ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

2. August 2025

«BOTANISCHER SCHATZ – DIE RÜCKKEHR»

Sonderausstellung im Botanischen Garten (BOGA) der Universität Bern, bis am 28. September 2025

Bild: © Leonie Rösler / BOGA

Bild: © Leonie Rösler / BOGA

Lebensraum Mitteleuropäischer Halbtrockenrasen am Aargauerstalden in Bern. © Mario del Curto

Bild: Lebensraum Mitteleuropäischer Halbtrockenrasen am Aargauerstalden in Bern – Foto: © Mario del Curto

Der Botanische Garten (BOGA) der Universität Bern widmet seine diesjährige Sonderausstellung den gefährdeten Pflanzenarten in der Schweiz und ihrer Förderung. Von 2’613 einheimischen Pflanzenarten sind 725 gefährdet und gelten deshalb als «botanische Schätze». Die Ausstellung beantwortet Fragen zur Gefährdung und zu Massnahmen für die Artenförderung. Sie richtet sich an Fachleute, interessierte Laien, Schulen und Familien. Eine Freiland-Fotoausstellung des Fotografen Mario del Curto ergänzt das Thema.

Pflanzen nähren und heilen, reinigen Wasser und Luft, nehmen dem Starkregen die Spitze, kühlen während Hitzeperioden und machen glücklich. Sie gehören zur Kultur, inspirieren die Kunst und machen Heimat aus. Einige dieser Arten sind selten geworden, manche sind sogar gefährdet. «Ihnen zu begegnen ist wie das Finden eines Schatzes – eines botanischen Schatzes», sagt Deborah Schäfer, wissenschaftliche Mitarbeiterin im BOGA. Die aktuelle Sonderausstellung zeigt, was der BOGA und seine Partnerorganisationen tun, um diese Schätze zu erhalten und ihre Rückkehr zu ermöglichen.

Fünf Stationen verteilt im Freiland des BOGA erläutern, wie gefährdete Pflanzenarten erkannt werden und welche Unterstützung sie benötigen. Vier gefährdete Pflanzenarten begleiten als Maskottchen durch die Ausstellung und vermitteln humorvoll die Sicht der Pflanzen. In der Spielhalle der Orangerie können Aspekte der Artenförderung spielerisch erkundet werden, unter anderem mit einem einarmigen Banditen und einem Strategiespiel. Verteilt im Freiland sind 24 grossformatige Bilder des Fotografen Mario del Curto zum Thema ausgestellt.

Ex-situ-Vermehrung des Acker-Gelbstern (Gagea villosa (M. Bieb.) Sweet) im Botanischen Garten der Universität Bern. © BOGA

Bild: Ex-situ-Vermehrung des Acker-Gelbstern (Gagea villosa (M. Bieb.) Sweet) im Botanischen Garten der Universität Bern – Foto © BOGA

Selten bedeutet nicht immer auch gefährdet

Ist diese Pflanzenart nur selten oder ist sie auch gefährdet? Muss sie in der Schweiz aktiv gefördert werden? Welche Mittel sollen wo effizient eingesetzt werden? «Eine Art kann in der Schweiz selten sein, global gesehen aber sehr häufig vorkommen und umgekehrt. Deshalb müssen sowohl die globale als auch die Verbreitungen in der Schweiz bekannt sein und berücksichtigt werden», erklärt Schäfer. Auch die Grösse und Vernetzung der einzelnen Vorkommen sei wichtig. Entscheidend für die Einschätzung der Gefährdung ist auch die Entwicklung der Bestände über die Zeit.

Translokation der Deutschen Tamariske (Myricaria germanica (L.) Desv.) an der Kander, Kanton Bern. © BOGA

Bild: Translokation der Deutschen Tamariske (Myricaria germanica (L.) Desv.) an der Kander, Kanton Bern – Foto: © BOGA

Erhaltung und Förderung von Pflanzen

Artenförderung beginnt in der Natur vor Ort (in situ) – diese Form der Förderung hat Priorität. Grundlage dabei ist der Schutz, die Verbesserung und Wiederherstellung von Lebensräumen. Dazu gehören etwa angepasste Pflege oder Renaturierungen. Reichen die Massnahmen in der Natur nicht aus, müssen gefährdete Arten ausserhalb ihres Lebensraumes erhalten und vermehrt werden (ex situ).

Diese Ex-situ-Artenförderung gilt als letzte Rettung: Lebende Pflanzen werden als Ex-situ-Kultur in Töpfen oder in künstlich geschaffenen, möglichst naturnahen Lebensräumen, wie in Botanischen Gärten, erhalten. Alternativ können Samen in Samenbanken über Jahre aufbewahrt werden.

Ein wichtiger Aspekt der Ex-situ-Artenförderung ist die Vermehrung von gefährdeten Pflanzenarten, welche danach durch sogenannte Translokationen zurück in die Natur gebracht werden können. Im BOGA gibt es zurzeit rund 20 Keimungsversuche oder Ex-situ-Kulturen, die gepflegt und für Translokationsprojekte bereitgestellt werden. «Die Aufzucht und Pflege dieser Pflanzen sind herausfordernd. Standardvorgehen gibt es kaum. Deshalb ist genaues Beobachten, sorgfältiges Dokumentieren und gärtnerisches Experimentieren nötig», sagt Ex-situ-Gärtner Silvan Glauser. Damit die erworbenen Erkenntnisse nicht verloren gehen, verfasst der BOGA artspezifische Kulturanleitungen, die öffentlich zur Verfügung stehen.

Translokationen sind die Verknüpfung von In-situ- und Ex-situ-Artenförderung. Ex situ vermehrte Pflanzen werden zurück in die Natur gepflanzt, um kleine natürliche Vorkommen zu stärken, verloren gegangene Vorkommen wiederherzustellen oder um Pflanzen an neuen Standorten anzusiedeln, um so zum Beispiel isolierte Vorkommen miteinander zu verknüpfen. Deborah Schäfer setzt sich seit mehreren Jahren mit den Themen Ex-situ-Kultivierung und Translokationen gefährdeter Pflanzenarten auseinander und kennt die Herausforderungen: «Pflanzen zurück in die Natur bringen klingt einfacher, als es in der Realität ist. Die ökologischen und genetischen Bedürfnisse der gefährdeten Arten müssen berücksichtigt werden. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Expertinnen und Experten essenziell.»

Pflege der Ex-situ-Kulturen im Botanischen Garten der Universität Bern. © BOGA

Bild: Pflege der Ex-situ-Kulturen im Botanischen Garten der Universität Bern – Foto: © BOGA

Elementare Beiträge der Natur für Menschen

Pflanzen sind die Grundlage der Existenz von Menschen, liefern sie doch Sauerstoff und Nahrung. Auch darüber hinaus tragen sie wesentlich zur Qualität unseres Lebens bei. Sie regulieren Prozesse wie Luftqualität, Klima, Wasserqualität und Wasserkreislauf oder Bodenbildung und Erosionsschutz.

Materiell liefern Pflanzen Nahrungsmittel, Medikamente, Energie- und Baumaterial. Aber auch immaterielle Beiträge stellen Pflanzen Menschen zur Verfügung. Dazu gehören Inspiration für Kunst, Heimatgefühl, physische und psychische Erfahrungen sowie Gesundheit oder auch Traditionen.

«Nur gesunde Ökosysteme mit hoher Biodiversität sind in der Lage, alle Beiträge der Natur zu erbringen. Alle Organismen sind Teil dieser Beiträge der Natur für die Menschheit. Jede Art – ob häufig, selten oder gefährdet – ist dabei bedeutend. Der Schutz und die Förderung von Ökosystemen, aber auch jeder einzelnen Art, ist deshalb essenziell für die Qualität des Lebens von heute und für zukünftige Generationen», unterstreicht Markus Fischer, Direktor des BOGA.

«Botanischer Schatz – Die Rückkehr» basiert auf einer Ausstellungsidee des Naturéum, des kantonalen Botanischen Gartens in Lausanne und des Botanischen Gartens der Universität Freiburg / Fribourg.

cp

Kontakt:

https://www.boga.unibe.ch/agenda/ausstellungen/sonderausstellung_botanischer_schatz__die_rueckkehr/index_ger.html

#BotanischerGartenUniBern #BOGABern #BotanischerSchatzDieRückkehr #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 2. August 2025
  • Für Körper, Geist und Seele, Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Museum, Ausstellung, Galerie, Politik und Gesellschaft, Umwelt / Mitwelt

Vorheriger Beitrag

WERKE DES SCHWEIZER KÜNSTLERS MARC GONTHIER (1895-1954) SIND JETZT GEMEINFREI VERFÜGBAR

Nächster Beitrag

«AMOR & ECHO – ERFINDUNGEN FÜR MUSIKINSTRUMENTE»

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Valie Export, 2013 – Foto: Manfred Werner – Tsui, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Tsui – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Österreichischer_Filmpreis_2013_C_Valie_Export.jpg 
    ZUM TOD DER ÖSTERREICHISCHEN MEDIEN- UND PERFORMANCEKÜNSTLERIN, FOTOGRAFIN UND FILMEMACHERIN VALIE EXPORT

    14. Mai 2026

  • https://www.forumwallis.ch/
    NEUE MUSIK INMITTEN DER BERGE: 20 JAHRE FORUM WALLIS

    14. Mai 2026

  • Guido R. von Stürler in die Kunsthalle nach Wil (Bild: Shqipton Rexhaj)
    «GUIDO VON STÜRLER. ZWISCHEN DEN SYSTEMEN – KUNST IM VERNETZTEN JETZT»

    14. Mai 2026

  • Frauenbad Kreuzweiher St.Gallen (SG) - Foto: © Tanja Schätz, Schweizer Heimatschutz
    «DIE SCHÖNSTEN»: FÜNFZIG SCHWEIZER FREILUFTBÄDER

    14. Mai 2026

  • Anna Mülter - Foto: © Katrin Ribbe
    THEATERFESTIVAL BASEL: ANNA MÜLTER ÜBERNIMMT AB 2028 DIE KÜNSTLERISCHE LEITUNG

    14. Mai 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>