Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat beschlossen, die bestehende Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich der überregionalen Kultureinrichtungen (ILV) auf Ende der laufenden Abgeltungsperiode 2025–2027 zu kündigen. «Um die kulturellen Zentrumslasten der Kantone Zürich und Luzern seitens Kanton Aargau weiterhin abzugelten, sollen stattdessen bilaterale Vereinbarungen abgeschlossen werden.», schreibt er in seiner gestrigen Medienmitteilung.
Der am 4. Februar 1927 in Basel geborene Schweizer Filmproduzent Arthur Cohn ist am 12. Dezember 2025 in Jerusalem gestorben. Arthur Cohn verbrachte seine Jugend- und Studienjahre in Basel, danach folgten die Arbeit als Journalist (u. a. beim «Echo der Zeit») und die Beschäftigung mit der Konzeption von Drehbüchern, die ihn zum Film brachte. Seine bekanntesten Produktionen sind «Der Garten der Finzi Contini» (1970), koproduziert mit Artur Brauner, Gianni Hecht Lucari und Fausto Saraceni, sowie «Die Kinder des Monsieur Mathieu» (2004) von Christophe Barratier, der besonders in Frankreich erfolgreich war. Mehrere Filme des brasilianischen Regisseurs Walter Salles wurden von Cohen mitproduziert. Die Dokumentarfilme «Nur Himmel und Dreck» (1960, gemeinsam mit René Lafuite), «American Dream» (1990, gemeinsam mit Barbara Kopple) und «Ein Tag im September» (1999, gemeinsam mit Kevin Macdonald) wurden mit einem Oscar ausgezeichnet, den Cohn jeweils als einer der Produzenten und Preisträger entgegennahm. Arthur Cohn erhielt für sein Schaffen mehrere Ehrungen: Die Boston University, die Yeshiva University, die Universität Basel (2006) und die Bar-Ilan-Universität (2021) verliehen ihm Ehrendoktorate. 1995 ehrte ihn das französische Kulturministerium mit dem Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres, dem höchsten Orden, den ein nichtfranzösischer Bürger erhalten kann. Am 11. Februar 2019 wurde Arthur Cohn von der Cinema-for-Peace-Foundation in Berlin für sein Lebenswerk ausgezeichnet. (*)
Im Rahmen der Vernissage der Ausstellung «Gezeichnet 2025» sind die Auszeichnungen für die besten Cartoons des Jahres 2025 im Museum für Kommunikation in Bern überreicht worden. Der grosse Gewinner ist der 55jährige Jurassier Pierre-Olivier Comment mit Zeichnernamen Pitch Comment. Er erhält den mit CHF 1’000.- dotierten 1. Preis für den Cartoon «Poutine teste l’OTAN», der am 19. September 2025 in der Westschweizer Satirezeitschrift «Vigousse» publiziert worden ist. Im Cartoon fliegt Putin als Wespe rund um die NATO.
Die 61. Solothurner Filmtage eröffnen am 21. Januar 2026 mit der Weltpremiere des Dokumentarfilms «The Narrative» von Bernard Weber und Martin Schilt. Der Film erzählt die Geschichte des Investmentbankers Kweku Adoboli, der 2011 durch Handelsspekulationen am ETF- Desk der UBS in London einen Verlust von zwei Milliarden Schweizer Franken verursachte, den grössten der jüngeren Schweizer Bankgeschichte. Ehrengast der Eröffnung ist Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.
Die UNESCO hat heute das Jodeln in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen: «Als emblematischer Gesang der Schweiz umfasst der Jodel eine grosse Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und ist tief in der Bevölkerung verankert.», heisst es in der entsprechenden Mitteilung.
Die Verleihung des EMYA 2026 findet im kommenden Jahr am Samstag, 13. Juni, in Bilbao statt. Gastgeber ist das Haus der Baskischen Sprache (Euskararen Etxea), das 2025 den Museumspreis des Europarats gewonnen hat.
Die Stimmberechtigten der Burgergemeinde Bern haben an der Urnenabstimmung vom 10. Dezember 2025 der Bewilligung eines Verpflichtungskredits über 37,5 Millionen Franken für die Gesamterneuerung des Bernischen Historischen Museums zugestimmt.
Nach acht Jahren als Direktorin verlässt Nadine Wietlisbach (Bild) das Fotomuseum Winterthur und übernimmt ab dem Frühsommer 2026 die Leitung Förderung Kultur beim Migros- Genossenschafts-Bund. Die Stelle der künstlerischen Direktion ist ab sofort ausgeschrieben. Ab Januar 2026 wird die kaufmännische Leitung mit Delphine Lyner neu besetzt.
Ab Januar 2026 stösst Bundeshausredaktor Philipp Burkhardt (Bild) zum Moderationsteam der SRF-Gesprächssendung «Samstagsrundschau». Er ersetzt Eliane Leiser, die sich künftig auf die Moderation der Sendung «10 vor 10» und ihre Rolle als Inlandredaktorin der Chefredaktion Audio/Digital konzentriert.
Die Schweizerische Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) verleiht den Prix Expo 2025 an das Museum.BL in Liestal für die Ausstellung «Fix it! Vom Glück des Reparierens». Mit dieser
Auszeichnung würdigt die SCNAT «ein ambitioniertes und inspirierendes Projekt, das sich der Kultur des Reparierens widmet und die Absurdität von Überkonsum und Verschwendung der intrinsischen Funktionsweise des Lebendigen gegenüberstellt, das von Natur aus auf Reparatur und Regeneration beruht», wie es in der Medienmitteilung heisst.
Fernsehen SRF erweitert im Frühjahr 2026 das Comedy-Programm am Sonntagabend. Das Stand-up-Format «Fun Fatale» mit Gastgeberin Andrea Fischer Schulthess (Bild) bietet ausschliesslich weiblichen Comedians eine Bühne und soll die Vielfalt der Comedy-Szene in der Schweiz zeigen. Anmeldungen für die Aufzeichnungen im März 2026 sind für das Publikum ab jetzt möglich.
Der Verband Schweizer Privatradios (VSP) freut sich über den endgültigen Entscheid zur Weiterführung von UKW. Gleichzeitig ist er erleichtert, «dass den Regionalradios unnötig hohe Hörer- und Werbeeinbussen erspart bleiben und die Bevölkerung mehr Zeit erhält, um Radiogeräte von analog auf digital umzurüsten», wie der Verband heute schreibt.
Im vergangenen Frühjahr haben sich die SRG-SSR und der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) im Rahmen einer erstmals getroffenen Grundsatzvereinbarung auf «gemeinsame Massnahmen für einen starken Medienplatz Schweiz» geeinigt. Mit einer Beratungsanfrage an das WEKO-Sekretariat haben sie um die wettbewerbsrechtliche Beurteilung gebeten. Der VSM, Médias Suisses und die SRG-SSR nehmen jetzt «zur Kenntnis, dass das Sekretariat der WEKO viele Elemente der Grundsatzvereinbarung für zulässig hält, bezüglich einzelner Punkte jedoch kartellrechtliche Vorbehalte hat», wie die SRG-SSR heute schreibt. Der angefangene Dialog soll «konstruktiv weitergeführt werden».
Die Schweizerische Nationalbibliothek (NB) hat ein neues Langzeitarchiv für ihre digitalen Sammlungen in Betrieb genommen und löst damit das aktuelle System ab. Die Sammlung enthält amtliche Publikationen, Hochschulschriften, Normen, Verlagspublikationen, Websites und Wikipedia-Artikel. Neu sind nun auch Video- und Tondokumente aus der Schweizerischen Nationalphonothek im Langzeitarchiv abrufbar. Damit die Benutzenden die gesuchten Inhalte möglichst einfach finden, wurde die Benutzer:innenoberfläche vollständig überarbeitet.
Die Taskforce Culture schreibt heute in ihrem Appell an Parlament und Bundesrat: «Das Kürzungspaket EP27 trifft den Kulturbereich der Schweiz massiv und in seiner ganzen Breite. Dies ist der grösste Abbau der Kulturförderung der Geschichte des modernen Bundesstaates. Erstmals wird alles, was mit Kultur zu tun hat, knallhart zusammengestrichen. Das ist ein massiver Angriff auf die Kultur in der Schweiz.»
Medienschaffende sterben oft nicht einfach, sie werden vielmehr gezielt getötet. Und zwar aufgrund zahlreicher krimineller Praktiken regulärer und irregulärer Streitkräfte und Armeen. Reporter ohne Grenzen (RSF) zählte in den letzten zwölf Monaten (Stichtag 1. Dezember) 67 in Ausübung ihres Berufs getötete Medienschaffende – eine Zahl, die mit der von 2024 (66) vergleichbar ist, aber im Vergleich zu 2023 (49) stark angestiegen ist. Unter ihnen wurden mindestens 53 (79%) Opfer von Krieg oder organisierter Kriminalität, davon allein 29 in Gaza unter dem Feuer der israelischen Armee. Und dies, obwohl die Resolution 222 des UNO-Sicherheitsrats Kriegs- und Konfliktparteien dazu auffordert, Medienschaffende aktiv zu schützen und nicht ins Visier zu nehmen.
Das internationale Theaterfestival Basel sucht auf den 1. November 2026 für die
Festivalausgabe 2028 eine qualifizierte und gut vernetzte künstlerische Leitung (m/w/d).
«Jungsegler» ist der Nachwuchspreis für Theaterkunst, der seit 2019 im Rahmen des nordArt-Theaterfestivals in Stein am Rhein vergeben wird. Ausgezeichnete Produktionen gewinnen eine vollständig organisierte Tournee mit rund 20 Auftritten in renommierten Theatern der deutschsprachigen Schweiz. Darüber hinaus erhalten die prämierten Künstler:innen einen produktionsbezogenen Workshop mit praxisnahem Input zu den Themen Projektfinanzierung, Kulturförderung, Marketing, Kulturpolitik, Kulturrecht sowie soziale Sicherheit für freiberufliche Kunstschaffende.
Die Société Suisse des Auteurs (SSA) vergibt Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik. In der vierten Sitzung 2025 wurden sechs Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik und ein Stipendium für die Komposition eines musikdramatischen Werkes vergeben.
Im Hinblick auf die Pensionierung von Urs Schnell im September 2026 hat der Stiftungsrat Fabio Baechtold (Bild) als neuen Direktor der Fondation Suisa ab 1. Juli 2026 gewählt.
Der Kanton Thurgau vergibt einmal jährlich Förderbeiträge an Kulturschaffende. Sie haben zum Ziel, professionell tätige Thurgauer Kulturschaffende unmittelbar und personenbezogen zu unterstützen. Im Jahr 2026 können insgesamt sechs Förderbeiträge zu je 25’000 Franken vergeben werden.
Das Literaturhaus Niederösterreich bietet im Rahmen eines Austauschprogramms mit dem A*dS (Autorinnen und Autoren der Schweiz) einer Autorin, einem Autor die Möglichkeit, die Zeit vom 18. Mai bis am 22. Juni 2026 in Stein / Krems zu verbringen.
Bis zum 7. Juni 2026 ehrt das Caricatura Museum Frankfurt mit der Ausstellung «Das kann nur Perscheid. Das Beste aus Perscheids Abgründen» den legendären Cartoonisten Martin Perscheid anlässlich des 60. Geburtstags, den dieser am 16. Februar 2026 hätte feiern können. Der 2021 gestorbene Zeichner gilt als eines der prägenden Vorbilder und als Wegbereiter der Komischen Kunst weit über Deutschland hinaus. Die Schau in der Caricatura gewährt tiefe Einblicke in sein umfangreiches Werk und verdeutlicht, warum Perscheid bis heute international Kultstatus geniesst. Martin Perscheid hat auch die Cartoon-Vermittlungsarbeit von «ch-cultura.ch» ganz liebenswürdig unterstützt. Die Ausstellung im ohnehin besuchenswerten Caricatura-Museum ist wie ein grosses Geschenk auch für die vielen Perscheid-Fans hierzulande.
Der am 23. Mai 1952 in Epsom (Surrey) geborene britische Dokumentarfotograf, Fotojournalist, Dozent und Sammler Martin Parr (Bild) ist am 6. Dezember 2025 in Bristol gestorben. Typisch für sein Werk ist der zugleich humoristische und anthropologische Blick auf Alltagssituationen. Neben seiner Beschäftigung als freier Fotograf nahm Parr immer wieder Lehraufträge als Dozent an. Nach einer langen Debatte wurde er 1994 Mitglied bei der Agentur Magnum Photos. Innerhalb der Agentur liefen Kampagnen, die seine Aufnahme verhindern sollten, doch letztendlich mussten sich seine Gegner der demokratischen Entscheidung beugen. Kritiker betrachteten seinen fotografischen Stil als zu provokant und warfen ihm vor, sich über die darin abgelichteten Personen lustig machen zu wollen. 2013 bis 2017 war Parr schliesslich Präsident der Agentur. 2017 gründete Parr in Bristol, wo er ab 1987 lebte, die Martin Parr Foundation. Diese Stiftung wurde zum Teil durch den Verkauf seiner Sammlung an Fotobänden an die Tate Gallery finanziert. Seit 1990 beschäftigte sich Parr auch mit der Filmkunst, vor allem als Kameramann, Dokumentarfilmer und Produzent. (*) Parr hat auch in der Schweiz fotografiert und ausgestellt. Unvergessen ist seine vielbeachtete Ausstellung «Souvenirs» 2013/14 im Museum für Gestaltung Zürich.
Der am 28. Februar 1929 in Toronto als Frank Owen Goldberg geborene kanadisch-US-amerikanische Architekt und Designer Frank O. Gehry (Bild), der ab 1947 in Kalifornien lebte, ist am 5. Dezember 2025 in Santa Monica gestorben. Für seine dekonstruktivistische Architektur wurde ihm 1989 der Pritzker-Preis verliehen. Die «New York Times» bezeichnete ihn als den «höchstgepriesenen amerikanischen Architekten seit Frank Lloyd Wright». Sein 1997 fertiggestelltes und ausserordentlich expressiv gestaltetes Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao hatte und hat eine derart grosse Ausstrahlung auf die Stadt und darüber hinaus, dass sich Bilbao von einer alten Industrie- hin zu einer modernen «Kulturstadt» entwickeln konnte. Diese Wandlung war so exemplarisch, dass es dafür inzwischen einen eigenen Fachbegriff gibt: den Bilbao-Effekt. Im Dreiländereck hatte Gehry 1994 das Vitra-Center in Birsfelden bei Basel geschaffen sowie 1989 in Weil am Rhein (D) das Vitra Design Museum und die Fabrikationshalle, Gehrys erste Gebäude in Europa.
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