Biel-Bienne besitzt eine reichhaltige Geschichte und Architektur, die auf die Uhrenindustrie zurückgehen. Das Projekt «Uhrenstadt Biel-Bienne» macht diese erstmals sichtbar, mit einem gedruckten Stadtführer, einer Website, QR-Codes an zahlreichen Gebäuden sowie einer Animation auf dem Stadtmodell im Neuen Museum Biel-Bienne (NMB). Das am 22. Oktober 2026 vorgestellte Projekt schliesst damit eine Lücke und will gleichzeitig Biels Positionierung als wichtiger Schweizer Industriestandort seit über 100 Jahren stärken.

Bild: Produktion bei Recta, um 1947 – Foto: © NMB

Bilder: © https://villehorlogere.biel-bienne.ch/fr
Biel-Bienne ist einer der führenden Entwicklungs- und Produktionsstandorte der schweizerischen Uhrenindustrie. Diese prägt seit über 150 Jahren die Stadt und das Leben der Bielerinnen und Bieler. Davon zeugen die Gebäude (von den ersten Ateliers in Dachwohnungen bis zu den grossen Manufakturen der Vergangenheit und der Gegenwart), aber auch unzählige Geschichten von Einzelpersonen und Familien rund um diese Unternehmen.
Früher lebte mehr als die Hälfte der Bieler Bevölkerung direkt oder indirekt von der Uhrenherstellung. Noch heute sind die Bielerinnen und Bieler sehr zahlreich in der Uhrenindustrie und in den Zulieferfirmen tätig und stolz auf ihre Arbeit. Ebenfalls zahlreich sind Uhrenfans, die die Stadt besuchen, um auf den Spuren dieser führenden Schweizer Uhrenhersteller zu wandeln.

Bilder: © https://villehorlogere.biel-bienne.ch/fr

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Ein vierteiliges Projekt
Doch nur wenige wissen, wo sich die ersten Uhrmacherateliers befanden oder dass in einem bestimmten Gebäude eine berühmte, heute verschwundene Marke ansässig war. Deshalb haben die Stadt Biel-Bienne und das NMB in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte am 22. Oktober 2026 das Projekt «Uhrenstadt Biel-Bienne» vorgestellt. Es erinnert an die Geschichte der Uhrenindustrie und zeigt die Erfolge der Gegenwart auf. Es besteht aus vier Teilen:
- Publikation eines gedruckten Stadtführers, der in der Publikationsreihe der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK, www.gsk.ch) erschienen ist. Verfasst wurde er vom Historiker Florian Eitel und dem Architekten Andrzej Rulka. Das Büchlein gibt einen Überblick über die Meilensteine in der Entwicklung der Bieler Uhrenindustrie und deren Einfluss auf den bebauten Raum. Ausserdem enthält es sechs Rundgänge durch die Stadt, die zum Entdecken der Uhrengeschichte einladen.
- Neue Website www.uhrenstadt.biel-bienne.ch mit einer interaktiven Karte der Stadt, die Informationen und Bilder zu früheren und heutigen Uhrenfirmen enthält.
- QR-Codes an verschiedenen Bieler Gebäuden, die mit der Geschichte der in Biel-Bienne ansässigen Uhrenindustrie im Zusammenhang stehen. Sie werden nach und nach montiert. Diese Codes führen zur Website, welche die Informationen zum historischen und architektonischen Hintergrund der aufgeführten Gebäude enthält.
- Animation und Visualisierungen auf dem Stadtmodell im NMB, um den Einfluss der Uhrenindustrie auf die Stadt sichtbar zu machen.

Bilder: © https://villehorlogere.biel-bienne.ch/fr
Eine Lücke schliessen
Mit diesem vielschichtigen Projekt schliesst die Stadt Biel eine Lücke – nicht nur historiografisch, sondern auch, indem sie ihr bauliches und industrielles Erbe sichtbar macht. Erstmals zeichnet ein Werk die Geschichte der Bieler Uhrenindustrie in ihrer Gesamtheit nach. Es berücksichtigt nicht nur alle Marken, deren Zulieferer sowie die Unternehmen im verwandten Werkzeugmaschinenbereich, sondern auch all jene, die zu deren Erfolg beigetragen haben. Der Stadtführer ist in den Buchhandlungen Bostryche und Lüthy in Biel-Bienne erhältlich.
Darüber hinaus trägt das Projekt durch die vorgeschlagenen Stadtbesichtigungen und dank der an den Gebäuden angebrachten QR-Codes zur Wertschätzung des architektonischen Erbes und der Geschichte der Stadt bei. Basierend auf den vorgeschlagenen Routen wird Tourismus Biel Seeland sein Angebot an Führungen erweitern und ab nächstem Jahr eine speziell der Uhrenindustrie gewidmete Führung anbieten, um damit einer wiederkehrenden Nachfrage gerecht zu werden.
Eine erste kostenlose Führung findet am Samstag, 7. November 2026 durch die beiden Autoren statt. Limitierte Anzahl Plätze. Anmeldung unter Angabe der Sprache (Deutsch oder Franzözisch) an mail@geschichtevonunten.ch.
bb
Kontakt:
https://villehorlogere.biel-bienne.ch/de
FR:
https://www.biel-bienne.ch/fr/news.html/29/news/6681
Contact:
https://villehorlogere.biel-bienne.ch/fr
Zum Buch:

Uhrenstadt Biel – Ville horlogère Bienne
Autoren: Florian Eitel, Andrzej Rulka
Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte
ISBN 978-3-03797-954-9
CHF 22.00
https://shop.gsk.ch/de/bienne-ville-horlogere.html?v=16415
https://shop.gsk.ch/de/uhrenstadt-biel.html?v=16414
Erhältlich bei Lüthy, Nidaugasse 60, und Bostryche, Zentralstrasse 41, in Biel-Bienne.
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Kommentare von Daniel Leutenegger