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Kategorie: Druck, Verlag, Printprodukte, Medienhäuser

23. Juli 2026

DER SCHWEI­ZER VER­LE­GER URS BREI­TEN­STEIN IST GE­STOR­BEN

Urs Breitenstein - Foto: © https://www.ursbreitenstein.ch/

Der am 8. November 1942 in Bettwil (AG) geborene Schweizer Verleger und Humanist, Buch-, Lese- und Sprach-Förderer Urs Breitenstein (Bild) ist am 17. Juli 2026 gestorben. Breitenstein studierte Klassische Philologie in Basel und Tübingen. 1974 schloss er als Dr. phil. der Universität Basel in Griechischer Philologie mit Latein und Vergleichender Sprachwissenschaft sowie Fachprüfung für Gymnasiallehrer in Griechisch, Latein und Hebräisch ab. 2006 fand seine Ehrung durch die Philosophisch-historische Fakultät der Universität Bern mit dem Dr. phil. h.c. für die verlegerische Förderung der Geisteswissenschaften, andererseits für vielfältigen Einsatz um eine Buch- und Lesekultur im In- und Ausland statt. Ab 1974 und bis 2007 war Breitenstein im Verlag Schwabe Basel Berlin beschäftigt, zunächst als wissenschaftlicher Lektor, ab 1988 (500-Jahr-Feier des Verlagshauses) als Verlagsleiter, ab 1996 als Verleger. Breitenstein engagierte sich darüber hinaus u.a. im Schweizerischen Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV), für die Basler Papiermühle, das Literaturfestival Basel, im International Board on Books for Young People, für die GGG Stadtbibliothek Basel, in der Aeneas-Silvius-Stiftung, bei der SOK – Schweizer Orthographische Konferenz oder im Verein BAKAME – Bücher für Kinder in Ruanda.

22. Juli 2026

DER «AP­PEN­ZEL­LER VOLKS­FREUND» IM DI­GI­TA­LEN AR­CHIV

Appenzeller Volksfreund Nr.54, 5. Juli 1876, Organ für Wahrheit und Recht https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=AVF18760705-01.1.1&e=-------de-20--1--img-txIN--------0-----

Der «Appenzeller Volksfreund» ist ab sofort digital verfügbar. Nach einem mehrjährigen Projekt stehen sämtliche Ausgaben von 1876 bis 2016 kostenlos auf der Plattform «e-newspaperarchives.ch» zur Verfügung. Damit wird ein bedeutender Teil des Appenzeller Kulturerbes langfristig gesichert und für alle einfach zugänglich.

22. Juli 2026

«IN­NER­RHO­DER SCHRIF­TEN» SIND NEU ON­LINE ZU­GÄNG­LICH

Silvia Sonderegger-Inauen: Dorfansicht Oberegg von Osten. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und der Saalgemeinschaft Oberegg. © 2018 Kanton Appenzell Innerrhoden, «Innerrhoder Schriften», Appenzell

Die Standeskommission des Kantons Appenzell Innerrhoden gibt seit 1990 die Buchreihe «Innerrhoder Schriften» heraus. Die Reihe fördert die wissenschaftliche und literarische Beschäftigung mit Land und Leuten. Neu können die Schriften als pdf-Datei heruntergelanden werden. Das ermöglicht eine Wortsuche in den Texten.

17. Juli 2026

«GRA­FIK. VI­SU­EL­LE GE­STAL­TUNG IM ALL­TAG»

Dieses Plakat von Ruedi Külling richtet sich an ein junges Publikum und bewirbt Sinalco als ein Symbol für Coolness und Geselligkeit. Diskussionen über den Zuckergehalt gewinnen erst ab den 2010er-Jahren an Bedeutung. Ruedi Külling, Plakat, 1972, Lithographie. Schweizerisches Nationalmuseum

Ausstellung im Landesmuseum Zürich, vom 17. Juli 2026 bis am 4. April 2027

11. Juli 2026

«ORTE» ZUM JAZZ FES­TI­VAL WIL­LI­S­AU: «JAZZ & POE­SIE»

orte 235 2026 jazz & poesie jazz festival willisau

Mitte Juli 2026 erscheint die Ausgabe «Jazz & Poesie» der Literaturzeitschrift «orte». Gemeinsam mit dem Kulturpartner Jazz Festival Willisau wird sie in einer Auflage von 3’000 Exemplaren hergestellt. Am Vorabend des Jazz Festivals, am 25. August 2026, findet in Willisau eine «orte»-Lesung mit Musik zum Thema statt.

7. Juli 2026

MEHR ALS 1’000 DRU­CKE: HIS­TO­RI­SCHE ST.GAL­LER BUCH-KUL­TUR IST JETZT ON­LINE ZU­GÄNG­LICH

© https://www.e-rara.ch/nav/classification/31586477

Die Stiftsbibliothek St.Gallen und die Kantonsbibliothek Vadiana St.Gallen schaffen gemeinsam einen Zugang zum st.gallischen Büchererbe bis 1805. Mehr als tausend Drucke aus dem heutigen Kantonsgebiet vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert stehen als frei zugängliche digitale Ausgaben zur Verfügung. Die beiden Bibliotheken haben das Projekt gemeinsam mit der Plattform e-rara.ch der ETH-Bibliothek erfolgreich abgeschlossen.

29. Juni 2026

ZUR STIL­LEN ER­FOLGS­GE­SCHICH­TE DER AAR­GAU­ER MÖ­BEL­IN­DUS­TRIE

Publikation "Möbelindustrie und -handel seit 1870": Tischschreinerei Oberle & Hauss AG, Döttingen, um 1930

Mit dem dritten Band seiner Reihe «Aargauer Industriegeschichten» rückt Museum Aargau ein unterschätztes Kapitel in den Mittelpunkt: die Möbelbranche des Kantons. Die neue Publikation «Möbelindustrie und -handel seit 1870» von Möbelhistoriker Dieter Pfister zeigt, wie Aargauer Firmen Generationen von Schweizer Wohn- und Büroräumen geprägt haben.

25. Juni 2026

DER NEUE PRÄ­SI­DENT DER STIF­TUNG SCHWEI­ZER PRES­SE­RAT HEISST BER­NARD MAIS­SEN

Bernard Maissen - Foto: © RTR, 2025, https://www.rtr.ch/cultura/sin-visita-tar-50-50-bernard-maissen-jau-sun-sursta-da-la-decisiun-dal-tribunal

Der Stiftungsrat der Stiftung Schweizer Presserat hat Anfang Juni 2026 Bernard Maissen (Bild) zum neuen Präsidenten des Stiftungsrats gewählt, wie jetzt bekannt wird. Der ehemalige Direktor des Bundesamts für Kommunikation folgt auf Daniel Hitzig, der Anfang Mai zurückgetreten ist.

9. Juni 2026

BUK IN LU­ZERN IST BUCH­HAND­LUNG DES JAH­RES 2026, DER AU­TIS­MUS­VER­LAG AUS ST.GAL­LEN IST VER­LAG DES JAH­RES

© Autismusverlag, https://autismusverlag.ch/

Grosser Erfolg für BUK in Luzern und den Autismusverlag in St.Gallen: Sie sind zur Buchhandlung und zum Verlag des Jahres gewählt worden. Die Deutschschweiz erfreut sich einer starken Buch-Infrastruktur: Sie umfasst rund 250 Verlage und etwa 300 Buchhandlungen. Dem Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband SBVV, der die Interessen der Deutschschweizer Branche vertritt, waren zu Beginn des Jahres über 160
Verlage und fast 270 Buchhandlungen angeschlossen.

8. Juni 2026

MAR­TIN OESCH UND LINA BRA­ZE­ROL AUS DER SCHWEIZ AM COMIC SALON ER­LAN­GEN (D) AUS­GE­ZEICH­NET

«Bester deutschsprachiger Comic-Künstler» Franz Suess (links) mit dem Schweizer Moderator Christian Gasser (rechts) - Copyright: Internationaler Comic-Salon Erlangen – Foto: Erich Malter, 2026

Am Sonntagabend, 7. Juni 2026, schloss der 22. Internationale Comic-Salon Erlangen (D) seine Pforten. Messeaussteller:innen und Veranstalter:innen sowie das Kulturamt der Stadt Erlangen sind «mit der Resonanz sehr zufrieden», wie sie schreiben: «Über 35’000 Besucher:innen kamen bei idealer Wetterlage zu den Messezelten und den über 20 Veranstaltungsorten in der gesamten Erlanger Innenstadt, – so viele wie nie zuvor. Vier Tage lang drehte sich in Erlangen alles um die Comic-Kunst. Rund 300 Messe-Aussteller:innen und 600 Künstler:innen präsentierten sich ihren Leser:innen in den Messezelt-Hallen, 19 Ausstellungen konnten in
der Erlanger Innenstadt entdeckt werden, weit über 300 Veranstaltungen – häufig zu anspruchsvollen kulturpolitischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Themen – wurden bemerkenswert gut angenommen.» Der Schweizer Martin Oesch gewann in Erlangen den Preis für das Beste deutschsprachige Comic-Debüt für sein Werk «Fleischeslust». Mit dem erstmals vergebenen Paul-Derouet-Förderpreis an «Abgang» der Schweizerin Lina Brazerol wurde «eine herausragende Publikation aus dem Hochschulbereich gewürdigt». Der Österreicher Franz Suess wurde zum besten deutschsprachigen Comic-Künstler gekürt.

8. Juni 2026

BERN: DIE GE­WIN­NE­RIN UND DIE GE­WIN­NER DES TRUE STORY AWARDS 2026

Gewinnerin und Gewinner des True Story Awards 2026 (v.l.): Saleh al-Laboudi, Martín Caparrós, Emma Graham Harrison und Hoda Osman - Foto: © https://truestoryfestival.org/de/news/gewinner-true-story-award-2026

Vom 5. bis am 7. Juni 2026 fand in Bern wieder das True Story Festival statt. Einer der Höhepunkte war die Bekanntgabe der Gewinnerin und der Gewinner des True Story Awards 2026 in den Kategorien «Research», «Impact» und «Storytelling» durch die Hauptjury.

5. Juni 2026

«SCHWEIZ HEUTE»: DAS ME­DI­EN-UN­TER­NEH­MEN CH MEDIA STAR­TET NEUES NEWS­POR­TAL

«Schweiz heute» Newsportal CH Media

CH Media baut das digitale Nachrichtenangebot aus: «Schweiz heute» heisst das soeben neu lancierte Newsportal. «Es rückt nationale und internationale Themen ins Zentrum – und verbindet diese mit den besten Geschichten aus den Regionen», verspricht CH Media. Gleichzeitig führt das Medien-Unternehmen ein neues Abo-Modell ein, «das den Zugriff auf die digitalen Angebote aller Tageszeitungen ermöglicht – ohne Aufpreis», wie in der Medienmitteilung zu lesen ist.

4. Juni 2026

ZUM TOD DER IRA­NISCH-FRAN­ZÖ­SI­SCHEN CO­MIC­ZEICH­NE­RIN, IL­LUS­TRA­TO­RIN, MA­LE­RIN, FIL­ME­MA­CHE­RIN, AU­TORIN UND AK­TI­VIS­TIN MAR­JA­NE SATRA­PI

Marjane Satrapi, 2007 - Foto: Rama, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Rama - Lizenz: https://en.wikipedia.org/wiki/CeCILL / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/fr/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Marjane_Satrapi_mg_7514.jpg

Die am 22. November 1969 in Rascht (Iran) geborene iranisch-französische Comiczeichnerin, Kinderbuch-Illustratorin, Filmemacherin, Malerin, Autorin und Aktivistin Marjane Satrapi (Bild) ist am 4. Juni 2026 in Paris gestorben. Weltweit wurde sie durch ihre Graphic-Novel-Autobiographie «Persepolis» bekannt. Die vier Bände erschienen in Frankreich zwischen 2000 und 2003; die englischen Übersetzungen folgten 2003 und 2004. Darin zeichnet und beschreibt sie in einfachen schwarz-weissen Einzelbildern ihre Kindheit in Iran und ihre Jugendjahre in Wien und Teheran. Sie verbindet ihre Lebensgeschichte eng mit der iranischen Geschichte und beschreibt die Auswirkungen der Politik der Revolutionswächter und der Regierung auf den Alltag der iranischen Jugend. Die Hauptfigur Marji erlebt darin den Sturz des Schahs, die Durchsetzung der Islamischen Republik, den Iran-Irak-Krieg und schliesslich das Exil in Europa. Das Werk wurde millionenfach verkauft, etablierte Satrapi als eine der international meistgelesenen iranischen Autorinnen und trug dazu bei, westliche Stereotype über die iranische Gesellschaft und Kultur aufzubrechen. Nach einer Erklärung ihres Umfelds starb sie «an Traurigkeit, ungefähr ein Jahr nach dem Tod von Mattias Ripa, ihrem Ehemann und der Liebe ihres Lebens». Der Élysée-Palast würdigte Satrapi nach ihrem Tod als bedeutende Figur der französischen Kultur und als freiheitsliebende Künstlerin, deren Werk eine universelle Botschaft getragen habe. (*)

2. Juni 2026

«LI­TE­RA­TUR­SCHWEIZ.CH» SUCHT GE­SCHÄFTS­FÜH­RUNG UND MIT­AR­BEI­TER:IN KOM­MU­NI­KA­TI­ON UND RE­DAK­TI­ON

LiteraturSchweiz.ch

«LiteraturSchweiz.ch» ist «die Plattform für die Schweizer Literatur – für ihre institutionellen Akteur:innen, für Literaturinteressierte, Autor:innen, Illustrator:innen, Lesende und alle, die es werden wollen», wie das mehrsprachige Angebot über sich schreibt. Sie ging diesen Frühling in neuer Form online, wie hier mehrfach gemeldet wurde. Nun sucht der Vorstand von «LiteraturSchweiz.ch» per 1. September 2026 oder nach Vereinbarung «eine engagierte Person» für die Geschäftsführung (30%) und eine ebenso engagierte Person als Mitarbeiter:in Kommunikation und Redaktion (20%).

28. Mai 2026

«THE MA­KING OF – SPU­REN­SU­CHE ZU UND MIT CAS­PAR WOLF»

Le grand théâtre des Alpes et glaciers (Detail), Farbaquatinta von Jean-François Janinet nach Caspar Wolf (aus: Vues remarquables des montagnes de la Suisse, Amsterdam, Rudolf Samuel Henzi / J. Yntema, 1783–1794)

Ausstellung von Murikultur im Singisen Forum und im Museum Caspar Wolf, Muri (AG), bis am 26. Juli 2026

28. Mai 2026

«LA PE­TI­TE MORT – SUR­FEN IM FLUSS»: LEI­DEN­SCHAFT, GE­STAL­TUNGS­KRAFT, POE­SIE UND SACH­VER­STAND AUF 144 SEI­TEN

"Wenn ich die Mitte des Flusses erreicht habe,überkommt mich das Gefühl der absoluten Zufriedenheit…“ (Anna Affolter) - Foto: © Stefan Wermuth, https://www.stefanwermuth.com/

Mitte Mai 2026 haben der Fotograf Stefan Wermuth und Autor Bendicht Luginbühl im Sous Soul in Bern ihr Buchprojekt «La Petite Mort – Surfen im Fluss» präsentiert; nun ist das kostbare Werk online und im Buchhandel erhältlich. Es beschreibt in Bild und Text die Welt der Fluss-Surfer:innen.

25. Mai 2026

«LE CHAUD PRIN­TEMPS DE L’ÉDI­TION RO­MANDE»

Thierry Ragout, 2020 - Photo: William Gammuto - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thierry_Raboud%C2%A9William_Gammuto.jpg

Sous le titre «Le chaud printemps de l’édition romande», le poète, auteur et journaliste romand Thierry Raboud écrit sur le portail littéraire «LiteraturSchweizLittératureSuisse»: «Une nouvelle génération reprend le flambeau de l’édition littéraire».

23. Mai 2026

SO­EBEN ER­SCHIE­NEN: DIE ZWEI­TE GE­DRUCK­TE AUS­GA­BE VON «FRIDA»

Seit 2022 betreibt das Team um Brigitte und Matthias Balzer in Chur das Schweizer Online-Kulturmagazin «FRIDA»: «Ziel des Projektes ist es, dem Kulturjournalismus und der Kulturpublizistik neue Impulse zu verleihen. Wir verstehen uns als niederschwellige Plattform für Kulturvermittlung, welche die Teilhabe (…) breiter Bevölkerungsschichten ermöglicht. Deshalb sind seit Dezember 2023 alle Inhalte unseres Magazins frei zugänglich», heisst es auf der Webseite, die mittlerweile auf eine treue Leser:innenschaft von rund 2’500 Menschen zählen könne. Seit 2025 gibt es «FRIDA» auch in gedruckter Form: «Diese gedruckten Hefte sind (…) eine kuratierte Sammlung von jenen Online-Beiträgen, die über die Aktualität hinaus Bestand haben.»

23. Mai 2026

DIE SCHWEI­ZER SCHRIFT­STEL­LE­RIN SER­EI­NA KO­BLER LIEST BEIM 50. IN­GE­BORG-BACH­MANN-PREIS 2026

Seraina Kobler - Foto: © Franco Tettamanti, https://www.francotettamanti.com

Die Autorinnen und Autoren der 50. Jubiläumsausgabe der Tage der deutschsprachigen Literatur wurden am 22. Mai 2026 bekannt gegeben: Neun aus Deutschland, drei aus Österreich, eine Schweizerin und eine Ungarin werden ihre Texte beim 50. Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 lesen. In Klagenfurt dabei ist die 1982 geborene Schweizer Schriftstellerin Seraina Kobler (Bild). Sie liest auf Einladung von Philipp Tingler. 2026 feiert der Ingeborg-Bachmann-Preis zwei Jubiläen. Am 25. Juni würde Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt, und am 28. Juni wird zum 50. Mal der Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Die Tage der deutschsprachigen Literatur finden vom 24. bis 28. Juni 2026 im ORF-Landesstudio Kärnten statt.

22. Mai 2026

DER VER­EIN ME­DI­EN­QUA­LI­TÄT SCHWEIZ (MQS) STELLT SEINE TÄ­TIG­KEIT EIN

Verein Medienqualität Schweiz stellt seine Tätigkeit ein

Der Verein Medienqualität Schweiz (MQS) hat an seiner Generalversammlung vom
 20. Mai 2026 beschlossen, den Verein per Ende 2026 aufzulösen. Seit seiner Gründung im Jahr 2014 engagierte sich der MQS für die Förderung und Versachlichung der Diskussion über Medienqualität in der Schweiz. Zentrales Projekt war das Medienqualitätsranking, das in enger Zusammenarbeit mit renommierten universitären Instituten entwickelt und umgesetzt wurde und über Jahre hinweg wichtige empirische Grundlagen für die öffentliche Debatte lieferte.

21. Mai 2026

STANS: MA­NUE­LA WAE­BER WIRD NEUE KÜNST­LE­RI­SCHE LEI­TE­RIN DES LI­TE­RA­TUR­HAU­SES ZEN­TRAL­SCHWEIZ

ManuelaWaeber - Foto: https://www.frieda-kulturberatung.ch/wer-wir-sind

Ab 1. September 2026 wirkt Manuela Waeber (Bild) als neue künstlerische Leiterin des Literaturhauses Zentralschweiz («lit.z») in Stans, das sie dann gemeinsam mit Daniela Krienbühl, der operativen Leiterin, führen wird. Sie folgt auf Sabine Graf, die Gründungsintendantin und seit 2014 Leiterin des Hauses war und im Herbst 2026 zu Pro Helvetia wechselt, wo sie die Literatur-Abteilung leiten wird.

20. Mai 2026

DI­GI­TA­LE EDI­TI­ON ZB ZÜ­RICH: BRIEF­WELT VON HANS GEORG UND HER­MANN NÄ­GE­LI

Seiten aus dem Nachlass von Hans Georg Nägeli in der Zentralbibliothek Zürich ZB - Benedikt Merkle

Die erste digitale Edition der Zentralbibliothek Zürich (ZB) ist online: Sie enthält Korrespondenzen von Hans Georg und Hermann Nägeli, die einen spannenden Einblick in die Briefwelt des Zürcher Musikverlegers und dessen Netzwerk gibt.

19. Mai 2026

«GE­SICHT DER SCHWEIZ»: FO­TO­KÜNST­LER CHRIS­TI­AN SCHOLZ SCHENKT NA­TIO­NAL­BI­BLIO­THEK EINE EDI­TI­ON SEI­NER POR­TRAIT-SAMM­LUNG

Auswahl von Portraitmotiven: Hans Josephson (Serie Künstler), Carla Caviezel (Serie Engadinerinnen), Doris Leuthard (Serie Politikerinnen), Pater Fridolin Wüthrich (Serie Ganzkörperportraits) - © Christian Scholz, Zürich © Foto: Flurin Bertschinger, NB, 2026

Die Graphische Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek (NB) erhält eine bedeutende Schenkung zur Erweiterung ihrer umfassenden Sammlung an fotografischen Portraits: Der Zürcher Fotokünstler Christian Scholz (*1951) überlässt dem Bund eine komplette Edition des Œuvres «501 – Portraitwerk Schweiz. Ein künstlerisches Programm». Bekannte Schweizer Persönlichkeiten sind darin zu entdecken, aber auch viele Unbekannte, die sich in ihrer Gesamtheit zu einem reich modulierten «Gesicht der Schweiz» zusammenfügen.

17. Mai 2026

LI­TE­RA­TUR­TA­GE SO­LO­THURN: «EIN ORT DER AUS­EIN­AN­DER­SET­ZUNG, DES AUS­TAUSCHS UND DER BE­GEG­NUNG»

Christoph Keller, Julia Weber © fotomtina, 2026

Die 48. Solothurner Literaturtage sind am 17. Mai 2026 zu Ende gegangen. Während dreier Tage wurde Solothurn zum Treffpunkt für Autor:innen, Übersetzer:innen und Literaturbegeisterte aus allen Landesteilen und darüber hinaus. «Die Ausgabe 2026 bestätigte mit über 17‘500 Eintritten: Literatur ist ein Ort der Auseinandersetzung, des Austauschs und der Begegnung», schreiben die Organisator:innen.

16. Mai 2026

«SCHLICH EIN PUMA IN DEN TAG» GE­WINNT DEN SCHWEI­ZER KIN­DER- UND JU­GEND­BUCH­PREIS 2026

«Schlich ein Puma in den Tag» (Kunstanstifter Verlag) SKJBP-2026

Der diesjährige Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis geht an Verena Pavoni (Bilder), Lena Raubaum (Gedichte) und Franziska Walther (Buchgestaltung) für «Schlich ein Puma in den Tag» (Kunstanstifter Verlag). Der mit 10’000 Franken dotierte Hauptpreis wurde im Rahmen der Solothurner Literaturtage 2026 vom Schweizerischen Institut für Kinder und Jugendmedien SIKJM, dem Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband SBVV sowie von den Solothurner Literaturtagen verliehen.

15. Mai 2026

HER­AUS­GE­BER:INNEN-KOM­MIS­SI­ON DER CH REIHE SUCHT VER­STÄR­KUNG AUS DER DEUTSCH­SPRA­CHI­GEN SCHWEIZ

ch stiftung

Der ch Reihe steht eine siebenköpfige Herausgeber:innen-Kommission vor, bestehend aus Literaturfachleuten aus den vier Sprachregionen der Schweiz. Per November 2026 wird ein Mitglied aus der deutschsprachigen Schweiz gesucht, und die Funktion der Präsidentin beziehungsweise des Präsidenten wird neu besetzt. Interessierte können sich bis Mitte August 2026 bewerben.

15. Mai 2026

LI­TE­RA­TUR­BLOG­GER GAL­LUS FREI-TOMIC ER­HÄLT DEN NEU GE­SCHAF­FE­NEN A*DS-PREIS

Gallus Frei-Tomic - Foto: https://literaturblatt.ch/was-fuer-eine-ehre/, ph.neff@schliff.ch

An der diesjährigen Generalversammlung des gesamtschweizerischen Berufsverbands A*dS (Autorinnen und Autoren der Schweiz) wurde erstmals der neu geschaffene A*dS-Preis verliehen: er geht an den Literaturblogger Gallus Frei-Tomic (Bild). Des weiteren wurden der Slam-Poet Richi Küttel zum neuen Vize-Präsidenten des Verbands gewählt sowie Daniel Badraun und Monique Kountangni zu neuen Vorstandsmitgliedern. Der Literaturprofessor Philipp Theisohn hielt ein Referat über den Einfluss der künstlichen Intelligenz auf zahlreiche Lebensbereiche.

9. Mai 2026

BRAN­CHEN­VER­EIN­BA­RUNG: VER­BES­SER­TE AR­BEITS­BE­DIN­GUN­GEN FÜR RUND 4’000 ME­DI­EN­SCHAF­FEN­DE


Neue Technik im maz, Schweizer Kompetenzzentrum für Journalismus und Kommunikation, Luzern - Foto: © https://www.maz.ch/news/das-maz-macht-rebranding

Rund 20 Jahre lang haben private Medienhäuser und Gewerkschaften über die Arbeitsbedingungen in der deutschschweizerischen Medienbranche gestritten. Jetzt liegt eine Einigung vor. Die Mitgliederversammlung des Verlegerverbands Schweizer Medien (VSM) stimmt der neuen Branchenvereinbarung deutlich zu. Die freiwillige Vereinbarung mit der Gewerkschaft syndicom und dem Berufsverband impressum schafft einheitliche Mindestarbeitsbedingungen für die Medienbranche. Der VSM ruft seine Mitglieder auf, «die Branchenvereinbarung möglichst zu übernehmen».

8. Mai 2026

JETZT ON­LINE: DIE NEUE WEB­SEI­TE «LI­TE­RA­TUR­SCHWEIZ – LIT­TÉ­RA­TURE­SU­IS­SE – LET­TE­RA­TURA­SVIZ­­ZERA – LIT­TE­RA­TURA­SVIZ­RA»

LiteraturSchweiz.ch

Die neu konzipierte und gestaltete Webseite «LiteraturSchweiz.ch» ist jetzt online: «‹LiteraturSchweiz› ist die Plattform für die Schweizer Literatur – für ihre institutionellen Akteur*innen, für Literaturinteressierte, Autor*innen, Illustrator*innen, Lesende und alle, die es werden wollen. ‹LiteraturSchweiz› vernetzt, informiert, strahlt aus.», ist auf der Startseite zu lesen. Die hier bereits mehrfach angekündigte drei- bis fünfsprachige Website ist gegliedert in die Rubriken «LiteraturLandschaft», «LiteraturFenster», «LiteraturLexikon» und «LiteraturSchweiz».

6. Mai 2026

GER­HARD MEIS­TER ER­HÄLT DEN ZKB-SCHIL­LER­PREIS 2026

Meister Gerhard©DominikZietlow

Der mit 20’000 CHF dotierte ZKB-Schillerpreis wird alljährlich von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) an Schweizer Autorinnen oder Autoren vergeben, «die mit ihren Werken die Schweizer Literaturszene bereichern und prägen». Auf Vorschlag des Stiftungsrates der Schweizerischen Schillerstiftung wird der Literaturpreis schon seit 1979 ausgerichtet. Preisträger ist dieses Jahr der In Zürich lebende Berner Gerhard Meister. Der Terra Nova Preis für Literatur geht an Sagal Maj Comafai («Fast nichts all inclusiv»), Noemi Nagy («Sottopelle») und Olivier Vonlanthen («Notre-Dame-des-Démolies»). Den Viceversa-Preis für literarische Übersetzung erhält Marina Skalova für die Übersetzung von Levin Westermanns «Parti sans laisser d’adresse».

5. Mai 2026

LENA BER­GER HEISST DIE KÜNF­TI­GE CHEF­RE­DAK­TO­RIN DER «LU­ZER­NER ZEI­TUNG»

Lena Berger - Foto: © Christian Schnur / «Beobachter»

Per 1. Oktober 2026 übernimmt Lena Berger (Bild) die Chefredaktion der «Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben. «Sie folgt auf Christian Peter Meier, der in Pension geht», schreibt die Zeitung am Dienstag «in eigener Sache». Derzeit ist Lena Berger beim «Beobachter» als Online-Blattmacherin und stellvertretende Chefredaktorin tätig.

5. Mai 2026

NEUES CO-PRÄ­SI­DIUM FÜR «IN­VE­S­TI­GA­TIV.CH»: PA­S­QUA­LE FER­RA­RA UND LUKAS LIP­PERT

Pasquale Ferrara (links) und Lukas Lippert - Foto: «investigativ.ch» / Raphael Huenerfauth

Das Schweizer Recherche-Netzwerk «investigativ.ch» hat eine neue Co-Führung: Die beiden Investigativjournalisten Pasquale Ferrara («K-Tipp» / «Saldo») und Lukas Lippert («Beobachter») sind an der Mitgliederversammlung in Bern gewählt worden. «Das generationen- und redaktionsübergreifende Duo ergänzt den Vorstand von ‹investigativ.ch› und ist sehr motiviert, die Weichen für die nächsten Jahre zu stellen», sagt Geschäftsführerin Eva Hirschi. Neu im Vorstand ist zudem Nina Blaser (SRF), sie folgt auf Fiona Endres (SRF), die aus beruflichen Gründen zurückgetreten ist.

4. Mai 2026

LES LAU­RÉATS 2026 DU KOFI ANNAN COU­RAGE IN CAR­TOO­NING AWARD: SAFAA ODAH (PA­LES­TINE) ET JIMMY «SPIRE» SSEN­TONGO (OU­GANDA)

Safaa Oda et Jimmy «Spire» Ssentongo - Photos: https://freedomcartoonists.com/?lang=fr

La Fondation Freedom Cartoonists et la Ville de Genève décernent le Prix international du dessin de presse 2026 – le Kofi Annan Courage in Cartooning Award – à la dessinatrice palestinienne Safaa Odah et au dessinateur ougandais Jimmy «Spire» Ssentongo. Les lauréats, récompensés pour leur talent et leur courage, ont été désignés par un jury international présidé par Kenneth Roth, ancien directeur exécutif de Human Rights Watch. Patrick Chappatte, président de la Fondation Freedom Cartoonists, écrit: «Les lauréats du Prix 2026 incarnent le combat des caricaturistes pour la liberté avec, d’un côté, Spire, qui tient tête au pouvoir en Ouganda, et de l’autre, Safaa Odah, dont le travail poignant exprime une profonde humanité au cœur de l’enfer.»

1. Mai 2026

DA­NI­EL HIT­ZIG TRITT ALS PRÄ­SI­DENT DER STIF­TUNG SCHWEI­ZER PRES­SE­RAT BE­REITS WIE­DER ZU­RÜCK

Daniel Hitzig - Foto: © SRF, https://medien.srf.ch/-/hitzig-dani-1

Der Stiftungsrat der Stiftung Schweizer Presserat nimmt vom Rücktritt von Daniel Hitzig (Bild) als Präsident der Stiftung Kenntnis. Interimistisch übernehmen die beiden Co-Vizepräsidentinnen Franziska Engelhardt und Pia Guggenbühl das Präsidium. «Der Stiftungsrat dankt dem scheidenden Präsidenten Daniel Hitzig für sein engagiertes Wirken. Die Suche nach einer geeigneten Nachfolge ist eingeleitet», heisst es in der Meldung der Stiftung vom Freitag.

30. April 2026

ST-PAUL MÉ­DIAS FRI­BOURG SE RES­TRUC­TURE ET SUP­PRIME 18 POSTES

© Charly Rappo, https://www.laliberte.ch/articles/regions/canton/la-liberte-la-gruyere-et-la-broye-hebdo-formeront-une-redaction-commune-sur-trois-sites-1358948

«La Liberté», «La Gruyère» et «La Broye Hebdo» formeront une rédaction commune sur trois sites – Tout en renouvelant son offre éditoriale, St-Paul Médias fusionne ses rédactions en une seule répartie à Fribourg, Bulle et Payerne. Cette restructuration s’accompagne de la suppression de 18 équivalents plein-temps.

30. April 2026

PRES­SE­FREI­HEIT WELT­WEIT AUF HIS­TO­RI­SCHEM TIEF­STAND

Weltkarte Pressefreiheit © RSF 2026, https://rsf-ch.ch/wp-content/uploads/2026/04/Karte-RSF-2026-DE.pdf

Anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit veröffentlicht Reporter ohne Grenzen (RSF) die neue Rangliste der Pressefreiheit 2026. Daraus geht hervor, dass der Durchschnittswert für die Pressefreiheit aller Länder zusammen einen neuerlichen historischen Tiefstand erreicht hat. Zum ersten Mal seit der Einführung der Rangliste vor 25 Jahren befinden sich mehr als die Hälfte der bewerteten Länder in den Kategorien «schwierig» und «sehr schwierig». Der rechtliche Druck, der oft in Form sogenannter «Lawfare» («Rechtskrieg»; Kriegsführung mit juristischen Mitteln) auftritt, nimmt weltweit zu. Dies gilt in gewissem Masse auch für die Schweiz, die trotz nahezu unveränderter Situation in der Rangliste einen Platz gut macht. Das ist auch auf den Rückgang anderer Länder zu erklären.

26. April 2026

SO­EBEN VER­SCHICKT: DER NEWS­LET­TER 07/2026 VON CH-CUL­TU­RA.CH

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Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive

24. April 2026

DIE GE­WIN­NE­RIN­NEN UND GE­WIN­NER DES SWISS PRESS AWARDS 2026 STE­HEN FEST

Swiss Press Award 2026

Je ein Team aus dem Rätoromanischen Sprachraum und aus dem Tessin, drei Teams aus der Deutschschweiz und fünf Teams aus der Westschweiz sowie vier Medienschaffende aus der Deutschschweiz und ein Medienschaffender aus der Westschweiz teilen sich die diesjährigen nationalen Schweizer Medienpreise. Der Aargauer und Wahlberliner Mario Heller wird Swiss Press Photographer of the Year und Arnaud Robert aus Lausanne wird Swiss Press Journalist of the Year 2026.

23. April 2026

DIE WO­CHEN­ZEI­TUNG «WOZ» IN NEUEM KLEID UND MIT LEICH­TEM UMBAU

Illustration: © https://www.woz.ch/

Mit der heutigen Ausgabe präsentiert sich die 1981 gegründete, genossenschaftlich organisierte Schweizer Wochenzeitung «WOZ» mit neuem Layout und leichten redaktionellen Änderungen: Neu ist u.a. der zusätzliche Bereich «Gesellschaft». Neu hat die «WOZ» auch ein «Thema der Woche». Zudem erscheint wöchentlich in der Rubrik «Vorort» eine Reportage von einem aktuellen Schauplatz.

22. April 2026

DIE KÖ­NI­ZER IN­TER­ACT MEDIA GROUP (U.A. «NAU.CH») ÜBER­NIMMT CHRIS­TOPH BLO­CHERS ZEI­TUNGS­HAUS AG

Christoph Blocher bei «nau.ch» - Screenshot: © «nau.ch» / Nico Leuthold

Die Interact Media Group AG (IMG) in Liebefeld (Köniz), Betreiberin des Newsportals «Nau.ch», übernimmt die Zeitungshaus AG, eine Tochtergesellschaft von Christoph Blochers Robinvest AG. Im Rahmen der Transaktion beteiligt sich Robinvest AG mit 15 Prozent an der IMG. Mit der Übernahme vereint die Gruppe 23 Gratiszeitungen mit einer Gesamtauflage von 700’000 Exemplaren unter einem Dach. Bereits vor einem Jahr übernahm die IMG den «BärnerBär», die grösste Berner Gratis-Wochenzeitung.

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