HERBSTSESSION 2020 DER EIDGENÖSSISCHEN RÄTE AUS KULTUR-SICHT
Medienmitteilung der Taskforce Culture vom 25. September 2020
Die Mitteilung im Wortlaut:
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Kulturthemen haben in dieser Session durch das Parlament eine starke und breit abgestützte Rückendeckung erhalten. Die gesellschaftliche Bedeutung des Kulturschaffens ist mehr denn je anerkannt. Erfreuliche Zeichen für die Kulturbranche!
Die intensive Kommunikationsarbeit der Taskforce Culture im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise hat dazu beigetragen, dass das politische Verständnis für die besonderen Berufsbilder im Kulturbereich zugenommen hat. Ausserdem sind sich die kultur- und sozialpolitischen Akteure des Bundes und die Branchenverbände nähergekommen. Beides möchte die Taskforce Culture in Zukunft weiter ausbauen.
Mit dem Ende der Herbstsession hat das Parlament zwei für die Kulturbranche der Schweiz wichtige Geschäfte beschlossen: das Covid-19-Gesetz und die Kulturbotschaft 2021-2024.
Covid-19-Gesetz
Die Kulturbranche begrüsst die Entscheide des Parlaments zum Covid-19-Gesetz zum grössten Teil. Eine Weiterführung der Unterstützungsmassnahmen für die Kultur ist für den Erhalt der kulturellen Vielfalt unverzichtbar. Kulturschaffende, Veranstaltende und Dienstleistende rund um den Kulturbetrieb passen sich der neuen Situation an und versuchen, wenn immer möglich, wieder Kultur anzubieten. Doch eine Normalisierung des Kulturbetriebes ist immer noch in weiter Ferne, und zehntausende Personen und Unternehmen bleiben wirtschaftlich existenziell bedroht.
Kulturbotschaft 2021-2024
Die Behandlung der Kulturbotschaft ist im Schatten des Covid-19-Gesetzes fast unbemerkt vonstattengegangen. Die Kulturbranche stellt erfreut fest, dass die Diskussionen dazu positiv verlaufen sind. Die Notwendigkeit einer nationalen Kulturförderung fand breite Anerkennung. Denn Kultur findet nicht nur regional statt, sondern braucht den Austausch weit über die Grenzen hinaus, um lebendig zu bleiben. Die Trennung der Kulturbotschaft als Kulturförderung im courant normal und des Covid-19-Gesetzes als Antwort auf die ausserordentliche Situation war unbestritten, eine Kompensation der Covid-19-Massnahmen innerhalb der Kulturbotschaft kein Thema. Das Parlament zeigte sich sogar grosszügiger als der Bundesrat und erhöhte das Budget.
Für die Kulturbranche ein wichtiger Schritt hin zu einer angemessenen nationalen Kulturpolitik. Die Kulturbotschaft 2021-2024 setzt wichtige Standards und Grundlagen für die weitere Entwicklung.
Die Haltung der Taskforce Culture zu einzelnen Punkten des Gesetzes und der Kulturbotschaft 2021-2024 finden sich hier.
Mit den gesamtwirtschaftlichen sowie den kulturspezifischen Massnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 gehen zahlreiche, komplizierte Anwendungsfragen einher, die die Kulturschaffenden, die Kulturunternehmen und die Kulturverbände seit März 2020 stark beschäftigen. Angesichts dieser vielen Fragen bildete sich nach der ersten Anhörung der Kulturverbände durch das Bundesamt für Kultur (BAK) am 12. März 2020 die verbandsübergreifende Taskforce Culture (ursprünglich Taskforce ‚Corona Massnahmen Kultur‘). Die Taskforce ist aus dem konkreten Bedürfnis nach Austausch und gemeinsamer Intervention entstanden.
Olivier Babel (LIVRESUISSE)
Stefan Breitenmoser (SMPA – Swiss Music Promoters Association)
David Burger (MMFS – MusicManagersForum Suisse)
Regine Helbling (Visarte – Berufsverband der visuell schaffenden Künstlerinnen und Künstler)
Liliana Heldner (DANSE SUISSE – Berufsverband der Schweizer Tanzschaffenden)
Christian Jelk (Visarte)
Sandra Künzi (t. – Theaterschaffende Schweiz)
Alex Meszmer (Suisseculture )
Marlon Mc Neill (IndieSuisse – Verband unabhängiger Musiklabels und -produzent*innen, SMECA – Swiss Media Composers Association)
Jonatan Niedrig (PETZI – Verband Schweizer Musikclubs und Festivals)
Nicole Pfister Fetz (A*dS – Autorinnen und Autoren der Schweiz / Autrices et auteurs de Suisse, Suisseculture Sociale)
Rosemarie Quadranti (Cultura)
Nina Rindlisbacher (SMR – Schweizer Musikrat)
Beat Santschi (SMV – Schweizerischer Musikerverband – die Schweizer Musiker*innengewerkschaft)
Christoph Trummer (SONART – Musikschaffende Schweiz)
Romandie:
Carmen Bender, Alexia Imhof Coutaz, Marianne Caplan & Matthieu Obrist (ARTOS Association romande technique organisation spectacle)
Virginie Lauwerier, Jasmine Morand & Marianne Caplan (AVDC – Association vaudoise de danse contemporain)
Jasmine Morand & Liliana Heldner (DANSE SUISSE – Association suisse des professionnels de la danse)
Jennifer Moser Wesse (FARS – Fédération des arts de la rue en Suisse)
Albane Schlechten (FCMA – Fondation pour la chanson et les musiques actuelles)
Anya della Croce (PETZI – Fédération suisse des clubs et des festivals de musiques actuelles)
Stefan Hort (PROCIRQUE – Association suisse des professionnels des arts du cirque)
Boris Brüderlin (RESO – Réseau Danse Suisse)
David Michaud & Jocelyne Rudasigwa (SONART – Association Suisse de Musique)
Anne Papilloud (SSRS – Syndicat Suisse Romand du Spectacle)
Clara Gudehus et Eric Devanthéry (t. – Professionnels du spectacle Suisse)
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Kommentare von Daniel Leutenegger