Die Standeskommission des Kantons Appenzell Innerrhoden gibt seit 1990 die Buchreihe «Innerrhoder Schriften» heraus. Die Reihe fördert die wissenschaftliche und literarische Beschäftigung mit Land und Leuten. Neu können die Schriften als pdf-Datei heruntergelanden werden. Das ermöglicht eine Wortsuche in den Texten.
Der französische Schriftsteller Mathias Énard erhält den Spycher:Literaturpreis Leuk 2026. Der von der Stiftung Schloss Leuk vergebene Literaturpreis feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.
Das Land Art Festival ist ein traditionsreicher Anlass, welcher bereits von 1999 bis 2018 in Grindelwald stattgefunden hat. Seit 2023 wird der Event durch Grindelwald Tourismus organisiert. Nationale und internationale Künstler:innen reisen nach Grindelwald und erschaffen im Wald unterhalb des Hotels Wetterhorn Kunstwerke aus vorgefundenen Naturmaterialien. Die Kunstwerke wurden im Juni 2026 geschaffen und bleiben während des gesamten Sommers frei zugänglich und ausgeschildert.
Am 12. Juli 2026 eröffnete in Ausserbinn im Wallis ein neuer, unkonventioneller Ausstellungsraum: die Kunsthalle Ausserbinn. In einer seit vielen Jahren ungenutzten, neun Quadratmeter grossen und leerstehenden Milchsammelstelle direkt am Dorfplatz werden künftig zweimal jährlich ortsspezifische Kunstwerke zeitgenössischer Kunstschaffender gezeigt.
Der 1975 in St.Gallen geborene Schweizer Komponist und Dirigent David Philip Hefti (Bild) ist beim 10. Manhattan International Music Competition in der Kategorie Komposition mit zwei Auszeichnungen geehrt worden. Für sein Werk «Aus Licht gewoben – Reflexionen für Violine und Violoncello» erhielt er eine Gold Medal with Honourable Mention sowie den zusätzlich vergebenen Contemporary Music Prize.
Toute l’année: De manière intéractive et bilingue, ce parcours didactique en plein air apporte un éclairage sur la vie de six artistes ayant vécu à Veyras au 20ème siècle: Corinna Bille, Maurice Chappaz, Rainer Maria Rilke, Gérard de Palézieux, Charles Clos Olsommer et René Lorenz.
Entre La Chaux et Les Ruinettes: Sculptures en plein air tout au long du parcours. Situées à 2’300 m d’altitude, les œuvres sont créées par des artistes internationaux invités chaque année à Verbier. L’accès est libre toute l’année.
Der am 6. Juli 1934 in Paris geborene französische Jazz-Pianist und Komponist René Urtreger (Bild) ist am 16. Juli 2026 in Le Perche gestorben. 1954 trat er als Begleiter des Saxofonisten Don Byas und des Trompeters Buck Clayton, die in Frankreich gastierten, auf. Später spielte Urtreger mit Lester Young, der ihn als Pianist für eine Tournee durch Europa 1956 engagierte, aber auch mit Chet Baker, Bobby Jaspar und mit Miles Davis, an dessen Filmmusik «Ascenseur pour l’échafaud» er beteiligt war. In den späten 1950er-Jahren trat er mit Lionel Hampton, Stan Getz, Dexter Gordon, Sonny Rollins und Ben Webster auf; 1965 war Urtreger an Aufnahmen beteiligt, die das Zusammentreffen von Stuff Smith und Stéphane Grappelli dokumentierten. In den 1970er- und 1980er-Jahren arbeite er u.a. mit Lee Konitz, Barney Wilen und Gary Burton zusammen. 1961 erhielt Urtreger den Prix Django Reinhardt, 2014 den Grand Prix du Disque der Académie Charles Cros. (*) Er spielte auch für Grössen des französischen Chansons wie Serge Gainsbourg und Claude François.
Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia gibt die Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz sowie aus den Gebieten ihrer Verbindungsbüros bekannt, die für eine Residenz im Jahr 2027 ausgewählt wurden.
Der am 6. Februar 1950 in Naters geborene Journalist und Radiomann Reinhard Eyer (Bild) ist am 17. Juli 2026 gestorben. Reinhard Eyer war dabei, als ab Mitte 1978 im damaligen Schweizer Radio DRS die täglichen Regionaljournale entwickelt wurden und im November auf Sendung gingen. Parallel arbeitete er während langer Jahre auch für verschiedene Schweizer Zeitungen und für die Agentur Schweizerische Politische Korrespondenz (SPK). Erst in den 1990er-Jahren konnte sich Reinhard Eyer ganz auf die Tätigkeit als Wallis-Korrespondent für das Schweizer Radio konzentrieren. Im Frühling 2015 ging er in Pension. Eyer war leidenschaftlicher Strahler und Initiant des Schweizer Strahlermuseums in Naters. Seit 2023 war Reinhard Eyer Präsident des Kunstvereins Oberwallis.
Der am 3. Dezember 1944 in Kopenhagen geborene dänische Cemballist, Dozent und Musikforscher Jesper Bøje Christensen (Bild) ist am 8. Juli 2026 in Frankfurt am Main gestorben. Jesper B. Christensen war von 1972 bis 1985 Dozent an der Königlichen Dänischen Hochschule für Musik in Kopenhagen. Er unterrichtete seit 1988 in Basel Cembalo, Generalbass, Kammermusik und Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis, ausserdem wirkte er als Gastprofessor am CNSM in Lyon, am Département de musique ancienne des Genfer Konservatoriums, am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium Graz sowie bei vielen Meisterkursen. Christensen war Mitglied zahlreicher Jurys. Er ist Autor des Lehrbuches «Die Grundlagen des Generalbassspiels im 18. Jahrhundert» (Kassel 1992) und mit J.-A. Bötticher Verfasser des Artikels «Generalbass» im Musiklexikon «Musik in Geschichte und Gegenwart». (*)
Nach einem intensiven Suchprozess im gesamten deutschsprachigen Raum ernannte der Vorstand des Vereins Textilmuseum St.Gallen eine neue Direktorin für die Gesamtleitung des Museums. Die Schweizerin Christine Müller Horn (Jahrgang 1976) wird am 1. Oktober 2026 im Textilmuseum St.Gallen starten und ab 1. November 2026 als Direktorin wirken.
Per Herbst 2026 führt das Museum Burg Zug ein Co-Direktionsmodell ein: Neben Barbara Keiser, die das Haus seit 2025 ad interim führte und nun die betriebliche Direktion übernimmt, wird Florence Anliker als Künstlerische Direktorin eingesetzt.
Festivalleiter Candid Wild verlässt nach sieben Jahren die Stanser Musiktage (SMT), ebenso wie Lyn Gyger, die seit 2024 das Dreierteam der professionellen Festivalleitung ergänzte. «Catherine Huth, seit zwei Jahren Mitglied der Festivalleitung und zuständig für die Produktion, wird für Kontinuität sorgen und die Festivalleitung neu zusammen im Team mit Stefanie Frick übernehmen.», schreiben die Stanser Musiktage.
Der am 27. Juli 1939 als Giuseppe Faiella auf Capri geborene italienische Sänger und Pianist Peppino di Capri (Bild) ist am 11. Juli 2026 ebenda gestorben. Er war seit den späten 1950er-Jahren musikalisch tätig und vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren in Italien sehr erfolgreich, mit einem Repertoire zwischen Rock ’n’ Roll und neapolitanischer Volksmusik. Er führte den Twist in Italien ein und wurde auch als «italienischer Buddy Holly» bezeichnet. Am Sanremo-Festival nahm er 15-mal teil, wobei er es zweimal gewinnen konnte. (*) Zu seinen Hits zählten u.a. «I’ te vurria vasa’», «Per un attimo», «Parlami d’amore Mariù», «St.Tropez Twist», «Luna Caprese», «Champagne», «Roberta» oder «Un grande amore e niente più».
Mitte Juli 2026 erscheint die Ausgabe «Jazz & Poesie» der Literaturzeitschrift «orte». Gemeinsam mit dem Kulturpartner Jazz Festival Willisau wird sie in einer Auflage von 3’000 Exemplaren hergestellt. Am Vorabend des Jazz Festivals, am 25. August 2026, findet in Willisau eine «orte»-Lesung mit Musik zum Thema statt.
Der Vorstand des Netzwerks Kulturerbe Schweiz hat beschlossen, den Verein Netzwerk Frauen- und Gleichstellungsgeschichte als 46. Mitglied aufzunehmen. «Frauen- und Gleichstellungsgeschichte ist ein zentraler Aspekt des kulturellen Erbes der Schweiz», heisst es in der entsprechenden Mitteilung.
Dreizehn Künstler:innen sind von Zürichs Stadtpräsident Raphael Golta mit einem Kunststipendium ausgezeichnet worden. Im Helmhaus zeigt die Ausstellung «Kunststipendien der Stadt Zürich 2026» ab heute Samstag die Werke von 33 Kunstschaffenden und Künstler:innen-Duos, die sich für die zweite Runde des Stipendienwettbewerbs qualifiziert hatten.
Der als Christoph Flury geborene Berner Rapper Krust ist im Alter von 48 Jahren an den Folgen einer unheilbaren Krankheit gestorben, wie das Rap-Kollektiv Chlyklass mit den Bands PVP und Fischermätteli Hood Gäng (FHG) am Freitag auf «Instagram» schreibt. Krust war 1999 einer der Mitgründer der Chlyklass, der Zusammenarbeit zwischen den Bands PVP und Wurzel 5 und den Rappern Greis und Baze. Christoph Flury war ausgebildeter Lehrer und Jurist.
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