30. April 2026
30 JAHRE SCHWEIZER MUSEUMSPASS: IM JAHR 2025 MEHR ALS 1,5 MILLIONEN EINTRITTE IN ÜBER 500 MUSEEN
Kulturministerin Elisabeth Baume-Schneider hat im Kunstmuseum Bern das Jubiläumsjahr des Schweizer Museumspasses eröffnet und dabei dessen Erfolgsgeschichte Revue passieren lassen. Heute gehören über 500 Museen der «Passfamilie» an, die 1996 vom Bundesamt für Kultur, dem Verband Schweizer Museen sowie Schweiz Tourismus gegründet worden ist. Das Jubiläum wird ausgiebig gefeiert: In den kommenden Monaten werden in allen Landesteilen verschiedenste Prominente die Schweizer Museen besuchen und dabei vor Publikum ihre Lieblingswerke präsentieren. Im Herbst wird erstmals der Schweizer Museumspreis vergeben und damit ein Publikumsliebling unter den Museen ausgezeichnet. Mit drei karitativen Kooperationen soll im Jubiläumsjahr schliesslich auch die kulturelle Teilhabe gestärkt werden.

Bild: © Schweizer Museumspass, https://www.museumspass.ch/de/dreissig-jahre-schweizer-museumspass/#01
«Was für Pendlerinnen und Pendler das GA ist, ist für Kulturaffine der Schweizer Museumspass», so Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider zur Lancierung der Feierlichkeiten: «Seit 30 Jahren öffnet der Museumspass Türen und lädt so immer mehr Menschen ein, die kulturelle Vielfalt der Schweiz zu erfahren». Die Bedeutung des Museumspasses für die Vermittlung von Wissen und Werten und Lebensrealitäten, könne nicht genügend gewürdigt werden, so die Kulturministerin, deren Bundesamt für Kultur (BAK) im Jahr 1996 den Museumspass zur Erhöhung der Besucher:innenfrequenz mitbegründete.
Tatsächlich erfreut sich der Schweizer Museumspass 30 Jahre später historischer Beliebtheit. Wie bisher unveröffentlichte Zahlen zeigen, wurden im Jahr 2025 mit dem Museumspass erstmals mehr als 1,5 Millionen Eintritte generiert. Dies entspricht einem Plus von mehr als 6 Prozent. Da der Museumspass eine nicht-gewinnorientierte Stiftung ist, kommt der Gewinn den Museen zugute. «Der Schweizer Museumspass ist damit ein zentraler wirtschaftlicher Faktor für Museen in allen Landesteilen geworden», bilanziert Präsidentin Christina Hanke. «Seit 30 Jahren schafft der Schweizer Museumspass neue Zugänge – zu Kunst, zu Wissen und zueinander. Er stärkt den Dialog über unsere Werte und damit den Zusammenhalt in der Schweiz. Dafür braucht es Museen, die offen, zugänglich und zukunftsfähig sind», ergänzte Jonathan Gimmel, Stiftungsratspräsident der Dachstiftung Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee.
Ausgewählte Persönlichkeiten besprechen ausgewählte Objekte in Schweizer Museen
Zur Lancierung des Jubiläums hat Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider das Kunstmuseum Bern besucht, um dort ihr Lieblingswerk von Sophie Taeuber-Arp (Sechs Räume mit vier kleinen Kreuzen, 1932), einer Pionierin in der abstrakten Kunst, zu besprechen. Damit startete Elisabeth Baume-Schneider den Reigen «Der andere Blick», bei dem Schweizer VIPs im Jubiläumsjahr zu ganz persönlichen Führungen einladen. «Damit zeigen wir», so Präsidentin Hanke, «wie der Museumspass bei jedem Besuch Horizonte erweitert und wie reichhaltig die persönlichen Zugänge zu den Sammlungen der Schweizer Museen sind.»
Am 2. Juni lädt der Schweizer Komiker und Influencer Mike Casa im MASI in Lugano zur Bildbesprechung ein. Am 11. Juni wird Michelin-Star-Koch Christophe Schmitt von der weltberühmten Hotelfachschule in Lausanne in der Plateforme 10 – inspiriert von den Gemälden – ein Gericht kreieren. Am 29. Juni wird GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy, Co-Präsidentin der Frauendachorganisation alliance F, dem Anna Göldi Museum in Ennenda (GL) einen Besuch abstatten. Am 3. Juli wird der Rapper und Wissenschaftler Tommy Vercetti im Landesmuseum in Zürich die Ausstellung «Bankenland Schweiz» vor Publikum kritisch beäugen und am 13. August wird SRF Literaturclub-Moderatorin Jennifer Khakshouri Interessierte in die Stiftsbibliothek St.Gallen einladen.
Social-Media-Kampagne #IloveSwissMuseums
Mit Säulen von über 2 Metern Höhe weisen 150 Schweizer Museen in den kommenden Monaten auf die Jubiläumsaktivitäten hin und starten gleichzeitig die Social-Media-Kampagne #IloveSwissMuseums. Museumsbesuchende machen jeweils ein Foto, Video oder Selfie ihres Lieblingsobjektes einer Ausstellung und posten es mit dem #IloveSwissMuseums auf Instagram oder TikTok (etc.). Die besten Posts werden in einem Wettbewerb prämiert.
Schweizer Museumspreis als Höhepunkt des Jahres 2026
Anlässlich des Jubiläumjahrs wird vom Schweizer Museumspass als weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten der neue Schweizer Museumspreis ins Leben gerufen, um die Vielfalt und das Engagement der Schweizer Museumslandschaft zu würdigen. Im Zentrum dieses neuen Preises steht das Publikum: Es bestimmt, welches Museum im Jahr 2026 für seine herausragende Leistung ausgezeichnet wird. Im November findet die Preisverleihung statt.
Soziale Teilhabe gezielt stärken
Schliesslich hat der Museumspass für 2026 zur Erhöhung der kulturellen Teilhabe drei karitative Kooperationen vereinbart: Caritas und Pro Senectute haben für 2026 jeweils 10’000 Museumseintritte erhalten, die Reka Stiftung Ferienhilfe 3’500. Damit soll der Zugang zu Kultur auch für Menschen mit eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten konkret erweitert werden.
cp
Kontakt:
https://www.museumspass.ch/de/dreissig-jahre-schweizer-museumspass/#01
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Kommentare von Daniel Leutenegger