27. Mai 2025
SAMMLUNG BÜHRLE IM KUNSTHAUS ZÜRICH: UNENDLICHE GESCHICHTE
«Das Kunsthaus Zürich will die Bührle-Kunstsammlung selbst untersuchen, bezahlen soll die Öffentlichkeit. Prominente Stimmen kritisieren den Plan.», schreibt Kaspar Surber in seinem Kommentar in der aktuellen Ausgabe der «WOZ - Die Wochenzeitung». Und weiter: «Drei Millionen soll die Stadt jetzt zahlen, damit das Kunsthaus die Provenienzen der Bilder erforschen und neue Ausstellungen gestalten kann.»

Bild: Pierre-Auguste Renoir, Irène Cahen d’Anvers (La Petite Irène), 1850, Öl auf Leinwand, 65 × 54 cm, Sammlung Emil Bührle, Dauerleihgabe im Kunsthaus Zürich (ehemals Sammlung Béatrice Camondo); zusammen mit Archiv- und Studienmaterial zur Sammlung Bührle – Foto: Franca Candrian
Zum Kommentar von Kaspar Surber:
Wie hältst du’s mit Bührle?
https://www.woz.ch/2522/kommentar-von-kaspar-surber/wie-haeltst-dus-mit-buehrle/!D212SG1352ZP
Weitere Medienstimmen:
Das Kunsthaus Zürich versucht den Befreiungsschlag mit der Bührle-Sammlung
Die umstrittenen Bilder sollen neu ausgestellt und ein weiteres Mal auf ihre Herkunft untersucht werden. Dafür fordert das Museum mehr Geld – zusätzlich zur ohnehin schon beantragten Subventionserhöhung. Seit die Bührle-Sammlung 2021 im prächtigen Neubau des Kunsthauses Zürich eingezogen ist, wird über die Bilder und die Präsentation gestritten. Von einem «kontaminierten Museum» ist die Rede, von Bildern, die einst jüdischen Nazi-Opfern gehört hatten, gekauft von einem Waffenproduzenten, der mit Waffenlieferungen an Hitlerdeutschland reich geworden war.
Rico Bandle
Nach ewigem Streit stellt das Kunsthaus seine Kritiker zufrieden
Wie mit der Sammlung Bührle umgehen? Nach langem Ringen scheint der Durchbruch gelungen. Aus der Politik kommt aber eine weitere Forderung.
Beat Metzler
Kunsthaus Zürich will Herkunft der Sammlung Bührle untersuchen
Das Museum will nun selbst über die Herkunft der Bilder forschen. Sollten Hinweise auftauchen, dass Besitzer ihre Werke im Zusammenhang mit NS-Verfolgung veräußerten, strebt man mit den Erben «eine faire und gerechte Lösung» an. Außerdem soll in einem neuen Ausstellungskonzept angemessen auf die Herkunft der Bilder und das Leid der ehemaligen Besitzer hingewiesen werden. Die Provenienzforschung ist auf fünf Jahre angelegt. Dafür wird ein Antrag auf finanzielle Unterstützung an die Stadt Zürich gestellt. In der Vergangenheit hatten das Kunsthaus, die Stadt Zürich und die Stiftung Sammlung E. G. Bührle die Werke bereits von einem Historiker untersuchen lassen – doch die Kritik ist bisher nicht verstummt.
Ablasshandel am Heimplatz
Bührle-Stiftung verpflichtet sich zu Fluchtkunst-Leitlinien und fordert mit der Kunsthausgesellschaft drei Millionen
Die Werke der Stiftung Sammlung Bührle bleiben als Dauerleihgabe weiterhin im Kunsthaus Zürich der Öffentlichkeit zugänglich und die Zürcher Kunstgesellschaft (ZKG) übernimmt die Provenienzforschung. Dafür soll die Stadt drei Millionen Franken sprechen.
https://www.tachles.ch/artikel/news/ablasshandel-am-heimplatz
Medienmitteilungen Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich vom 26.05.2025:
Zürcher Kunstgesellschaft und Stiftung Sammlung E. G. Bührle verabschieden konkrete Schritte ihrer weiterführenden partnerschaftlichen Zusammenarbeit
Vor dem Hintergrund der nationalen und internationalen Entwicklungen in der Provenienzforschung, der öffentlichen Diskussion zur Präsentation der
Dauerleihgabe im Kunsthaus sowie der Überprüfung der Provenienzforschung der Stiftung Sammlung E.G. Bührle (nachfolgend: Bührle-Stiftung) durch Prof. Raphael Gross war es erforderlich, die Beziehung zwischen der ZKG und der Bührle-Stiftung neu zu beurteilen und zu regeln. Nach intensiven Gesprächen verabschiedeten die ZKG und die Bührle-Stiftung heute Morgen, 26.05.2025, Leitlinien mit folgenden Punkten und Schritten ihrer weiterführenden partnerschaftlichen Zusammenarbeit:
Generalversammlung der Zürcher Kunstgesellschaft – Fortschritte bei
Eigenleistung und strategischer Stabilisierung
https://kunsthausrelaunch8251-live-a33132ecc05c-1c0f54b.divio-media.net/documents/MM2_GV_2025_DE.pdf
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
17.11.2020:
20.09.2021:
02.03.2023:
14.03.2023:
27.10.2023:
03.11.2023:
28.06.2024
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Kommentare von Daniel Leutenegger