4. Juni 2026
9. JUNI 2026: «TAG DER SCHWEIZER LITERATUR» BEI SRF
SRF ruft am Dienstag, 9. Juni 2026, zum zweiten Mal den «Tag der Schweizer Literatur» aus. Im Zentrum steht dieses Jahr die Wechselwirkung zwischen der Schweizer Literatur und Sagen. «Das Publikum kann dabei nicht nur im Radio sowie online zuhören und lesen, sondern sich auch aktiv beim Verfassen einer Sage auf Radio SRF 1 einbringen», heisst es in der entsprechenden Medienmitteilug.

Bild: «Tag der Schweizer Literatur – Mythen und Sagen» – © : SRF / Oscar Alessio, 2026
Am Dienstag, 9. Juni 2026, geht der «Tag der Schweizer Literatur» in die zweite Runde. Mit Beiträgen im Radio, im TV und online widmet SRF diesen Tag dem Hauptthema «Literatur und Sagen». Mit dem «Schweizer Literaturtag» 2026 sollen «relevante, zeitgemässe Fragen erörtert und dabei die Schweizer Literatur als Teil des gesellschaftlichen Diskurses sichtbar gemacht werden», wie SRF schreibt.
Nebst diversen Onlineartikeln, Radio- und Kurzbeiträgen auf verschiedenen Kanälen kann sich das Publikum auch aktiv am «Tag der Schweizer Literatur» einbringen. Verschiedene Sagen unserer Zeit sind auf Radio SRF 2 Kultur zu hören und werden anschliessend von Expert:innen diskutiert. Das Publikum hat die Möglichkeit, zusammen mit dem Walliser Autor Wilfried Meichtry im Laufe des Tages auf Radio SRF 1 eine Sage zu verfassen.
Schweizer Literatur und Sagen im Fokus
Sagen sind per se literarisch: einfache Erzählungen mit klar verorteten Schauplätzen und symbolischen Handlungen, oft durchzogen vom Übersinnlichen. Kein Wunder, dienen sie Autorinnen und Autoren immer wieder als Inspirationsquelle: Ohne Schiller wäre Tell vielleicht nie zu grossem Ruhm gekommen. Ohne Frisch wäre er der unberührbare Sockelheld geblieben. Auch die Alpensagen sind literarische Inspirationsquellen, vom «Sennentuntschi» Hans-Jörg Schneiders über Tim Krohns «Vrenelis Gärtli» bis zum Pilatusdrachen in Martina Clavadetschers jüngstem Roman «Die Schrecken der anderen».
Sagen spiegeln die Werte einer Gesellschaft und das (nicht) erwünschte Verhalten ihrer Individuen. Literatur, die sich auf Sagen bezieht, problematisiert diese Werte und Bilder. Diese spannende Wechselwirkung zwischen Sagen und Literatur erhebt SRF zum Hauptthema des «Tages der Schweizer Literatur» am 9. Juni 2026.
Programmübersicht
Im TV:
«Tagesschau»/«10 vor 10»-Beitrag am Montag, 8. Juni 2026: «Tylangir – Walliser Sagen in Heavy-Metal-Songs»
Auf Radio SRF 2 Kultur:
06.50 Uhr: «100 Sekunden Wissen: Lindwurm»
09.00–09.30 Uhr: «Kulturplatz Talk» zum Thema «Sagen und Schweizer Literatur» mit Literaturprofessor Rico Valär
10.00–12.00 Uhr: «Sagen unserer Zeit» – verfasst von Studierenden des Schweizerischen Literaturinstituts für den «Tag der Schweizer Literatur», besprochen von Kulturwissenschaftlerin Barbara Piatti und Literaturredaktor Markus Gasser
16.00–18.00 Uhr: «Moderne Sagen – Urban Legends – Creepypastas». Vom Weiterleben der Sagenmotive im digitalen Zeitalter
Auf Radio SRF 1:
07.00–20.00 Uhr: «Eine Sage entsteht» mit Autor Wilfried Meichtry (unter Mitwirkung des Publikums in verteilten, kurzen Liveschaltungen)
07.10 Uhr: «Morgengast» mit Autor Wilfried Meichtry
10.00–11.00 Uhr: «Treffpunkt» zum Thema «Gesellschaftliche Wirkung von Sagen heute» mit Literaturredaktor Simon Leuthold
20.00–20.30 Uhr: «Literaturclub Buchtipps» mit Beispielen von Romanen aus der Schweiz, in denen sagenhafte Stoffe literarisiert werden
Online / News App:
«Die behaarte Hand, die in den glatten Alltag eingreift» – wie alte Sagenmotive in der Literatur, als urbane Legenden und in Netzgeschichten weiterleben
«Eine Sage entsteht» mit Autor Wilfried Meichtry, unter Mitwirkung des Publikums
Collection mit verschiedenen Sagen bei SRF Hörspiel (Aktuell – Hörspiel – SRF)
Quelle / Kontakt:
https://medien.srf.ch/-/%C2%ABtag-der-schweizer-literatur%C2%BB-2026-bei-srf
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Kommentare von Daniel Leutenegger