«LIKA NÜSSLI: FÜR DIE KATZ»
Ausstellung im Robert Walser-Zentrum in Bern: Mit 69 Aquarellen von Lika Nüssli nach Feuilletons von Robert Walser – Vernissage am Freitag, 24. Oktober 2025, 19 Uhr; es sprechen Lika Nüssli und Reto Sorg
Ausstellung im Robert Walser-Zentrum in Bern: Mit 69 Aquarellen von Lika Nüssli nach Feuilletons von Robert Walser – Vernissage am Freitag, 24. Oktober 2025, 19 Uhr; es sprechen Lika Nüssli und Reto Sorg
Ausstellung im Kunsthaus Zürich, vom 24. Oktober 2025 bis am 18. Januar 2026
Ausstellung zu «40 Jahre Shedhalle Zürich», Seestrasse 395, 8038 Zürich, vom 25. Oktober 2025 bis am 11. Januar 2026 – Eröffnung: Freitag, 24. Oktober 2025, 18 Uhr
Vom 23. bis am 26. Oktober 2025 in der Halle 622 in Zürich-Oerlikon
Das Schauspielhaus Zürich schreibt in den sozialen Medien: «Wir sind unglaublich stolz: ‹Die kleine Meerjungfrau – A fluid fairy Fantasy› von Bastian Kraft und Ensemble wurde in der Kategorie ‹Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum› nominiert!». Die Preise werden am 23. November 2025 in Wien vergeben. Die Premiere des Stücks nach Hans Christian Andersen und in Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg fand am 25. Januar dieses Jahres im Pfauen Zürich statt. Der renommierte Nestroy-Theaterpreis wird in 14 Kategorien verliehen.
Die «Ohrfeigen» boten seit 2009 eine geballte Ladung Wort-Kunst: Drei Gäste brachten jeweils aktuelle Nummern aus ihren Solo-Programmen mit. Bänz Friedli garnierte die humoristischen Beiträge mit satirischen Alltagsbeobachtungen. Heute Mittwoch wurde die letzte Ausgabe der Live-Radioshow aus dem Kleintheater Luzern ausgestrahlt. SRF verzichtet in Zukunft auf die «Ohrfeigen». Die letzte Folge präsentierte Reena Krishnaraja, Manuel Stahlberger, Tobias Mann, Isa Wiss & Luca Sisera (Musik) und den Überraschungsgast Valerian Mollet, seines Zeichens «SRF 3 Best Talent Comedy 2025».
Der am 2. Dezember 1944 in Thessaloniki geborene griechische Musiker, Liedermacher, Sänger und Komponist Dionysos Savvopoulos (Bild) ist am 21. Oktober 2025 in Athen gestorben. Einerseits verband er Rembetiko mit westlichen Liedformen, andererseits auch griechische (makedonische) Volksmusik mit Elementen US-amerikanischer Musiker wie Bob Dylan und Frank Zappa. Er schrieb auch Musik für Fernsehen, Film und Theater. Die meisten seiner Lieder schrieb er selbst, sowohl Texte als auch Musik. Er hat mit vielen bekannten Musikern wie Eleftheria Arvanitaki, Alkinoos Ioannidis, Melina Kana und Nikos Papazoglou zusammengearbeitet. Die politisch geprägten Liedtexte von Savvopoulos wurden zensiert und er wurde wegen seiner politischen Überzeugung 1967 inhaftiert, was seine Popularität noch steigerte. Das Album «Ballos» enthält eine griechische Interpretation von Bob Dylans «All Along the Watchtower» mit dem Titel «O Paliatsos ki o Listis». Das Album «Vromiko Psomi» (Schmutziges Brot) ist wegen seiner kritischen Texte und der Verbindung von griechischer Musik mit zappaähnlicher Musik ebenfalls ein Klassiker. Bei der Schlussfeier der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen war Savvopoulos der musikalische Leiter. (*)
Das Naturhistorische Museum Bern (NMBE) eröffnet seine neue grosse Dauerausstellung: «Mensch, Erde! – Das Klima im Wandel». Auf 630 Quadratmetern lädt sie ab Freitag, 24. Oktober 2025, zu einer spannenden Zeitreise durch die Erdgeschichte ein – mit Fokus auf die grösste Herausforderung unserer Zeit: den menschengemachten Klimawandel.
Die audiovisuelle Sprache der Musikindustrie verändert sich, deshalb erweitern die Solothurner Filmtage im Rahmen der Branchen-Plattform «SO PRO» ihr Angebot. Mit Unterstützung der Stiftung Suisa lancieren sie mit «Screen to Sound» ein neues Kreativlabor, das den Wettbewerb «Best Swiss Video Clip» ablöst. Dieser Event lädt Musikschaffende sowie Regiepersonen ein, gemeinsam neue interdiziplinäre Kreationen zu entwickeln. Das können beispielsweise ein visuelles Album, ein immersives Musikerlebnis oder auch Live-Projektionen für Konzerte sein. «Alle Ideen sind willkommen, insbesondere solche, die Neues wagen und den Dialog zwischen Ton und Bild weiterdenken», schreiben die Solothurner Filmtage.
Ab der Spielzeit 2026/27 übernimmt eine Doppelspitze die Intendanz am Luzerner Theater: Katja Langenbach und Wanda Puvogel (Bild) treten gemeinsam die Nachfolge von Ina Karr an. Der Stiftungsrat hat sich für eine interne Lösung entschieden, «um eine Kontinuität der sehr erfolgreichen künstlerischen Arbeit der vergangenen Jahre zu ermöglichen», wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Gleichzeitig wollen die beiden Co-Intendantinnen «den co-kreativen Ansatz verstärken, der in Form der Doppelspitze auch nach aussen sichtbar wird», wie sie erklären.
Die im Jahr 1987 in Schaffhausen geborene Schweizer Slam-Poetin, Filmemacherin, Schauspielerin und Autorin Lara Stoll (Bild) erhält den mit 10’000 Franken dotierten
«Greulich-Kulturpreis» 2025. Die diesjährige Wahl ehre ein Genre, das immer wieder hervorragende journalistische Arbeit hervorbringe, schreibt der Stiftungsrat der Greulich-Stiftung Kulturpreis in seiner Medienmitteilung: nämlich die Satire. 2011 erhielt Stoll den Thurgauer Kulturpreis, 2019 den Deutschen Kleinkunstpreis und 2021 den Salzburger Stier.
Der 1988 geborene Langenthaler Slam-Künstler, Spokenword-Poet und Kabarettist Valerio Moser (Bild) hat am Samstagabend, 18. Oktober 2025, in Berlin die Europameisterschaften im Poetry Slam gewonnen. «Nach zwei intensiven Vorrunden und einem packenden Finale setzte sich Moser gegen den amtierenden deutschsprachigen Meister Anuray Sri Rajarajendra aus Deutschland durch. Die jeweiligen Champions aus 20 europäischen Ländern reisten für dieses Spektakel an, um sich mit ihren Texten zu messen. Das Festival zeigte, wie vielfältig die europäische Poetry-Slam-Szene ist. Die qualifizierten Poetinnen und Poeten boten hochkarätige sprachliche und performative Kunst. Im ausverkauften Admiralspalast vor 1’700 Menschen überzeugte Moser das Publikum mit seinem unverwechselbar performativen Stil.», schreibt «poetryslam.ch».
Vinzenz Hediger est nommé par le Conseil de fondation de la Cinémathèque suisse au poste de directeur. Il prendra ses fonctions le 1er janvier 2026.
Eine Auswahl kultureller Informationen der letzten vierzehn Tage aus Schweizer Perspektive
Vom 23. bis 26. Oktober 2025 verwandelt die Jungkunst die Halle 710 am Eulachpark erneut zur Plattform für junges Kunstschaffen. In ihrer 19. Ausgabe richtet die Jungkunst den Blick auf gesellschaftliche Realitäten und drängende Fragen der Zeit. 24 Kunstschaffende loten in ihren Werken persönliche und kollektive Erfahrungen aus – und das mit spürbarer Experimentierlust. So vielfältig wie ihre Themen sind auch die Medien, mit denen sie arbeiten: Verschlungene Skulpturen treffen auf spielerische Malereien, Soundinstallationen flirten mit Videokunst und die teilweise ganz schön schrillen Performances sorgen für Überraschungen.
Die Winterthurer Tageszeitung «Der Landbote» (Tamedia) berichtet heute, die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ziehe sich Ende Jahr als Hauptsponsor der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur zurück, das Festival kämpfe deswegen um sein Überleben; die Verantwortlichen suchten bislang erfolglos nach neuen Geldgebern. Die finanziellen Nöte des Festivals seien bedrohlich gross geworden; das diesjährige Festival vom 4. bis 9. November 2025 könnte deshalb auch das vorerst letzte Kurzfilmfestival in Winterthur sein.
Der am 2. September 1977 in Jacksonville (Florida) geborene US-amerikanische Bassist und Produzent Sam Rivers (Bild) ist am 18. Oktober 2025 gestorben. Er war Gründungsmitglied der Nu-Metal-Band Limp Bizkit. Rivers begann während seiner Schulzeit damit, Musik zu machen. Zunächst spielte er Tuba in der Schulband, dann stieg er auf die Gitarre um. Sein Musiklehrer gab ihm den Ratschlag, Bass spielen zu lernen. Rivers folgte dieser Empfehlung und spielte in der Douglas Anderson School of the Arts gemeinsam mit John Otto in einer Jazzband. Zu dieser Zeit arbeitete er in einem Fastfoodladen, wo er Fred Durst kennenlernte, mit dem er und Otto später die Band Limp Bizkit gründeten.
Der am 30. September 1944 in Meiningen (Thüringen) geborene deutsche Liedtexter Bernd Meinunger ist am 17. Oktober 2025 in Grünwald bei München gestorben. In Zusammenarbeit mit Ralph Siegel schrieb er zahlreiche Hits wie «Ein bisschen Frieden» für Nicole, «Dschinghis Khan» für die gleichnamige Gruppe und «Theater» für Katja Ebstein oder «Und wer küsst mich?» für Roland Kaiser. Insgesamt verfasste er rund 5’500 Titel, darunter 1’000 auf Englisch. Sein erster erfolgreicher Liedtext war «Himbeereis zum Frühstück» für die Brüder Hoffmann & Hoffmann. Peter Maffay sang Meinungers Titel «So bist du» (1979). Unter Pseudonymen wie John O’Flynn, Jim Leary, O. Pinion und Gunter Johansen war Meinunger ebenfalls tätig. Eine fruchtbare Künstlerbeziehung bestand auch zur Sängerin und Komponistin Hanne Haller, mit der er viele Songs zusammen schrieb. 2004 textete er für den letzte Woche gestorbenen Produzenten Jack White «I’m in Love Again», gesungen von Ira Losco. 1986 schrieb Meinunger den Text der deutschen Version von Nella Martinettis «Bella Musica». Zwischen 1989 und 2010 nahm er mit insgesamt elf unterschiedlichen Kompositionen am Grand Prix der Volksmusik teil. (*)
Das Schweizer Krimifestival fand am letzten Samstag, 18. Oktober 2025, erstmals nicht mehr in Grenchen, sondern im Hotel National in Bern statt. Dabei wurde der Schweizer Krimipreis / Prix Polar 2025 zum dritten Mal verliehen. Er stand Autor:innen in allen Landessprachen offen und ist mit zweimal 5’000 CHF dotiert. Für die Westschweiz waren Gérald Brizon («Une balle dans le bide»), Alexandre Sadeghi («Le sutra des damnés») und Jacques-Étienne Bovard («Passé sous silence») nominiert, für die Deutschschweiz waren es Raphael Zehnder («Müller und das letzte Gefecht»), Christof Gasser («Spiegelberg») und Roger Graf («Falsche Freunde»). Gewonnen haben Raphael Zehnder und Gérald Brizon.
Nemo meldet sich zurück mit seinem ersten Album namens «Arthouse» und einer Europatournee. Nach dem glamourösen ESC-Gewinn 2024 waren die Erwartungen hoch. Hier die ersten Reaktionen in einer Presseschau und einige ergänzende Links zu Interviews, Hintergründen, Videos, Tipps, Kontakten.
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 25. Oktober 2025, 11.03 Uhr / Podcast
Der am 12. Mai 1936 in Berlin geborene Jazzmusiker und Komponist Klaus Doldinger (Bild) ist am 16. Oktober 2025 in Icking bei München gestorben. Beim breiten Publikum sind seine bekanntesten Werke die Titelmusik zum Film «Das Boot», zu den TV-Serien «Tatort», «Liebling Kreuzberg» sowie «Ein Fall für Zwei» und die Filmmusik zu «Die unendliche Geschichte». Auch die ikonische Film-Fanfare der Constantin AG, die in einer Vielzahl von deutschen Spielfilmen zu hören ist, stammt aus seiner Feder. Der Musikwelt bleibt er aber vor allem auch als begnadeter Jazzmusiker (Keyboard, Klarinette, Tenor- und Sopransaxofon), Arrangeur, Produzent und Bandleader in Erinnerung. Er gründete nacheinander die Bands The Feetwarmers, Oscar’s Trio, das Klaus Doldinger Quartett, Motherhood und Klaus Doldingers Passport mit Udo Lindenberg am Schlagzeug. Diese pionierhafte Band spielte Jazz-Rock und Fusion Music und galt als «deutsche Antwort auf Weather Report». Klaus Doldinger, der auch studierter Musikwissenschafter und Tonmeister war, galt als wichtiger Talentförderer in Deutschland und spielte international mit Jazz-Grössen wie Don Ellis, Johnny Griffin, Idrees Sulieman, Kenny Clarke, Donald Byrd oder Benny Bailey. Doldinger war musikalisch sehr vielfältig tätig, in den 1960er-Jahren schuf er auch Tanz- und Rock-Musik unter dem Pseudonym Paul Nero. Er veröffentlichte mehr als 50 Tonträger, schrieb rund 2’000 Stücke und stand gegen 5’000 Mal auf Bühnen in rund 50 Ländern. (*)
Ausstellung im Vitra Design Museum, Weil am Rhein (D), vom 18. Oktober 2025 bis am 15. Februar 2025
Die Empfängerinnen des Jungck-Künstlerinnenpreises 2025 sind Brigitte Lustenberger (Hauptpreis) sowie Nicole Hametner und und Romana Del Negro (Anerkennungspreise). Die Preisverleihung fand am 17. Oktober 2025 in der Galerie Beatrice Brunner in Bern statt. Der Hauptpreis ist mir 15’000 Franken dotiert. Je nach Bewerbungen kann die Jury zwei weitere Künstlerinnen mit einem Förder- oder Anerkennungspreis von je CHF 5’000.– auszeichnen. Die Stiftung möchte mit diesen Preisen Künstlerinnen für ihre Leistungen im Bereich der bildenden Künste auszeichnen oder ihre geplanten Projekte fördern. Berücksichtigt werden Künstlerinnen und Künstlerinnengruppen mit Werkplatz im Kanton Bern, welche selber nur über bescheidene Mittel verfügen oder deren Projekte aufgrund der fehlenden Mittel nicht realisiert werden können. Der Preis ist nicht an eine Altersgrenze gebunden. Die Ausschreibung für den Preis 2026 erfolgt im Frühjahr 2026.
Der am 27. April 1951 in New York City geborene Rock-Gitarrist Paul Daniel «Ace» Frehley (Bild) ist am 16. Oktober 2025 in Morristown (New Jersey) gestorben. Er war Mitbegründer und ehemaliger Leadgitarrist der Hard-Rock-Band KISS sowie Gründer und Namensgeber der Gruppe Frehley’s Comet. Mit KISS wurde er in die Rock-and-Roll-Hall-of-Fame aufgenommen. Ace Frehley gilt als einer der einflussreichsten Rock-Gitarristen, den zahlreiche später berühmt gewordene Musiker als wichtige Inspiration nennen. (*) Mit mehr als 100 Millionen weltweit verkauften Alben zählt die Gruppe KISS zu den erfolgreichsten Rock-Bands.
Matthias Strasser (Bild) wird per Sommer 2026 neuer EU-Korrespondent für Radio SRF in Brüssel. Der 34-Jährige folgt auf Charles Liebherr, der nach Ablauf seines Mandats in die Schweiz zurückkehrt.
Ausstellung im Landesmuseum Zürich, bis am 15. Februar 2026
Die Musik des Schweizer Komponisten Robert Oboussier (Bild, 1900-1957) fand begeisterte Aufnahme. Als durch seine Ermordung seine Homosexualität ans Licht kam, erlosch die Wertschätzung mit einem Schlag. Jetzt kann er durch neue Aufnahmen seiner Werke und ein Buch über sein Leben wiederentdeckt werden. Barbara B. Peter beleuchtet im heutigen «Kulturplatz Talk» von Radio SRF 2 Kultur zusammen mit Ramon Bischoff Leben und Werk von Oboussier.
Über die Auffahrtstage vom 14. bis 17. Mai 2026 findet die 25. Photo Münsingen statt. Das Jubiläum wird in gewohntem Umfang mit vielen Fotoausstellungen von renommierten Fotografinnen und Fotografen, Fotoklubs aus dem In- und Ausland, Fotoworkshops und audiovisuellen Produktionen aufwarten. Das Programm wird anfangs 2026 bekannt gegeben. Die Ausgabe im Jahr 2026 wird auch die letzte Photo Münsingen sein. Aus personellen und finanziellen Gründen muss der beliebte und schweizweit bekannte Fotoevent im Schlossgutareal Münsingen eingestellt werden, wie die Organisator:innen heute mitteilen.
Der am 2. September 1940 als Horst Nussbaum geborene ehemalige Fussball-Profispieler, der Komponist und Musikproduzent Jack White (Bild), ist am oder vor dem 16. Oktober 2025 in Berlin gestorben. Er schrieb in den 1970er- und 1980er-Jahren Lieder für Sänger wie Tony Marshall («Schöne Maid»), Jürgen Marcus («Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben») oder Andrea Jürgens («… und dabei liebe ich euch beide»). Ausserdem arbeitete er mit Tina York, Ireen Sheer, Roland Kaiser, Hansi Hinterseer, Nina & Mike, Roberto Blanco und auch mit ausländischen Künstlern zusammen. So war er als Produzent von Paul Anka, Engelbert, Tony Christie und David Hasselhoff («Looking for Freedom») auch international erfolgreich und erreichte mit den Welthits «Gloria» und «Self Control», beide gesungen von Laura Branigan, die Top Ten der US-Charts. Auch «When the Rain Begins to Fall» mit Jermaine Jackson & Pia Zadora war sehr erfolgreich. Mit über einer Milliarde verkauften Tonträgern gehörte er zu den erfolgreichsten deutschen Musikproduzenten. (*)
Am vergangenen Samstag, 11. Oktober 2025, ist der am 2. Dezember 1968 geborene Schweizer Pianist Tomas Dratva (Bild) an den Folgen einer Operation gestorben. Tomas Dratva war ein begeisterter und begeisternder Klavierpädagoge und ein bekannter Pianist mit zahlreichen Tonträgereinspielungen. 2017 gründete Dratva das Musiklabel PIANOVERSAL, das weltweit erste rein digital publizierende Musiklabel für klassische und zeitgenössische Klaviermusik. Seit 2019 war Dratva Präsident der EPTA Schweiz, der Schweizer Sektion der European Piano Teachers Association.
Eine ganze Anzahl von weit über Genf hinaus bekannten Lichtinstallationen im öffentlichen Raum der Stadt soll entfernt werden, wird uns mitgeteilt. Sie seien ja als temporäre Kunstwerke geplant gewesen und ihr Unterhalt sei jetzt zu teuer, heisse es aus der Verwaltung. Aus dem Aufruf der Gruppe SNAPP NEONS: «Eine Petition hat bereits über 2’500 Unterschriften zur Rettung der Genfer Lichtinstallationen gesammelt, doch die Verwaltung weigert sich weiterhin, sie zu schützen. Helfen Sie uns, sie zu retten und überzeugen Sie die Stadt und die Regierung. Ihre Unterstützung für zeitgenössische Kunst ist von unschätzbarem Wert.» Die «Neon-Parallax»-Werkgruppe im Plainpalais wurde 2017 mit dem Schweizer Visarte-Preis ausgezeichnet. Diese Serie von zehn Werken ist auf dem grössten Platz der Stadt zu sehen. «Pinta Cura» ist eine spektakuläre, 17 x 24 Meter grosse Lichtinstallation, die seit 2016 vor dem Genfer Bahnhof zu bewundern ist.
Nach der Verfilmung von «Zwingli» wagte sich der Zürcher Regisseur Stefan Haupt (Bild) an Weltliteratur, an Max Frischs «Stiller». Wie er es geschafft hat, das Werk voller Rückblenden und eingeschobener Geschichten, voller innerer Vorgänge auf die Leinwand zu bringen, sagte Haupt am Donnerstag im «Tagesgespräch» mit Ivana Pribakovic.
Die Camerata Bern, Werner Hasler, Nemo und Soukey werden mit dem Musikpreis des Kantons Bern 2025 geehrt. Das Preisgeld beträgt je 15’000 Franken. Der mit 3’000 Franken dotierte Nachwuchsförderpreis «Coup de cœur» geht an den Rapper Jule X.
Der am 18. März 1947 in Portland (Oregon) geborene US-amerikanische Künstler und Illustrator Drew Struzan (Bild) ist am 13. Oktober 2025 gestorben. Er wurde vor allem durch seine Filmplakate bekannt. Im Jahr 1965 begann er seine Ausbildung zum Illustrator am Art Center College of Design in Los Angeles, einer der führenden Design-Schulen weltweit. Zunächst entwarf er Covers für verschiedene Musikalben. Unter anderem erstellte er die Covers für das Black-Sabbath-Album «Sabbath Bloody Sabbath» und für Alice Coopers «Welcome to My Nightmare». 1975 begann er mit dem Design von Filmplakaten. Zuerst entwarf er Plakate für diverse B-Movies, aber 1977 kam schliesslich sein grosser Durchbruch, als er das Plakat für «Krieg der Sterne» entwerfen durfte. Durch diesen Erfolg wurden andere Filmstudios auf ihn aufmerksam und er bekam nun häufiger den Auftrag, Plakate zu erstellen. Insgesamt schuf er über 150 Filmplakate, darunter Plakate für die Filmreihen «Indiana Jones», «Star Wars», «Police Academy» und für viele andere. 2013 entstand mit «Drew: The Man Behind The Poster» eine Dokumentation über ihn. (*)
Ab dem 1. Januar 2026 wird der jährliche Bundesbeitrag für die regionale und lokale Presse um 10 Millionen Franken auf 40 Millionen Franken erhöht. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 15. Oktober 2025 beschlossen. Er vollzieht damit einen Entscheid, den das Parlaments nach der Debatte über die parlamentarische Initiative 22.423 Bulliard-Marbach gefällt hat.
1975 wurde das Europäische Denkmalschutzjahr unter dem Motto «Eine Zukunft für unsere Vergangenheit» lanciert. Fünfzig Jahre später stellt die zum Jubiläum organisierte internationale Konferenz auf dem Monte Verità in Ascona vom 21. bis 24. Oktober 2025 die Frage: Wessen Vergangenheit bewahrt die Denkmalpflege zukünftig?
Fotos, Filme, Töne und Videos prägen unser kollektives Gedächtnis und lassen uns Geschichte unmittelbar und emotional erleben. Aus diesem Grund trägt der Kanton Graubünden seit Jahren aktiv dazu bei, sein reiches audiovisuelles Gedächtnis zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Neu fliesst dieses Kulturerbe in das nationale Übersichtsinventar von Memoriav ein.
Der am 11. Februar 1974 in Richmond (Virginia) als Michael Eugene Archer geborene US-amerikanische Musiker, Sänger und Produzent D’Angelo (Bild) ist am 14. Oktober 2025 in New York City gestorben. Er war Rhythm-and-Blues-Musiker der Neo-Soul-Strömung, die ab Mitte der 1990er-Jahre in den USA entwickelt wurde. 1995 erschien sein Debüt «Brown Sugar». Der Titeltrack des Albums erhielt drei Grammy-Nominierungen und einen American Music Award. Sein zweites Solo-Album «Voodoo» erschien fünf Jahre später. Die erste Auskopplung «Left & Right» erreichte gute Platzierungen, aber die nachfolgende Auskopplung «Untitled (How Does It Feel)» wurde ein grosser Erfolg, massgeblich durch das Video. (*) «Billboard» bezeichnete d’Angelo als einen der grössten R&B-Künstler und «Rolling Stone» setzte ihn auf Platz 75 der 200 Greatest Singers of All Time. Der Song «Untitled (How Does It Feel)» brachte ihm den Grammy Award for Best Male R&B Vocal Performance, während das Album «Voodoo» (2000) zum Best R&B Album erkoren wurde.
Der Salzburger Stier ist der renommierteste Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum. 1982 wurde er zum ersten Mal vergeben. Während 15 Jahren wurde der «Stier» in Salzburg verliehen, dann ging er auf Reisen, und zwar zu den Hörerinnen und Hörern der am Preisverfahren beteiligten Sendestationen. Der Salzburger Stier ist mit je 6’000 Euro dotiert. Hinter dem Salzburger Stier stehen die öffentlich-rechtlichen Radiostationen in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz und im Südtirol, die sich zu einer Radiovereinigung zusammengeschlossen haben. Die Preisträger:innen im Jahr 2026 sind Bodo Wartke (Deutschland), Sonja Pikart (Österreich) und Markus Schönholzer (Schweiz).