28. März 2025
«DIE KUNSTKRITIK IST KEINE LUXUSDISZIPLIN, SONDERN ESSENZIELL FÜR EINE LEBENDE DEMOKRATIE»
Am 24. März 2025 hat die Vereinigung von Schweizer Kunstkritiker:innen AICA ein «Manifest für die Kunstkritik» publiziert. Die AICA Schweiz (kurz für Association internationale des critiques d’art: Section suisse) bezweckt, die Kunstkritik zu fördern, die Berufsinteressen von Kritikerinnen und Kritikern zu schützen und den Austausch über Kunst und Kritik zu pflegen. Der AICA Schweiz gehören derzeit rund 250 Kunstkritiker:innen aller Landesteile an. Die AICA Schweiz ist Teil der AICA International, einem Verband von mehr als siebzig nationalen Sektionen mit insgesamt nahezu 5’000 Mitgliedern.

Bild: © AICASuisse, https://www.aica.ch/
Das Manifest wird wie folgt eingeleitet:
«Kunstkritik, einst Stolz und Fundament des kulturellen Diskurses, verschwindet zusehends aus den öffentlichen Medien. Von der ausgedünnten und ökonomisch bedrohten Presse wurde das Feuilleton bereits mehrheitlich fallen gelassen. Und so wird, wenn die Marktlogik regiert, nur noch über Superlative im Kunstbetrieb berichtet. Umso dringlicher ist unser Appell an Stiftungen, öffentliche Ämter und staatliche Institutionen wie das Bundesamt für Kultur, endlich das zu fördern, was Kunst und Gesellschaft in unseren Augen zusammenhält: eine freie Kunstkritik!»
Nachfolgend werden neun Argumente für die Wichtigkeit von Kunstkritik aufgeführt.
Das Manifest schliesst mit folgendem Fazit:
«Kunstkritik ist keine Luxusdisziplin, sondern essenziell für eine lebendige Demokratie. Wenn die Kunstkritik stirbt, stirbt ein Stück unseres kollektiven Zusammenhalts. Noch aber ist Zeit, die Kunstkritik als integralen Bestandteil der kulturellen Landschaft anzuerkennen. Wer sonst als die Schweiz könnte – und sollte! – dabei eine Vorreiterrolle übernehmen? Förderung jetzt! Für eine Wiederbelebung der Kritik, die mutig, poetisch und frei ist – damit Kunst in ihrer ganzen Tiefe erfahrbar wird.»
Zum Manifest:
https://www.aica.ch/aica-schweiz-manifest-fuer-die-kunstkritik/
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Kommentare von Daniel Leutenegger