10. April 2026
DIE NEUE DIREKTORIN DES FOTOMUSEUMS WINTERTHUR HEISST SOPHIE HASLINGER
Der Stiftungsrat des Fotomuseums Winterthur hat Sophie Haslinger (Bild) nach einem ausführlichen Auswahlprozess zur neuen Direktorin ernannt. Sie tritt ihre Stelle am 1. August 2026 an. Sie folgt auf Nadine Wietlisbach, die das Haus seit 2018 massgeblich geprägt hat und im Frühsommer 2026 die Leitung Förderung Kultur beim Migros-Genossenschafts-Bund übernimmt. «Mit der Neubesetzung der Direktion stellt der Stiftungsrat die Weichen für die Zukunft des Hauses»: Der Stiftungsrat ist überzeugt, «mit Sophie Haslinger eine Persönlichkeit gewonnen zu haben, die das Fotomuseum Winterthur verantwortungsvoll führen und in seiner Weiterentwicklung prägen wird», wie er heute schreibt.

Bild: Sophie Haslinger, Direktorin Fotomuseum Winterthur, ab August 2026 – Foto © Michael Goldgruber
«Mit Sophie Haslinger gewinnt das Fotomuseum Winterthur eine Direktorin, die kuratorische Praxis mit aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen verbindet und damit wichtige Impulse für die inhaltliche Weiterentwicklung des Hauses setzt.», sagt Madeleine Schuppli, Präsidentin des Stiftungsrats des Fotomuseum Winterthur
Sophie Haslinger (*1986) arbeitet als Kuratorin mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Fotografie und ökologischen Themen. Seit 2015 ist sie am KunstHausWien tätig, zunächst als Assistenzkuratorin und Ausstellungsmanagerin, seit 2022 als Kuratorin und Leiterin der Abteilung Ausstellungen, in der sie das Ausstellungsprogramm verantwortet. Sie war ausserdem für das Fotofestival Foto Wien tätig und realisierte zahlreiche unabhängige Ausstellungsprojekte. Darüber hinaus publiziert sie regelmässig in Ausstellungskatalogen, Publikationen und Magazinen zur zeitgenössischen Kunst. Sophie Haslinger hat einen Magister-Abschluss in Kunstgeschichte sowie in Kommunikationswissenschaften von der Universität Wien und war 2017 Curatorial Research Fellow am Museum of Contemporary Photography in Chicago.
Ihre jüngsten Ausstellungsprojekte sind: Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures (2026), Julius von Bismarck. Normale Katastrophe (2025), Mika Rottenberg. Antimatter Factory (2025), Into the Woods. Annäherungen an das Ökosystem Wald (2024).
«Die Direktion des Fotomuseums Winterthur zu übernehmen, ist für mich eine grosse Freude und zugleich eine grosse Verantwortung. Das Haus prägt die Auseinandersetzung mit Fotografie und Bildkulturen seit vielen Jahren. Diese Arbeit gemeinsam mit dem Team weiterzuführen, ist mir ein wichtiges Anliegen. Als lokal wie international verankerte Kulturinstitution bietet das Fotomuseum Winterthur ein starkes Fundament, auf dem ich aufbauen möchte.», erklärt Sophie Haslinger, neue Direktorin des Fotomuseums Winterthur.
«Das Fotomuseum Winterthur wird unter der neuen Direktion seine Position als Ort für die kritische Auseinandersetzung mit Fotografie und visuellen Kulturen weiter ausbauen. Dabei bleiben die Vermittlung und die Öffnung hin zu einem breiten Publikum zentrale Anliegen des Hauses», heisst es in der heutigen Medienmitteilung des Hauses..
Das Fotomuseum Winterthur widmet sich seit der Gründung 1993 der zeitgenössischen Fotografie und visuellen Kultur. Die Institution präsentiert jährlich drei bis fünf Ausstellungen, welche die Fotografie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Es werden Arbeiten junger sowie etablierter internationaler Fotograf:innen und Kunstschaffender gezeigt. Begleitet werden die Ausstellungen von einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm sowie variierenden Workshops. Auch auf seinen digitalen Plattformen setzt sich das Museum mit dem Fotografischen auseinander; im Rahmen von Online-Events und diversen multimedialen Beiträgen. Die Sammlung umfasst rund 9’000 Werke aus den 1960er-Jahren bis heute.
fmw
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Kommentare von Daniel Leutenegger