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Kategorie: Journalismus

21. September 2026

DIE DEUTSCH-SCHWEI­ZER AU­TORIN UND VER­LE­GE­RIN ANNE RÜF­FER IST GE­STOR­BEN

Anne Rüffer - Foto: © Geri Born, 2009

Die 1957 in Langerwehe (D) geborene Kommunikationsfachfrau, Journalistin, Autorin und Verlegerin Anne Rüffer (Bild) ist am 11. September 2026 gestorben, wie jetzt bekannt wird. Sie war Mitgründerin und Inhaberin des Zürcher Verlags rüffer&rub. Anne Rüffer arbeitete viele Jahre in der Privatwirtschaft und baute eine Firmengruppe im Kommunikationsbereich mit auf. Danach wechselte sie in den Journalismus als Autorin für Wochenzeitungen und diverse Fernsehstationen. Ab 1999 war Rüffer auch als Autorin tätig. Sie war geschäftsführende Verlegerin des 2000 gegründeten Verlags rüffer&rub in Zürich. Im Jahr 2008 gründete sie die Manuskript-Oase – Büro für Autorenberatung. Ebenfalls 2008 kam der Römerhof Verlag dazu, der ausschliesslich Biographien verlegte und den sie zusammen mit der Rechtsanwältin Gitti Hug gründete. Ab 2008 war Anne Rüffer zudem Jury-Mitglied des jährlich vergebenen Right Livelihood Award, bekannt auch als «Alternativer Nobelpreis». 2014 erschien im Verlag LangenMüller ihr erster Roman. (*)

21. September 2026

IM­PRES­SUM: STRAF­AN­ZEI­GEN GEGEN PO­LI­ZEI-AN­GE­HÖ­RI­GE DER KAN­TO­NE LU­ZERN UND FREI­BURG SOWIE DER MI­LI­TÄR­PO­LI­ZEI

Symbolbild - Foto: © https://www.impressum.ch/details/strafanzeige-gegen-angehoerige-der-polizei-luzern-freiburg-und-der-militaerpolizei

Weil Fotojournalisten von Polizeiangehörigen an zwei Orten in der Schweiz an der Arbeit gehindert worden sind, hat impressum, der grösste Berufsverband von Medienschaffenden der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein, Strafanzeigen eingereicht

19. September 2026

YO­U­ME­DIA AWARD 2026: ÜBER 250 JUNGE MEN­SCHEN HABEN PRO­JEK­TE EIN­GE­REICHT

Preisverleihung 2026 des YouMediaAwards 2026 in Bern - Foto: VearFilms / YouMedia

Am Freitagabend wurde im PROGR in Bern zum zweiten Mal der Schweizer Jugendmedienpreis YouMedia Award verliehen. Über 250 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 20 Jahre hatten ihre Medienprojekte eingereicht – fast doppelt soviele wie im Vorjahr. «Die Awards Night zeigte eindrücklich, wie vielfältig junge Menschen Medien gestalten. Und welche Themen sie beschäftigen. Ausgezeichnet wurden Beiträge, die mit Kreativität, sorgfältiger Recherche und gesellschaftlicher Relevanz überzeugten», schreiben die Organisator:innen.

15. September 2026

FO­TO­GRA­FI­SCHER NACH­LASS MARIA NET­TER – NUN AUCH MIT DI­GI­TA­LI­SIER­TEN KON­TAKT­BÖ­GEN

Die Kunstkritikerin Maria Netter mit Kamera im Spiegel - Foto: © Maria Netter, SIK-ISEA, Courtesy Fotostiftung Schweiz - https://recherche.sik-isea.ch/de/sik:document-14064678/in/sikisea/document/tiles?0.0.type=document&0.0.q=maria%20netter&0.type=document

Die Basler Kunstkritikerin Maria Netter (Bild, 1917–1982) schrieb ab den 1940er-Jahren regelmässig Artikel über zeitgenössische Kunst für Schweizer und internationale Zeitungen und Zeitschriften. Ihre Beiträge illustrierte sie häufig mit eigenen Fotografien. Die Aufnahmen dokumentieren Kunstschaffende, Ausstellungen und wichtige Akteurinnen und Akteure des Schweizer Kunstbetriebs der 1950er- bis 1980er-Jahre.

14. September 2026

DER SCHWEI­ZER VER­LE­GER UND UN­TER­NEH­MER JÜRG MAR­QUARD IST GE­STOR­BEN

Jürg Marquard - Foto: © SRF, 2019

Der am 13. Juli 1945 in Urdorf geborene Schweizer Verleger und Unternehmer Jürg Marquard (Bild) ist am 14. September 2026 in Zürich gestorben. Er war Gründer und Inhaber der Marquard Media Gruppe. Neben seiner Arbeit am Aufbau der Jugendzeitschrift «Pop» war Jürg Marquard auch als Radio- und Fernsehmoderator im Pop-Bereich tätig. Nach der Gründerzeit, in der Jürg Marquard «Pop» selbst redigierte, wurde die Zeitschrift zunehmend kommerzieller und etablierte sich nach diversen Fusionen mit anderen deutschen Jugendzeitschriften als «Pop/Rocky» als zweitgrösste deutsche Jugendzeitschrift hinter «Bravo». 1998 wurde «Pop/Rocky» mit der ebenfalls verlagseigenen Jugend- und Musikzeitschrift «Popcorn» fusioniert, welche sich als internationale Dachmarke für den Jugendzeitschriftenbereich der Marquard Media Gruppe durchgesetzt hatte. Den Durchbruch im deutschsprachigen Zeitschriftenmarkt schaffte Marquard 1981 mit der Zeitschrift «Cosmopolitan». 1993 nannte er sich mit einem Jahresgewinn von 26,8 Millionen Schweizer Franken nach Steuern und Abschreibungen den «bestverdienenden Schweizer Verleger». Im Frühjahr 2005 war Jürg Marquard aktiv als Co-Produzent und Protagonist der Reality-Serie «Traumjob», einer Lizenzversion von Donald Trumps «The Apprentice». Diese Sendung verzeichnete Höchstquoten auf dem ersten Kanal des Schweizer Fernsehens. Ab Frühling 2019 war Marquard als Investor in der vom Privatsender «TV24», ab der 3. Staffel auf «3 Plus TV» ausgestrahlten TV-Sendung «Die Höhle der Löwen Schweiz» zu sehen. (*)

9. September 2026

NACH FAST 60 JAH­REN: DER «SONN­TAGS­BLICK» WIRD EIN­GE­STELLT

SonntagsBlick 23 März 1969 © Ringier

Am Mittwoch gab das Unternehmen Ringier in Zürich bekannt, dass der «SonntagsBlick» am 27. Dezember 2026 eingestellt wird. Ab dem 9. Januar 2027 erscheine der «Blick fürs Wochenende» jeden Samstag – mit 96 Seiten, neuem Papier und neuem Design.

4. September 2026

DIE US-AME­RI­KA­NI­SCHE JOUR­NA­LIS­TIN, HER­AUS­GE­BE­RIN UND FE­MI­NIS­TI­SCHE AK­TI­VIS­TIN GLO­RIA STEI­NEM IST GE­STOR­BEN

Gloria Steinem, 2016 - Foto: Gage Skidmore, https://www.flickr.com/people/22007612@N05 - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gloria_Steinem_(29126367513).jpg

Die am 25. März 1934 in Toledo (Ohio) geborene US-amerikanische Journalistin, Autorin, Herausgeberin und feministische Aktivistin Gloria Steinem (Bild) ist am 2. September 2026 in New York City gestorben. Sie war eine der bekanntesten Vertreterinnen der zweiten Welle des Feminismus in den Vereinigten Staaten. Gloria Steinem war Mitgründerin der Zeitschrift «Ms.» und des National Women’s Political Caucus, und sie trug dazu bei, feministische Themen in den politischen und medialen Mainstream der Vereinigten Staaten zu bringen. (*)

2. September 2026

MEN­SCHEN­WÜR­DE – WAHR­HEITS­SU­CHE – AN­HÖ­RUNG BEI SCHWE­REN VOR­WÜR­FEN – TREN­NUNG VON FAK­TEN UND KOM­MEN­TAR

Schweizer Presserat

Die neusten Stellungnahmen des Schweizer Presserats

1. September 2026

DER KROA­TI­SCHE AUTOR SLO­BO­DAN ŠNAJ­DER IST GE­STOR­BEN

Slobodan Šnajder, 2009 - Foto: Griotta - Public domain - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Slobodan_Snajder.jp

Der am 8. Juli 1948 in Zagreb geborene kroatische Schriftsteller, Dramatiker und Publizist Slobodan Šnajder ist am 30. August 2026 ebenda gestorben. Er schloss sein Studium der Philosophie und Anglistik an der Philosophischen Fakultät in Zagreb ab. Er war Mitbegründer und Chefredaktor der Theaterzeitschrift «Prolog» sowie Redaktor beim Verlag Cekade. Seit 1967 veröffentlichte Šnajder Prosa, Essays, Kritiken und Theaterstücke. Mit letzteren erreichte er grosse Aufmerksamkeit der Theaterwelt und der Kritiker:innen. Mit dem Stück «Metastase» leitete er eine Reihe von «biografischen Dramen» ein, die das Leben historischer Persönlichkeiten, insbesondere aus Literatur und Theater, sowie rebellischer Intellektueller und Künstler im Widerstand gegen die herrschende Ideologie schilderten. Šnajder verfasste auch Theaterstücke zu Kriegsthemen (Utjeha sjevernih mora, 1992; Zmijin svlak, 1994).

1. September 2026

NEWS­LET­TER VON CH-CULTURA.CH: «WHAT A FA­BU­LOUS RE­SOURCE!»

Newsletter ch-cultura.ch - J.C., 2026

Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten Zeit aus Schweizer Perspektive: Ein- bis viermal pro Monat wird der Newsletter kostenlos ans angegebene E-Postfach geliefert.

31. August 2026

DER ITA­LIE­NI­SCHE FO­TO­GRAF FRAN­CO FON­TA­NA IST GE­STOR­BEN

Franco Fontana, 1982 - Foto: Augusto De Luca, https://www.flickr.com/photos/101358191@N02/9760575385/sizes/o/in/photostream/ - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Franco_Fontana_(cropped).jpg

Der am 9. Dezember 1933 in Modena geborene italienische Fotograf Franco Fontana (Bild) ist am 29. August 2026 ebenda gestorben. Er war vor allem für seine abstrakten Farblandschaften auch international bekannt. Fontana begann in den 1950er-Jahren mit dem Fotografieren, als er als Dekorateur in einem Möbel-Ausstellungsraum arbeitete. 1961 trat er einem lokalen Amateurfotografie-Club in Modena bei. Diese Erfahrung sollte einen Wendepunkt in seiner Karriere darstellen, und Fontana hatte 1965 seine erste Einzelausstellung bei der Società Fotografica Subalpina in Turin sowie 1968 in der Galleria della Sala di Cultura in Modena. In der Folge nahm er an mehr als 400 Gruppen- und Einzelausstellungen teil. Sein erstes Buch, «Skyline», erschien 1978 in Frankreich bei Contrejour und in Italien bei Punto e Virgola. Fontana war künstlerischer Leiter des Toscana Fotofestivals. Seine frühen Innovationen in der Farbfotografie in den 1960er-Jahren waren stilistisch bahnbrechend. Laut der Kunstkritikerin Giuliana Scimé «zerstörte» Fontana «alle Strukturen, Praktiken und technischen Entscheidungen innerhalb der italienischen Tradition».

31. August 2026

AAR­GAU­ER KU­RA­TO­RI­UM: AN­ER­KEN­NUNGS­PREIS 2026 FÜR AUTOR, HER­AUS­GE­BER UND LI­TE­RA­TUR­VER­MITT­LER MAR­KUS BUNDI

Markus Bundi, 2026, Bild von der Preisverleihung - Foto: © https://www.aargauerkuratorium.ch/artikel/annerkennungspreis-an-markus-bundi

Das Aargauer Kuratorium verleiht biennal den mit 20’000 Franken dotierten Anerkennungspreis und würdigt dieses Jahr den Schweizer Autor, Lyriker, Kulturjournalisten, Essayisten und Herausgeber Markus  Bundi (Bild).

30. August 2026

SO­EBEN VER­SCHICKT: DER NEWS­LET­TER 15/2026 VON CH-CUL­TU­RA.CH

ch-cultura.ch Balken hausrot breit schmal

Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive

27. August 2026

«PHO­TO­LA­BEL»: EN­GA­GE­MENT FÜR AU­THEN­TI­SCHE FO­TO­GRA­FIE

© https://www.photolabel.org/home-d

In Bern ist in diesem Sommer von einem neuen Verein die Initiave «Photolabel» gestartet worden, die sich für die Kennzeichnung authentischer Fotografien einsetzt.

24. August 2026

DER ZÜR­CHER JOUR­NA­LIST JACK STARK IST GE­STOR­BEN

Jack Stark, https://www.facebook.com/jackherbert.stark

Der 1936 geborene Schweizer Journalist Jack Stark (Bild) ist im 91. Lebensjahr gestorben, wie Kollegen am Montag berichten. Der promovierte Jurist galt als Erfinder des «People-Journalismus» in der Schweiz. Mitte der 1960er-Jahre war er Gesellschaftsreporter beim «Blick»; 1967 war Stark Mitbegründer der TV-Zeitschrift «Tele» und deren Chefredaktor bis 1977, anschliessend sieben Jahre Pressechef von Udo Jürgens, ab 1985 Redaktor bei diversen Zeitungen. Seit Ende 1998 arbeitete er als freier Journalist.

23. August 2026

PHO­TO­VILLE4600 – SCHWEI­ZER WERK­SCHAU DER FO­TO­GRA­FIE

Foto: © Mirjam Kluka, @mirjamkluka

Zum fünften Mal präsentiert das IPFO Haus der Fotografie in Olten bis am 27. September 2026 mit PHOTOVILLE4600 eine Werkschau der Schweizer Fotografie. Die Ausstellung bietet einen aktuellen Einblick in das Schaffen talentierter und inspirierender Fotograf:innen aus der ganzen Schweiz.

22. August 2026

«GER­TRUD VOG­LER: SO­ZIA­LE BRENN­PUNK­TE. FO­TO­GRA­FIEN AUS EINER ZEIT IM UM­BRUCH. 1975-2000»

Gertrud Vogler mit Kamera auf dem Gelände des Autonomen Jugendzentrums Zürich, Oktober 1981 (Foto: Michel Fries; SozArch F 5111-013-012)

Buch-Vernissage in der Zürcher Buchhandlung Never Stop Reading, am 26. August 2026, 19 Uhr

13. August 2026

SRG-SSR: 1,5 MIL­LIO­NEN RADIO- UND FERN­SEH­SEN­DUN­GEN AUF «ME­MO­BA­SE.CH» ON­LINE ZU­GÄNG­LICH

Einer der Beiträge auf Memobase dokumentiert den offiziellen Start des Farbfernsehens in der Schweiz am 1. Oktober 1968. (Bild: SRF)

Die SRG-SSR macht ihre Archivinhalte in enger Zusammenarbeit mit Memoriav, der Kompetenzstelle des audiovisuellen Kulturerbes der Schweiz, online zugänglich: Auf «Memobase.ch» können neu 1,5 Millionen Radio- und Fernsehsendungen aus den Archiven von RTR und SRF recherchiert werden. Damit erhalten Forschende, Medienschaffende und die interessierte Öffentlichkeit einen einzigartigen Zugang zum audiovisuellen Erbe der Schweiz. Langfristig sollen auch die Bestände der RSI- und der RTS-Archive auf «Memobase.ch» integriert werden.

13. August 2026

ERIC GUJER GIBT «NZZ»-CHEFREDAK­TION AB

Eric Guyer, 2023 - Foto: Asurnipal, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Asurnipal - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hohenems-International_journalist_congress-Eric_Gujer-03ASD.jpg

Das Unternehmen «NZZ» meldet heute, dass Eric Gujer (Bild) die Chefredaktion der «Neuen Zürcher Zeitung» Ende Januar 2027 abgebe, «der ‹NZZ› aber erhalten» bleibe.

6. August 2026

ZUM TOD DES ITA­LIE­NI­SCHEN CAN­T­AU­TO­RE FRAN­CES­CO GUC­CI­NI

Francesco Guccini, 2016 - Foto: Niccolò Caranti, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Jaqen - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Francesco_Guccini_-_Lucca_Comics_%26_Games_2016_02.jpg

Francesco Guccini (Bild), der am 14. Juni 1940 in Modena geborene italienische Cantautore, Schriftsteller, Comicautor, Schauspieler und Komponist u.a. von Filmsoundtracks, ist am 6. August 2026 in Sambuca Pistoiese gestorben. Er wuchs zwischen den Bergen Pàvanas und Modena auf und zog danach nach Bologna. Nach ersten musikalischen Versuchen ab den späten 1950er-Jahren zwischen Rock ’n’ Roll und Beat, auch als Songwriter für andere Interpreten, debütierte der Musiker solistisch 1967 mit dem Album «Folk beat n. 1». Eine wichtige Inspirationsquelle war dabei Bob Dylan. Der Durchbruch gelang ihm 1972 mit dem vierten Album «Radici» und vor allem 1976 mit dem Album «Via Paolo Fabbri 43». In seiner über 50-jährigen Karriere veröffentlichte Guccini mehr als 20 Musikalben. Guccini gilt als einer der wichtigsten und beliebtesten Cantautori Italiens und prägte die Gattung des «Autorenlieds» ganz wesentlich mit. Seine Texte sind lyrisch herausragend und thematisch vielfältig, meistens leicht fatalistisch und häufig als Dokumente des Zeitgeists zu verstehen. Auch wenn er oft als sehr politisch engagiert wahrgenommen wurde, vermied er in seinen Texten weitestgehend offene politische Rhetorik zugunsten einer intimistischen Sprache. Guccini wurde vielfach ausgezeichnet, sowohl mit Musik- als auch mit Literaturpreisen. (*)

1. August 2026

HAN­NES BRIT­SCH­GI VER­LÄSST DEN POS­TEN ALS RE­DAK­TI­ONS­LEI­TER VON «IN­FOSPER­BER.CH»

© infosperber.ch

Urs P. Gasche, der Stifter der Schweizerischen Stiftung zur Förderung unabhängiger Information (SSUI), schreibt heute in der Online-Zeitung «Infosperber.ch», Hannes Britschgi verlasse aus familiären und gesundheitlichen Gründen seinen Posten als Redaktionsleiter von «Infosperber». Im November 2026 gebe er auch seine Aufgaben in der Stiftung SSUI ab. Seit Juli 2024 ist Britschgi deren Mitglied und seit Juli 2025 deren Präsident. 

25. Juli 2026

DER WEST­SCHWEI­ZER RADIO- UND FERN­SEH­JOUR­NA­LIST WIL­LIAM HEIN­ZER IST GE­STOR­BEN

William Heinzer - Foto: © RTS

Der am 23. Mai 1951 geborene Westschweizer Journalist William Heinzer (Bild), der für Radio Suisse Romande (RSR) und später für Télévision Suisse Romande (TSR) tätig war, ist am 21. Juli 2026 in Thônex gestorben. Als prägende Persönlichkeit der Berichterstattung in der französischsprachigen Schweiz hat er mehrere Generationen von Journalist:innen geprägt.

22. Juli 2026

DER «AP­PEN­ZEL­LER VOLKS­FREUND» IM DI­GI­TA­LEN AR­CHIV

Appenzeller Volksfreund Nr.54, 5. Juli 1876, Organ für Wahrheit und Recht https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=AVF18760705-01.1.1&e=-------de-20--1--img-txIN--------0-----

Der «Appenzeller Volksfreund» ist ab sofort digital verfügbar. Nach einem mehrjährigen Projekt stehen sämtliche Ausgaben von 1876 bis 2016 kostenlos auf der Plattform «e-newspaperarchives.ch» zur Verfügung. Damit wird ein bedeutender Teil des Appenzeller Kulturerbes langfristig gesichert und für alle einfach zugänglich.

18. Juli 2026

DER WAL­LI­SER JOUR­NA­LIST UND RA­DIO­MANN REIN­HARD EYER IST GE­STOR­BEN

Reinhard Eyer - Foto: https://www.facebook.com/photo/?fbid=103266513931459&set=a.103266530598124

Der am 6. Februar 1950 in Naters geborene Journalist und Radiomann Reinhard Eyer (Bild) ist am 17. Juli 2026 gestorben. Reinhard Eyer war dabei, als ab Mitte 1978 im damaligen Schweizer Radio DRS die täglichen Regionaljournale entwickelt wurden und im November auf Sendung gingen. Parallel arbeitete er während langer Jahre auch für verschiedene Schweizer Zeitungen und für die Agentur Schweizerische Politische Korrespondenz (SPK). Erst in den 1990er-Jahren konnte sich Reinhard Eyer ganz auf die Tätigkeit als Wallis-Korrespondent für das Schweizer Radio konzentrieren. Im Frühling 2015 ging er in Pension. Eyer war leidenschaftlicher Strahler und Initiant des Schweizer Strahlermuseums in Naters. Seit 2023 war Reinhard Eyer Präsident des Kunstvereins Oberwallis.

17. Juli 2026

«RO­MANO P. RIEDO: ES­TI­VA­GES – LA SAI­SON D’AL­PA­GE EN SUI­S­SE»

Exposition Médiathèque Valais – Martigny, jusqu’au 29 août 2026

10. Juli 2026

BLAU­LICHT­RE­POR­TER BEAT REIN­HARD KÄLIN WIRD MIT DEM RADIO- UND FERN­SEH­PREIS DER OST­SCHWEIZ 2026 AUS­GE­ZEICH­NET

Beat Reinhard Kälin - Foto: © CH Media : Andrea Stalder

Blaulichtreporter Beat Reinhard Kälin (Bild) «hat sich mit Leidenschaft und Beharrlichkeit einen festen Platz in der Schweizer Medienlandschaft erarbeitet», heisst es in der Medienmitteilung. Für sein langjähriges Wirken und sein grosses Engagement werde er mit dem mit 10’000 Franken dotierten Radio- und Fernsehpreis der Ostschweiz 2026 ausgezeichnet.

9. Juli 2026

DIE SCHWEI­ZER FOTO-PIO­NIE­RIN MAR­GRIT BAU­MANN IST GE­STOR­BEN

Margrit Baumann Syrien 1955 - © Margrit und Ernst Baumann, Staatsarchiv des Kantons Bern

Die am 24. Januar 1929 in Baar geborene Schweizer Fotografin Margrit Baumann-Bäumlin ist gestorben, wie Bernhard Giger in den Berner Tamedia-Zeitungen schreibt. Der fotografische Nachlass der Pionierin Margrit und ihres Ehemanns Ernst Baumann (1928-2018) befindet sich im Staatsarchiv des Kantons Bern.

4. Juli 2026

BRAUN­WALD: «EMIL BRUN­NER. BERG KIND WELT»

BrunnerStelen©FridolinWalcher2.jpg

Ein ganzes Bergdorf wird zur begehbaren Fotografie-Ausstellung: 30 Jahre nach seinem Tod wird das fotografische Werk von Emil Brunner erstmals umfassend in seinem Heimatkanton Glarus gezeigt. Die Ausstellung «Berg Kind Welt» findet bis am 18. Oktober 2026 auf der Sonnenterrasse Braunwald statt. Kuratiert wird sie vom Glarner Fotografen Fridolin Walcher und gemeinsam realisiert mit dem Verein BSINTI Kultur in Kooperation mit der Fotostiftung Schweiz.

28. Juni 2026

PRO­LIT­TERIS-PRÄ­SI­DI­UM: ALEX­AN­DRA MAU­RER UND THO­MAS KRA­MER FOL­GEN AUF STE­FAN KEL­LER

ProLitteris

Die Generalversammlung von ProLitteris, der Schweizerischen Genossenschaft für Urheberrechte an Literatur und Kunst, hat in St.Gallen Alexandra Maurer und Thomas Kramer als Co-Präsident:innen gewählt. Sie folgen auf Stefan Keller, der nach acht Jahren als Präsident und nach zwanzig Jahren im Vorstand beziehungsweise Verwaltungsrat von ProLitteris zurücktritt.

28. Juni 2026

SO­EBEN VER­SCHICKT: DER NEWS­LET­TER 11/2026 VON CH-CUL­TU­RA.CH

ch-cultura.ch Balken hausrot breit schmal

Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten drei Wochen aus Schweizer Perspektive

27. Juni 2026

«ANDRI POL – PO­LI­VER­SUM»

Andri Pol, Flugdemonstration Patrouille Suisse Flugstaffel, Armeetage Frauenfeld, Schweiz, 1998, © Andri Pol / Fotostiftung Schweiz

Ausstellung Fotostiftung Schweiz, Winterthur, bis am 6. Dezember 2026

25. Juni 2026

ERIC FACON STELLT DAS AUDIO-FOR­MAT «KUL­TUR­STAMM­TISCH» EIN

Der 1957 in New York City geborene Schweizer Audiojournalist, Autor und Moderator Eric Facon (Bild zweiter von inks) stellt das 2008 erstmals ausgestrahlte Format «Kulturstammtisch» ein, wie er auf «Facebook» mitteilt. Seit 2020 war er Produzent des privaten Podcasts «Kulturstammtisch», der ehemaligen Radiosendung von Radio SRF, die er entwickelt und gestaltet hatte.

25. Juni 2026

DER NEUE PRÄ­SI­DENT DER STIF­TUNG SCHWEI­ZER PRES­SE­RAT HEISST BER­NARD MAIS­SEN

Bernard Maissen - Foto: © RTR, 2025, https://www.rtr.ch/cultura/sin-visita-tar-50-50-bernard-maissen-jau-sun-sursta-da-la-decisiun-dal-tribunal

Der Stiftungsrat der Stiftung Schweizer Presserat hat Anfang Juni 2026 Bernard Maissen (Bild) zum neuen Präsidenten des Stiftungsrats gewählt, wie jetzt bekannt wird. Der ehemalige Direktor des Bundesamts für Kommunikation folgt auf Daniel Hitzig, der Anfang Mai zurückgetreten ist.

24. Juni 2026

ZUM TOD DER KROA­TI­SCHEN SCHRIFT­STEL­LE­RIN UND JOUR­NA­LIS­TIN SLAVEN­KA DRA­KU­LIC

Slavenka Drakulic, 2016 - Foto: De Balie, https://www.youtube.com/watch?v=v1TsgWaornQ - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en - Date: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Slavenka_Drakuli%C4%87_(2016).jpg

Die am 4. Juli 1949 in Rijeka geborene jugoslawische bzw. kroatische Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulic (Bild) ist am 20. Juni 2026 gestorben. Slavenka Drakulic studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Soziologie an der Universität Zagreb. In den 1980er-Jahren war sie als Journalistin für verschiedene politische Zeitschriften (u. a. «NIN») tätig und veröffentlichte ihre ersten Bücher, die in ganz Jugoslawien erfolgreich waren. Mit ihren Texten trug sie zur öffentlichen Wahrnehmung feministischer Themen in Jugoslawien bei. In einem 1992 in der kroatischen Wochenzeitung «Globus» erschienenen Artikel wurden Slavenka Drakulic sowie vier weitere kroatische Schriftstellerinnen (Rada Ivekovic, Vesna Kesic, Jelena Lovric und Dubravka Ugrešic) wegen ihrer feministischen und gegenüber dem autoritären Regierungsstil des damaligen kroatischen Präsidenten Franjo Tudman kritischen Haltung als Landesverräterinnen verunglimpft. Ab den 1990er-Jahren schrieb Drakulic als Journalistin auch für internationale Tageszeitungen und Zeitschriften, darunter für die «Süddeutsche Zeitung», sowie regelmässig für die kroatische Zeitung «Jutarnji list». Slavenka Drakulic war eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Kroatiens; ihre Romane und Sachbücher wurden in viele Sprachen übersetzt, acht davon bisher ins Deutsche. (*)

19. Juni 2026

PRO­LIT­TERIS-PREIS 2026 FÜR HANS STUTZ UND ANA­BEL­LE BOUR­QUIN

Hans Stutz - Foto: https://gruene.ch/wahlen/wahlen-2019-kanton-luzern

Die Verwertungsgesellschaft ProLitteris zeichnet die Journalist:innen Hans Stutz und Anabelle Bourquin mit dem ProLitteris-Preis 2026 aus: Ende Juni verleiht ProLitteris den mit 40’000 Franken dotierten Hauptpreis und einen Förderpreis von 10’000 Franken. Der jährliche Preis würdigt herausragende Leistungen in der Literatur und in der Kunst. Urheberrechte an Texten und Bildern prägen die Tätigkeit der Verwertungsgesellschaft ProLitteris. Dieses Jahr wird der ProLitteris-Preis im Bereich Journalismus vergeben. Die Preisverleihung
 findet am 27. Juni 2026 um 15.00 Uhr in St.Gallen statt.

17. Juni 2026

MEDIA FOR­WARD FUND: 450’000 EURO FÜR ZÜR­CHER RE­CHER­CHE-KOL­LEK­TIV WAV

Lorenz Naegeli und Balz Oertli von WAV. Foto: Isabela Pacini

Der Verein für kritische Recherche des Schweizer Recherche-Kollektivs WAV erhält vom Media Forward Fund eine Förderung von 450’000 Euro, um seine «Supporter Journeys» weiter auszubauen und um die Sichtbarkeit und Positionierung der eigenen Marke zu stärken.

8. Juni 2026

DER SCHWEI­ZER FO­TO­GRAF ROLF WAL­TER JECK IST GE­STOR­BEN

Rolf Walter Jeck, 2015, https://www.youtube.com/watch?v=uyfiE0khQ8E

Der am 7. Februar 1935 geborene Basler Fotograf Rolf Walter Jeck-Zweifel (Bild) ist am 16. April 2026 gestorben, wie wir jetzt erfahren. Als Sohn des Fotografen Lothar Jeck wuchs er in einer Familie auf, deren Name eng mit der Basler Fotografie verbunden ist. Nach seiner Ausbildung trat er in das Familienunternehmen ein und übernahm das Geschäft 1962 gemeinsam mit seiner Ehefrau Verena. Bis zum Jahr 2000 führte er das traditionsreiche Fotohaus weiter und prägte dessen Entwicklung während fast vier Jahrzehnten. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Rolf Jeck während vieler Jahre für die Anliegen des Fotografenberufs und setzte sich innerhalb der Berufsverbände für die Förderung der professionellen Fotografie ein.

8. Juni 2026

DER SCHWEI­ZER POLIT-JOUR­NA­LIST KURT SIE­GEN­THA­LER IST GE­STOR­BEN

Kurt Siegenthaler - © SRF 1998, https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/schaltung-zu-politkenner-kurt-siegenthaler?urn=urn:srf:video:a4d3e70d-a389-45fc-bb8a-c20d4ef64cc6

Der am 23. Oktober 1938 im Zürcher Oberland geborene Journalist Kurt Siegenthaler (Bild) ist am 31. Mai 2026 gestorben, wie «persönlich.com» berichtet: «Er begann seine Laufbahn in den Medien als Zeitungsjournalist beim ‹Wynentaler Blatt› und beim ‹Badener Tagblatt›, bevor er 1974 zur ‹Tagesschau› des Schweizer Fernsehens stiess. Von 1980 bis 1985 leitete er deren Inlandredaktion, ab 1990 stand er der Bundeshausredaktion vor – ein Amt, das er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 innehatte.»

8. Juni 2026

BERN: DIE GE­WIN­NE­RIN UND DIE GE­WIN­NER DES TRUE STORY AWARDS 2026

Gewinnerin und Gewinner des True Story Awards 2026 (v.l.): Saleh al-Laboudi, Martín Caparrós, Emma Graham Harrison und Hoda Osman - Foto: © https://truestoryfestival.org/de/news/gewinner-true-story-award-2026

Vom 5. bis am 7. Juni 2026 fand in Bern wieder das True Story Festival statt. Einer der Höhepunkte war die Bekanntgabe der Gewinnerin und der Gewinner des True Story Awards 2026 in den Kategorien «Research», «Impact» und «Storytelling» durch die Hauptjury.

5. Juni 2026

DER SCHWEI­ZER JOUR­NA­LIST, FERN­SEH­MANN, PRES­SE­SPRE­CHER UND KOM­MU­NI­KA­TI­ONS-BE­RA­TER RO­BERT RUOFF IST GE­STOR­BEN

Robert Ruoff - Foto: SRF, https://medien.srf.ch/-/ruoff-robert

Robert Ruoff (Bild), der langjährige Mitarbeiter des Schweizer Radios und Fernsehens DRS / SRF, ist am 2. Juni 2026 kurz vor seinem 82. Lebensjahr gestorben. Er ist in der Stiftsschule Engelberg zur Schule gegangen und hat an der Freien Universität Berlin Publizistik studiert. 1981 kam er zum Fernsehen DRS und arbeitete zuerst als Redaktor bei der «Rundschau», dann als Moderator und stellvertretender Leiter bei der «Tagesschau». Auch die «Freitagsrunde», Vorläuferin der heutigen «Arena», moderierte der TV-Journalist. Ruoff hat als Fernsehjournalist den politischen und publizistischen Stil des Schweizer Fernsehens in den 1980er- und 1990er-Jahren «wesentlich mitgeprägt», ist im «Klein Report» zu lesen. Später wurde Ruoff persönlicher Mitarbeiter von SRG-SSR-Generaldirektor Antonio Riva, Pressechef und Kommunikationsleiter SRF, Bereichsleiter Bildung SRF und dann Mitarbeiter von alt Bundesrat Adolf Ogi. Ruoff schrieb regelmässig für die «Medienwoche» und «infosperber.ch».

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