12. Januar 2026
IRÈNE JACOB, MAX HUBACHER, RABEA LÜTHI UND ESTHER GEMSCH ERHALTEN SCHAUSPIELPREISE PRIX SWISSPERFORM 2026
An den 61. Solothurner Filmtagen werden die Schauspielpreise Prix Swissperform 2026 an Irène Jacob, Max Hubacher, Rabea Lüthi und Esther Gemsch verliehen. Die Preise würdigen «herausragende Schauspielleistungen in Schweizer Fernsehproduktionen» und sind mit jeweils 10'000 Franken dotiert. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 25. Januar 2026, im Landhaus Solothurn statt.

Bilder: (v.l.) Irène Jacob, Esther Gemsch, Max Hubacher und Rabea Lüthi – Collage: © Solothurner Filmtage 2026
Beste Hauptrolle: Irène Jacob («Intraçables»)
Der Preis für die beste Hauptrolle geht an Iréne Jacob für ihre Darstellung als Kommissarin Josèphe Brunner in der Fernsehserie «Intraçables» (Co-Regie: Louis Farge, Luc Walpoth, Konzept: Ami Cohen, Raphaël Meyer, Produktion: Akka Films, Empreinte Digitale, RTS Radio Télévision Suisse, TF1 International).
Die Serie folgt der ehemaligen Journalistin Giulia Conforti, die nach dem Tod ihres Ehemanns als Taxifahrerin in Genf arbeitet. Als sie beginnt, den Umständen seines tödlichen Unfalls nachzugehen, gerät sie ins Visiers eines Hackers und wird mit den Auswüchsen der digitalen Überwachung konfrontiert.
Irène Jacob verkörpere die Kommissarin Josèphe Brunner mit bemerkenswerter Genauigkeit. Mit ihrem Spiel verleihe sie der Figur eine Form von Klarheit, bisweilen auch eine gewisse schneidende Schärfe, die die Spannungen einer Gesellschaft im Wandel spürbar mache: Die Jury würdigt eine Schauspielerin, deren Präsenz all jene inspiriere, die an eine aufrichtige, anspruchsvolle, sensible und stets notwendige Kunst glaubten.
Beste Nebenrolle: Max Hubacher («The Deal»)
Der Preis für die beste Nebenrolle geht an Max Hubacher für seine Rolle als Olivier Dayer in der TV-Serie «The Deal» (Regie: Stéphane Bron, Produktion: Bande à part Films, Les Films Pelléas, Gaumont Télévision, RTS Radio Télévision Suisse, Bidibul Productions, ARTE France – Unité Cinéma, Versus Production).
Die Serie erzählt von den Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Jahr 2015, die unter Hochdruck in einem Genfer Luxushotel stattfinden, während der Iran im Verdacht steht, heimlich Atomwaffen zu entwickeln.
Max Hubacher spielt einen Security-Mitarbeitenden, der oft fast unbemerkt am Rande steht und doch immer präsent ist. Es gelinge ihm, jede noch so kurze Szene mit grosser Intensität zu spielen. Inmitten eines internationalen Casts steche er durch seine unaufdringliche Präsenz hervor. Diese Leistung sei Ausdruck seines feinen Handwerks und seiner Aufmerksamkeit für Nuancen, s hreibt die Jury.
Schauspiel-Nachwuchspreis: Rabea Lüthi («Maloney», Folge: «Der Lift»)
Der Schauspiel-Nachwuchspreis geht an Rabea Lüthi für they Rolle als Lea Bleising in der Serie «Maloney – Der Lift» (Co-Regie: Michael Schaerer, Luca Ribler, Konzept: Luca Ribler, Noëmi Steffen, Pascal Glatz, Produktion: C-Films AG, SRF Schweizer Radio und Fernsehen).
Die Krimiserie erzählt aus der Perspektive des ikonischen Privatdetektivs Philip Maloney, der sich mit gierigen Unternehmer:innen, untreuen Ehepartnern und gefährlichen Verbrecher:innen auseinandersetzt. Plötzlich mischt sich Lea Bleising in die Ermittlungen ein. Ungefragt und unbeirrbar heftet sich die selbst ernannte Privatdetektivin an den alten garstigen Maloney und ermittelt in der Folge «Der Lift» begeistert und angstfrei das Verschwinden ihres Freundes.
Rabea Lüthi treffe den feinen Grad zwischen dem Schmunzeln über die Figur, ohne deren Würde anzugreifen. Stärken und Schwächen würden sichtbar, ohne den Charakter zu verraten. Rabea Lüthis Gespür für feine Komik, im Wechsel mit tief empfundenen Emotionen, mache das Spiel so reizvoll, sodie Jury.
Jurypreis: Esther Gemsch («La Linea della Palma»)
Der Jurypreis geht an Esther Gemsch für ihre Rolle als La Duchessa in der Serie «La Linea della Palma» (Regie: Fulvio Bernasconi, Konzept: Mattia Lento, Thomas Ritter und Maria Roselli, Produktion: hugofilm features GmbH, RSI Radiotelevisione svizzera, ARTE G.E.I.E).
In der Serie geht es um die engagierte Journalistin Anna, die den grössten Kunstraub des Jahrhunderts untersucht und dabei die Verstrickung ihrer Familie in der Mafia entdeckt.
Esther Gemsch blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Bereits als junge Schauspielerin wurde sie für eine Rolle im belgischen Kinofilm «Rue haute» besetzt. Es folgten Hauptrollen im Schweizer Kinofilm «Kleine frieren auch im Sommer» sowie im TV-Film «Eiskalte Vögel». In den darauffolgenden Jahren spielte sie zahlreiche Rollen in erfolgreichen Schweizer Filmen wie «Die goldenen Jahre» oder «Die göttliche Ordnung». Ihren Durchbruch erzielte sie mit der Seifenoper «Lühti und Blanc», in der sie die Figur Lisbeth Rohner verkörperte. Für ihre schauspielerischen Leistungen erhielt Esther Gemsch 2003 den Prix Walo. 2004 wurde sie für ihre Hauptrolle im Film «Haus ohne Fenster» für den Schweizer Filmpreis nominiert.
Nun ehrt die Jury Esther Gemsch mit dem Jurypreis. Obwohl ihre Rolle nicht die umfangreichste sei, zeige sie eine tiefgründige und komplexe Figur. Sie habe alle und alles in der Hand und strahle gleichzeitig eine grosse Wärme aus. Diese Rolle sei eine aktuelle Spitze des Eisberges von Esther Gemschs Schaffen, hält die Jury fest.
Die Verleihung der Preise
Mit dem Prix Swissperform werden seit 2001 jedes Jahr Schauspielleistungen in Fernsehproduktionen ausgezeichnet. Die Preise werden im Rahmen der Solothurner Filmtage verliehen. Die Jury setzt sich in diesem Jahr aus dem Produzenten Adrian Blaser, der Schauspielerin Sophie Hutter und Tanja Groot Kormelink, Programmmitglied der Solothurner Filmtage, zusammen.
Die Schauspielpreise werden am Sonntag, 25. Januar 2026, 17:00 Uhr im Landhaus im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung vergeben. Im Anschluss wird «Die Vorkosterinnen» von Silvio Soldini mit Esther Gemsch gezeigt.
Swissperform
Das Preisgeld wird von der Schweizerischen Kulturstiftung für Audiovision gestiftet. Swissperform ist die Verwertungsgesellschaft für die Leistungsschutzrechte in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Gesellschaft handelt mit den Nutzer:innen und ihren Verbänden Tarife aus und sorgt dafür, dass die entsprechenden Gelder eingezogen und an die Berechtigten unter anderem im audiovisuellen Bereich verteilt werden.
Quellen / Kontakt:
https://www.solothurnerfilmtage.ch/de/festival/preise-und-jurys/prix-swissperform-schauspielpreis
https://www.swissperform.ch/de/prix-swissperform-schauspielpreise-2026/

Bild: Maloney, Der Katzenfisch, Folge 11 mit (v.l.) Stefan Kurt als Polizist, Rabea Lüthi als Lea Bleising und Marcus Signer als Philip Maloney – Foto: © SRF / Pascal Mora
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Kommentare von Daniel Leutenegger