31. August 2025
FRAGILE HOFFNUNG
«Art as a Breath of Life» & «Gaza Habibti»: Zwei Ausstellungen im Werkhof Egelsee, Bern, bis am 6. September 2025 - Zeichnungen des Eltiqa-Kollektivs und Fotografien des Yura Art-Kollektivs, von zwei zeitgenössischen Künstlerkollektiven aus dem Gazastreifen.

Foto: © Samar Abu Elouf
Sarah Heinzmann, Redaktorin beim Berner Radio «RaBe», konnte mit Mohamed Badarne, dem Gründer des Yura Art-Kollektivs, ein Gespräch führen. Sie berichtet im Berner Online-Magazin «journal-b.ch» über die Hintergründe und Botschaften der Ausstellung «Gaza Habibti»:
Wer an Gaza denkt, hat Bilder von Zerstörung und Leid vor Augen. In «Gaza Habibti» werden auch hoffnungsvolle Momente gezeigt: Hochzeiten, spielende Kinder. «Wenn wir Fotos zeigen, die Momente der Hoffnung in Palästina darstellen, macht das die Besatzung nicht kleiner.» Fröhliche Momente würden den Genozid nicht ungeschehen machen, im Gegenteil: Hoffnung fordere die Besatzung heraus. «Das ist etwas, das uns die Besatzung nicht nehmen kann: die Vorstellungskraft – dass du dir dein Leben ohne Besatzung vorstellen kannst. Genau das macht ‹Gaza Habibti›: sich unser Leben ohne Besatzung vorzustellen.»
Das Yura-Kollektiv wurde 2022 gegründet, ein Zusammenschluss von rund zwei Dutzend Fotografinnen und Fotografen aus Gaza. «Bei Yura wird die fotojournalistische Ethik grossgeschrieben», erklärt Yura-Gründer Mohamed Badarne. «Bei uns kann man nicht ein Foto von einem palästinensischen Kind oder einer Frau machen und sagen: Das ist eine traurige palästinensische Frau.» Diese Frau habe einen Namen, eine Familie, ein Leben, einen Hintergrund. Es gehe darum, diese Geschichte zu hören, und erst dann abzudrücken. «Der Klick ist das Letzte, was man macht.»
Mehr:
https://journal-b.ch/artikel/kunst-in-zeiten-des-krieges/
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Kommentare von Daniel Leutenegger