31. August 2025
ZURICH DESIGN WEEKS 2025: «TEAM UP»
Vom 4. bis am 14. September 2025 wird Zürich erneut zur Plattform für zeitgenössisches Design in all seinen Facetten. An über 40 verschiedenen Standorten wird während der Zurich Design Weeks 2025 gezeigt, wie vielfältig Gestaltung heute gedacht und gemacht wird. Ob international oder lokal, konzeptionell oder sinnlich – im Zentrum steht Design als Haltung, als Prozess und als kultureller Beitrag.

Bild: Keyvisual © Zurich Dessign Weeks 2025
Perspektiven des Designs – Zwischen Identität, Geschichte und Zukunft
Design ist mehr als Formgebung – es ist Ausdruck kultureller Identität, individueller Narrative und Antwort auf gesellschaftliche Fragen. Viele Ausstellungen reflektieren, wie Gestaltung Werte transportiert, Geschichte erzählt und neue Perspektiven eröffnet – mit besonderem Blick auf die Rolle der Designnation Schweiz.
So präsentiert etwa H100 mit Schweizer Designklassiker im Dialog eine Auswahl ikonischer Möbel aus seiner umfangreichen Sammelhistorie: Originale Vintage-Modelle werden zeitgemässen Neuinterpretationen gegenübergestellt.
atelier pfister feiert dieses Jahr sein 15-jähriges Bestehen und lädt anlässlich dieses Jubiläums zur Collection Preview ein. Die Pop-up-Ausstellung Formen des Entwurfs von Reseda zeigt skulpturale, spielerische Objekte aus Holzabschnitten der eigenen Massivholzplattenproduktion. Die Installation Josephine von Baier Bischofberger Architekten × Autz + Herrmann lädt die Besuchenden dazu ein, das Leben im Freien neu zu denken.
Für die Ausstellung Schere, Holz, Textil von Thut Möbel × lavie × Claudia Caviezel × Neumarkt 17 vereinen sich vier starke Schweizer Designpositionen, micasa und ECAL haben sich für die Kollektion HOMEWORKS – Schweizer Design neu gedacht zusammengeschlossen, die in der Design Zentrale die Arbeit junger Schweizer Designer:innen zeigt.
Material und Transformation – Gestaltung als Prozess
Das Material ist der Ausgangspunkt von Gestaltung. In mehreren Ausstellungen zeigen Designer:innen, wie sie experimentieren, forschen und durch Materialwahl Haltung zeigen – ob mit lokalen Naturfasern, industriellen Reststoffen oder traditionellen Handwerkstechniken.
Die Taschenmarke QWSTION stellt in Zusammenarbeit mit Swiss Textiles Herding wool aus, ein Projekt, das dieses Jahr mit einem Swiss Design Award ausgezeichnet wurde und die anthropologische Bedeutung von Fasern aus der Weidewirtschaft untersucht. V-ZUG und Fischbacher 1819 haben sich für Circularity starts with Design zusammengetan, eine Installation, die sichtbar macht, wie zirkuläres Denken bereits den Anfang des kreativen Prozesses beeinflusst.
Radikal zirkulär von Circular Living × Ruckstuhl lädt in den whitespace37 in der Binz ein und feiert den Launch der zirkulären Textilkollektion von Circular Living für die Architektur. Zu Gast ist die COLLECTION TRIX & ROBERT HAUSSMANN by Ruckstuhl, die aus Circular-Living-Garnen gefertigt ist. Die Teppichkollektion ist ausserdem bei Soeder am Zürcher Hauptbahnhof zu sehen, im Rahmen der Ausstellung Re/flexion – im Spiegel der Zeit.
Morphos von Thomas Kurer × Marco Ganz × Steindruckerei Wolfensberger verbindet Kunst und Handwerk: In der Galerie von Thomas Kurer sind die neuen Hochdrucke «MORPHOS» des Künstlers Marco Ganz sowie die Werke weiterer Künstler:innen zu sehen. Parallel zur Ausstellung kann in der Steindruckerei Wolfensberger an zwei Tagen Steindruck live mitverfolgt werden.
Künstlerisch wird es auch bei den Schaufenstern The Magic Drawing von Hermès Suisse × Agnes & Anthony, die sich mit dem Thema der Zeichnung befassen. Bei nmesh – Art x Science handelt es sich um eine von Künstler:innen, Designer:innen und Wissenschaftler:innen gemeinsam entworfene Strickkollektion.
Räume und Atmosphäre – Design als sinnliche Erfahrung
Gestaltung beeinflusst, wie wir Räume erleben – sei es im privaten Wohnbereich, im Fitnessraum oder im Restaurant. Einige Ausstellungen im Programm der Zurich Design Weeks drehen sich um das Erleben von Räumen, Kleidung und Kulinarik.
Für Hospitality at its best wird das beliebte Strassencafé vor dem Hotel St. Gotthard in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Möbelhersteller Seledue neu inszeniert. Für Design. Raum. Kulinarik. verwandelt BOLON die OKO Bar in eine Installation.
Um Bewegung als Quelle von Gesundheit, Wohlbefinden und Inspiration geht es bei Technogym. In der Ausstellung The Art of Wellness wird das gleichnamige Buch, das im Verlag Assouline erscheint, vorgestellt.
Die Installation Reactive Lines von Polestar Automotive Switzerland × INT studio macht Bewegung sichtbar; die Besucher:innen werden Teil eines sich ständig verändernden räumlichen Bildes.
Der Erlebnisraum In Between Thoughts von House of Interiors × Vitra × Création Baumann × Blumenhalle im Zürcher Trendquartier Binz ist eine kuratierte Installation zwischen Design und kontemplativer Kunst. Auch die Kyiv Design Week ist in diesem Jahr wieder mit einem Programmpunkt dabei: Tetiana Kartasheva schafft mit The Meeting Point eine Umgebung, die die Besuchenden zum Nachdenken anregt.
Nicht nur das Erleben, sondern auch das Selbstmachen führt näher an Design heran. Im Hus of FRAKTA von Ikea können Besucher:innen im Walk-in-Atelier ihre eigene FRAKTA-Tasche personalisieren – inspiriert von Yael Anders. Bei MAISON SHIFT finden sich während den Zurich Design Weeks gleich drei Programmpunkte: Die Ausstellung Hands-on – Selbstwirksamkeit im Konsumchaos über das Konsumverhalten Jugendlicher, die Craft Week Autumn Edition, während der Besucher:innen an Workshops textile Techniken lernen können, und das Pop-up Fashion Café.
Die Landmarks an den Zurich Design Weeks 2025
Während der Zurich Design Weeks lädt im Klingenpark eine raumfassende Struktur dazu ein, über das Alltägliche nachzudenken und zu staunen. Visions of the Ordinary von Bureau Brunner lässt die Besuchenden innehalten und das scheinbar Banale erkennen.
Ein weiteres Landmark lässt Besucher:innen abtauchen: Aquascopen macht die verborgene Welt unter der Wasseroberfläche sichtbar – direkt vom Ufer aus, ohne nass zu werden. Für die heile Welt des Teiches des Museum für Gestaltung Zürich wurden neue Ablagerungen gestaltet, die erforscht und bestimmt werden können.
Auch wieder dabei ist die Poster Safari, eine Gruppenausstellung im öffentlichen Raum mit Arbeiten von zwanzig ausgewählten visuellen Gestalter:innen, Grafikdesigner:innen und Designagenturen. Während zwei Wochen sind die grossformatigen Plakate in der Zürcher Innenstadt zu sehen. Zu jedem Plakat existiert zusätzlich eine Animation, die per AR-Webapplikation vor Ort angeschaut werden kann.
cp
Kontakt:
https://2025.designweeks.ch/de/programm/was
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Kommentare von Daniel Leutenegger