Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 24. Oktober 2026, 11.03 Uhr / Podcast

Bild: Marius Kob – Foto: SRF / zVg
Der Figurenspieler und Figurenbauer Marius Kob bringt einen Gorilla aus Peddigrohr mit ins Studio und zeigt, wie schon eine kleine Bewegung den Eindruck wecken kann, eine Figur denke und fühle.
Aufgewachsen ist Kob in Magdeburg. Zum Theater kam er als Jugendlicher durch eine Kabarettgruppe an seiner Schule. Sein erster Auftritt begann mit Jubel und endete damit, dass kaum noch jemand zuhörte. Die Frage, wie auf der Bühne ein Austausch mit dem Publikum entsteht, beschäftigt ihn bis heute.
Später entdeckte er das Figurentheater und wusste: das ist mein Weg. Kob baut und spielt Figuren, arbeitet mit Schulklassen und kuratiert für das internationale Basler Figurentheaterfestival. Ihn interessiert, was Theater bei Menschen auslösen kann. Ein Stück soll für ihn mehr bieten als einen überraschenden Effekt: Es soll berühren. Auch die Frage nach Heimat begleitet seine Arbeit. Ein eigenes Stück entstand aus dem Blick auf das Magdeburger Viertel, in dem er aufgewachsen war und aus dem nach der Wende viele Menschen wegzogen.
In «Musik für einen Gast» erzählt Marius Kob von seinen Anfängen auf der Bühne, vom Leben, das er Gegenständen einhaucht, und davon, weshalb eine gelungene Szene Raum für das Unvorhergesehene braucht. Dazu hört er Musik, die ihn seit seiner Jugend begleitet – von Ella Fitzgerald über Nirvana und Bach bis zu Miles Davis. Dessen Spiel erinnert ihn an etwas, das er auch im Figurentheater sucht: Kontrolle und zugleich die Offenheit für den Moment.
Redaktion und Moderation: Eva Oertle
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Kommentare von Daniel Leutenegger