18. Februar 2026
VIER MUSEEN IN DREI JAHREN: DER SCHWEIZER JACQUES AYER ÜBERNIMMT AUFBAU UND LEITUNG IN BENIN
Der Freiburger Paläontologe Jacques Ayer (Bild) wurde von der Regierung Benins zum Generaldirektor der Réunion des musées publics (RMP) ernannt. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Projekt: den Aufbau von vier Institutionen innerhalb von drei Jahren (zwischen 2026 und 2029), die der Aufwertung beninischer Kunstwerke gewidmet sind. Ayer hat seinen Posten im Januar 2026 angetreten. Ghania Adamo berichtet auf «swissinfo.ch».

Bild: Jacques Ayer – Foto: © Institut d’histoire de l’art et muséologie, Université de Neuchâtel, https://www.unine.ch/iham/presentation/equipe/jacques-ayer/

Bild: Das Hauptgebäude des künftigen internationalen Vodun-Museums in Porto-Novo – Illustration: © Koffi & Diabaté Architectes, Abidjan
Es ist ein monumentales Projekt, das vier Museen umfasst, die derzeit in vier Städten Benins gebaut werden. Es handelt sich dabei um das internationale Museum zur Erinnerung an die Sklaverei in Ouidah, das sich der Geschichte des Sklavenhandels zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert widmet, das Museum der Könige und Amazonen von Dahomey in Abomey, das der Rekonstruktion der Königspaläste dient, das internationale Vodun-Museum in Porto-Novo, das das religiöse Erbe Benins und der Voodoo-Gemeinschaften in Afrika würdigt und schliesslich um das Museum für zeitgenössische Kunst in Cotonou, das beninische und afrikanische Künstler:innen von heute bekannt machen will.
Jacques Ayer
Als ausgebildeter Paläontologe mit einem Master-Abschluss in Geologie, den er 1994 an der Universität Neuenburg erworben hat, habe er «seine Sporen abverdient», wie Ayer selbst sagt. Von 1994 bis 2004 war Ayer Konservator der Abteilung für Geowissenschaften am Naturhistorischen Museum Neuenburg. Anschliessend leitete er das Jurassica Museum in Porrentruy (Jura), bevor er von 2012 bis 2020 die Leitung des Naturhistorischen Museums Genf übernahm.
Vor etwas mehr als vier Jahren gründete Ayer sein eigenes Beratungsbüro Muséolis mit Sitz in Genf, das es ihm ermöglicht, Projekte im Zusammenhang mit der Museologie aufzubauen. «Dreissig Jahre Erfahrung haben seine Kontakte diversifiziert und sein Adressbuch bereichert», schreibt «swissinfo.ch».
Quelle / Mehr:
FR:
Au Bénin, la création d’un pôle muséal est confiée à un Suisse

Bild: Die künftige Dauerausstellung des Museums der Könige und Amazonen von Dahomey in Abomey – Illustration: © Koffi & Diabaté Architectes, Abidjan
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Kommentare von Daniel Leutenegger