verhaltensauffälliger Jüngling, der Schulen und Lehren abbrach, bis er Tritt fasste.
Helmut Stalder
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https://www.maggi.de/ueber-maggi/historie
https://www.nestle.ch/de/nestle-in-der-schweiz/geschichte
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Kommentare von Daniel Leutenegger