Am 12. September 2026 wäre der Berner Troubadour Bernhard Stirnemann (Bild) 90 Jahre alt geworden. Für das Berner Online-Magazin «Journal B» hat Redaktorin Janine Schneider einen Spaziergang mit Beat Hodler, Historiker und Autor der neuen Biografie «E fräche Siech. Bernhard Stirnemann», unternommen. Dieser führte zu den Schauplätzen in Bern, die das Leben des Chansonniers geprägt haben. Daraus ist ein lesenswerter und reich illustrierter Bericht zum legendären Berner Künstler, Lehrer, Politiker und Veranstalter entstanden.

Bild: Bernhard Stirnemann – Foto: © Hansueli Trachsel
Am 12. September 2026 wäre der Troubadour, neben Mani Matter einer der Begründer des Berner Chansons, 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass ist die Biografie «E fräche Siech. Bernhard Stirnemann» im Zytglogge Verlag erschienen. Geschrieben hat sie der Berner Historiker Beat Hodler, der dafür zwei Jahre lang Archivmaterialien durchforstete und mit Zeitzeug:innen und Wegbegleiter:innen sprach.
Rolf Marti, selbst Berner Chansonnier, hat das Biografie-Projekt initiiert und herausgegeben; er trug selbst auch zur Recherche bei. Stirnemanns Leben soll aber nicht nur zu lesen, sondern auch zu hören sein. Deshalb plant Rolf Marti zusammen mit der Comedienne Lisa Catena eine Konzerttournee in Hommage an den Berner Liedermacher: an den Aufführungen spielen sie Stirnemanns Lieder, auch solche, von denen es keine offizielle Aufnahme gibt. Am 13. Oktober 2026 findet die Premiere im La Cappella in Bern statt.
Bernhard Stirnemann steht bis heute im Schatten seines Troubadour-Kollegen Mani Matter. Lieder wie «Mys Käthi schmöckt nach Schoggola» würden oft fälschlicherweise letzterem zugeschrieben, so beschreibt es Rolf Marti im Vorwort zum Buch. Stirnemanns Namen sage heute vielen Berner:innen nichts mehr. «Mani Matter war eine Ausnahmeerscheinung», sagt Beat Hodler, «da muss man keine falsche Rivalität aufbauen. Aber Bernhard Stirnemann hatte andere Qualitäten: er war (…) auch ein leidenschaftlicher Theatermacher, Politiker, Kulturmanager und Lehrer. Er hatte eine Ausstrahlung. Er war eben «e fräche Siech.›»
Zum ganzen Beitrag:
https://journal-b.ch/artikel/stirnemann-hat-sich-selbst-immer-zu-den-aussenseitern-gezaehlt
Zum Buch:

Rolf Marti (Hg.)
Beat Hodler
E fräche Siech: Bernhard Stirnemann
Berner Troubadour und Kleintheaterpionier
108 Seiten
Format: 26.0 x 21.5 x 0.9 cm
S/W-Illustrationen: 36
978-3-7296-5230-9
Zytglogge Verlag, 2026
Mehr:
https://www.bernhard-stirnemann.ch/backstage
Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
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Kommentare von Daniel Leutenegger