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29. September 2026

MUSIKVIELFALT-INITIATIVE SCHWEIZ PRÄSENTIERT STÄTDEVERGLEICH ZUR ÖFFENTLICHEN MUSIKFÖRDERUNG

Bund und Kantone haben den Auftrag, Kultur vielfältig zu fördern und die Teilhabe der Bevölkerung am kulturellen Leben zu stärken. Wo steht die öffentliche Hand mit der Erreichung dieser Ziele im Bereich Musik? Die Schweizer Musikvielfalt-Initiative hat die Musikförderung in den grössten Städten der jeweiligen Sprachregion untersucht: «Ein Vergleich, den es so noch nie gegeben hat», wie die Initiant:innen schreiben.

https://musikvielfalt.ch/de/news/staedtevergleich/

Bild: © https://musikvielfalt.ch/de/news/staedtevergleich/

Zwischen 99 und 375 Franken pro Einwohner:in investieren die grössten Städte jeder Sprachregion in die Musik. Diese und weitere Kennzahlen liefert die Recherche, «die es in der Schweiz so noch nie gegeben hat» und die heute publiziert wird, wie die InitiantInnen schreiben.

Und weiter: «Welche Musik wird wie gefördert? Was wird mit Steuergeldern finanziert, was aus den Lotteriefonds? Wie viel Förderung geht mehrjährig an dieselben Empfänger:innen? Und das immer schön pro Kopf ausgerchnet, damit Basel, Bern, Genf, Lugano, Lausanne und Zürich wirklich verglichen werden können.»

Untersucht wurden alle öffentlichen Fördergelder des Jahres 2024 (*), die in das Musikschaffen der Städte fliessen. Dazu gehören

  • die städtischen Fördermittel,
  • die kantonalen Fördergelder fürs städtische Musikschaffen und
  • die Gelder aus den Lotterie-Fonds.

Zum Musikschaffen zählt die Recherche: Spielstätten, Veranstaltungen (Konzerte, Festivals etc.), Institutionen und Projekte im freien Musikschaffen.

(*) Die Zahlen sind öffentlich zugänglich (Jahresberichte sowie Budgets der Städte und Kantone, Jahresberichte der Musikinstitutionen, Swisslos-Beitragslisten etc.), oder sie wurden direkt bei der zuständigen Stelle nachgefragt.

Einige der Ergebnisse:

  • Zwischen rund 99 und 375 CHF pro Einwohner:in fliessen in die Musik der untersuchten Städte.
  • Lausanne gibt pro Kopf rund 56 Franken mehr aus als Basel.
  • Genf gibt pro Kopf mehr als doppelt so viel aus wie Bern.
  • Zwischen 76 und 95 % des gesamten Musikbudgets wird in die Gruppe «Klassik» investiert.
  • Die Romandie investiert deutlich mehr in die Gruppe «Musiques Actuelles» als die Deutschschweiz. Zum Beispiel gibt Genf pro Kopf doppelt so viel aus wie Basel und Bern.
  • Die Deutschschweizer Städte geben für die Gruppe «Weitere» weniger als 1 % des Musikbudgets aus. Lausanne über 9 %.
  • Der grösste Teil des Steuergelds geht in allen Städten mit Ausnahme von Lugano in die Gruppe «Klassik». In Basel, Bern und Genf über 80 % des gesamten Musikbudgets. In Zürich über 90 %.
  • Für die Gruppe «Musiques Actuelles» investieren Basel, Bern, Genf und Lausanne rund 10 % des gesamten Musikbudgets aus Steuergeld. In Zürich sind es 3 %.
  • Basel und Lugano finanzieren die Gruppe «Weitere» ausschliesslich mit Lotteriegeld.
  • Über 80 %, teils sogar über 90 % der gesamten Musikförderung gehen mehrjährig an die gleichen Empfänger:innen.
  • Die Gruppe «Klassik» bindet in allen Städten zwischen 70 und 90 % aller Fördermittel. Der bewegliche Fördergeldanteil ist überall minimal.
  • Innerhalb der Gruppe «Musiques Actuelles» ist in allen Städten die bewegliche Förderung ungefähr gleich gross wie die mehrjährige. 

Gesamte Recherche als PDF:

https://musikvielfalt.ch/wp-content/uploads/2026/09/MVI_Zahlenrecherche_27092026_Final_D_Website.pdf

Quelle / Mehr / Kontakt:

https://musikvielfalt.ch/de/news/staedtevergleich/

#MusikvielfaltSchweiz #MusikförderungSchweiz #MusikförderungSchweizStädtevergleich #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 29. September 2026
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik, Musik und Tanz, Musikproduktion, -verlag und -vertrieb, Politik und Gesellschaft, Radio und TV, Unterhaltung, Show, Zirkus, VeranstalterInnen, Lokale, Bühnentechnik

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