11. April 2026
SCHULMUSEUM BERN: OFFENE SAMMLUNG MIT 80’000 OBJEKTEN AUS FÜNF JAHRHUNDERTEN
Eine «Historische Lernwelt», ein «SchulSchaulager» und eine «Forschungswerkstatt» sind die drei tragenden Leuchttürme des Schulmuseums Bern. An den zwei Standorten, Muhlernstrasse 9 und Sägestrasse 65 in Köniz bei Bern, widmet sich das Museum der Schweizer Schulgeschichte seit dem 17. Jahrhundert. Das «SchulSchaulager» wird am kommenden 1. Juni 2026 eröffnet. Diese Woche war das Schulmuseum Bern Thema der SRF-Fernsehsendung «Kulturplatz».

Bild: Kurt H. Hofer (1944-2017), der Gründer des Schulmuseums Bern, wollte seit seinem Eintritt ins Lehrerseminar Hofwil dereinst ein Schulmuseum schaffen und betreiben. So begann er damit, alles zu sammeln, was zur Schulkultur gehörte. In den 1990er-Jahren wurde es bei ihm zuhause zu eng, sodass ein neuer Platz für das stetig wachsende Archiv gefunden werden musste – Foto: © https://schulmuseumbern.ch/ueber-uns/
«Schule ist einer der prägendsten Orte der Gesellschaft. Kaum ein anderer Ort begleitet Menschen über einen so langen Zeitraum in einer so sensiblen Entwicklungsphase: Hier entstehen nicht nur Bildungswege, sondern auch das Verständnis von Zugehörigkeit, Differenz, Hierarchien und Weltbildern», schreibt das Museum auf seiner Webseite.
Die Sammlung des Schulmuseums Bern umfasst rund 80’000 Objekte, die im «SchulSchaulager» bewahrt und erlebbar werden. Durch Sammlung, Beforschung, Präsentation und Vermittlung will das Schulmuseum das allgemeine Verständnis für das Kulturgut Schule vermitteln. Das neu geschaffene «SchulSchaulager» präsentiert sich dabei als attraktives, offenes Lager mit Objekten aus fünf Jahrhunderten Schulkultur. Es ist eine ideale Plattform für Ausstellungen und partizipative Vermittlung und zugleich eine Schatzkammer für Forschende.

Bild: Blick ins «SchulSchaulager» – Foto: © https://schulmuseumbern.ch/
Die Geschichte des Schulmuseums Bern beginnt mit dem Lehrer Kurt H. Hofer (1944-2017), der ein Leben lang mit Leidenschaft und Pioniergeist schulisches Kulturgut sammelte. Seit 2007 ist das Schulmuseum Bern als Stiftung organisiert und seit 2008 im Haberhuus auf Schloss Köniz beheimatet (Sammlungsdepot im ehemaligen Notspital Köniz). Aus Anlass des Umzugs der Sammlung an den neuen Standort an der Sägestrasse in Köniz hat der Stiftungsrat das Schulmuseum 2025 neu ausgerichtet.
Entwickelt wurde das architektonische Konzept des «SchulSchaulagers» vom Zürcher Architekturbüro Stich und Oswald. Integriert in das «SchulSchaulager» ist eine erste Sonderausstellung mit dem Titel «Fremde Räume – Schule, Migration und die Welt». Zu Gast ist dann Tabula Musica mit der interaktiven und inklusiven Klanginstallation «Klangräume».
Das neu eingerichtete «SchulSchaulager» bietet seinen Besucher:innen einen erweiterten, einfacheren und interaktiven Zugang zu den schulhistorischen Beständen. Die neuen Räumlichkeiten machen es zudem möglich, dass hier eine schulgeschichtliche Forschungsstelle betrieben werden kann, die auch der interessierten Öffentlichkeit offen steht.

Bild: «Kulturplatz» im Schulmuseum – Foto: © SRF, 2026
Sendung «Kulturplatz»: «Kindheit im Klassenzimmer: Schule damals und heute» (08.04.2026)
Aus einer privaten Sammlung von Gegenständen aus Schulstuben wurde das Schulmuseum Bern im Vorort Köniz. Nun verlässt das Museum den Luftschutzkeller und zieht in neue, helle Räume. «Kulturplatz» begleitet das Projektteam bis zum ersten Höhepunkt, der Berner Museumsnacht 2026. Weiter berichtet die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm über die wichtigsten Veränderungen in der Schule, derweil Host Nino Gadient ein Flashback in seine Kindheit erwartet bei der Begegnung mit seiner Erstklasslehrerin.
Zur Sendung:
Kontakt:
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
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Kommentare von Daniel Leutenegger