«SCHWEIZER MEDIENKUNST – PAX ART AWARDS 2025: LUKAS TRUNIGER, ISABELL BULLERSCHEN, RHONA MÜHLEBACH»
Ausstellung HEK (Haus der Elektronischen Künste), Münchenstein / Basel, vom 14. Februar bis am 19. April 2026
Ausstellung HEK (Haus der Elektronischen Künste), Münchenstein / Basel, vom 14. Februar bis am 19. April 2026
Nicole Barras (Bild) verlässt nach zwölf Jahren der SSFV-Leitung per Ende Juli 2026 den Verband Schweizer Syndikat Film und Video. «Der Vorstand dankt ihr sehr herzlich für ihr grosses Engagement sowie für die stets konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit», ist auf der SSFV-Webseite zu lesen.
Regards croisés sur la collection vidéo du FMAC Genève – du 11 février au 26 avril 2026
Das denkmalgeschützte Zürcher Geschäftshaus «Corso» bedürfe altersbedingt einer umfassenden Sanierung: «Vertiefte Untersuchungen der Bausubstanz zeigten nun einen höheren Instandsetzungsbedarf als erwartet», steht in einer Medienmitteilung der Stadt Zürich zu lesen. Dies wirke sich auf Umfang, Dauer und Ausrichtung der Gesamtsanierung aus. In der Mitteilung wird erwähnt, der Kinobetrieb im «Corso» solle voraussichtlich noch bis ins Jahr 2029 weiterlaufen.
Der Prix de Soleure der 61. Solothurner Filmtage geht an den Dokumentarfilm «Qui vit encore» von Nicolas Wadimoff. «Becaària» von Erik Bernasconi gewinnt den Prix du Public. Als besten
Kurzfilm wählte das Publikum «Versuch, einen Baum in Zürich zu fällen» von Lara Alina Hofer, als besten Animationsfilm «Ich bin nicht sicher» von Luisa Zürcher.
Die 61. Ausgabe der Solothurner Filmtage ging am Mittwochabend mit der feierlichen «Soirée de clôture» zu Ende. Die Co-Leitung zieht eine erfreuliche Bilanz: Mit erneut rund 65’000 Eintritten
liegen die Besucher:innenzahlen auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Nominierten für den Schweizer Filmpreis 2026 wurden heute Dienstag im Rahmen der Nacht der Nominationen in Solothurn bekannt gegeben. Die Verleihung des Schweizer Filmpreises 2026 findet am 27. März im Kongresshaus Zürich statt.
An der «Notte delle Visioni» der 61. Solothurner Filmtage wurde im Stadttheater Solothurn am 24. Januar 2026 «Nessuno vi farà del male» von Dino Hodic (Bild) mit dem Jurypreis «Visioni» ausgezeichnet. Für den Preis, der Erst- und Zweitfilme würdigt, waren insgesamt sechs Filme nominiert. Der Preis ist mit 20’000 Franken dotiert.
Der am 12. Dezember 1951 in Carouge (GE) geborene Westschweizer Humorist, Komödiant, Komponist, Sänger, Musiker, Schauspieler, TV- und Radio-Produzent und Autor Alain Monney (Bild) ist am 22. Januar 2026 gestorben. Er war Mitgründer der Westschweizer Folk-Gruppe Aristide Padygros. 1984 stiess Monney zum Moderator:innenteam des neu gegründeten Radiosenders Couleur 3 in der französischsprachigen Schweiz. Dort entwickelte er Charaktere und wirkte an Sendungen mit, die die französischsprachige Schweizer Radiolandschaft nachhaltig prägen sollten: «Les Tatouages», «Les Naufragés du Rez-de-chaussée», «Professor Sacrain», «Carabine FM» … Sein Duo mit Gérard Mermet wurde mit dem Einstieg von Lolita (der legendären Moderatorin des Senders) zum Trio, mit dem sie die Sendung «Carabine FM» für das Fernsehen adaptierten. Nach der Zeit bei «Carabine FM» schufen Monney und Mermet unter den Pseudonymen Alain Bolet und Gérard Mérou die Fernsehserien «Américains Gladiateurs», «Les Pique-Meurons» und «Petit Silvant Illustré». 2010 schrieben sie die Fantasy-Krimiserie «L’Heure du Secret». Monney war auch Autor von acht Kinderbüchern, die von Jean-François Barbier illustriert wurden.
«Die Fotostiftung Schweiz stellt sich strategisch und organisatorisch neu auf. Mit einer mehrjährigen Transformation stärkt sie ihre Sammlungsarbeit, investiert in Digitalisierung und richtet ihre Ausstellungstätigkeit vermehrt extra muros aus.», schreibt die Stiftung in ihrer Medienmitteilung vom Dienstag. Damit soll «das fotografische Erbe der Schweiz dauerhaft gesichert, öffentlich zugänglich und als Referenz für Museen, Medien und Forschung noch besser nutzbar bleiben.» Seit ihrer Gründung 1971 engagiert sich die Fotostiftung «als führende Institution für die Erforschung und Vermittlung des visuellen Erbes der Schweiz». Im Auftrag des Bundes bewahrt sie in Winterthur eine umfassende Sammlung zur Schweizer Fotografie, u.a. mit rund 160 Archiven bedeutender Fotografinnen und Fotografen.
Bis am 1. März 2026, jeweils ab 17 Uhr bis in die Nacht, vis-à-vis Bahnhof Grenchen Süd
Den 15. Februar 2026 widmet die Enter Technikwelt in Derendingen (SO) von 10 bis 17 Uhr der goldenen Ära der Schweizer Tonbandgeräte und ihrer Hersteller, «deren Präzision und Klangqualität weltweit Massstäbe setzte», wie das Museum schreibt. Geboten werden u.a. Fachvorträge, Live-Demonstrationen und Spezialführungen rund um Studiotechnik, Aufnahmepraxis und ikonische Geräte.
Der Film «Bauernkrieg» von Erich Langjahr aus dem Jahre 1998 wurde 2025 mit Hilfe von Memoriav (Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz) und mit Hilfe von Kantonen und Gemeinden restauriert und digitalisiert. Es ist der dritte digitalisierte Film von Langjahrs Bauern-Trilogie, zusammen mit «Sennen-Ballade» 1996 (Reprise im Kino 2023) und «Hirtenreise ins dritte Jahrtausend» 2002 (Reprise im Kino 2023). «Bauernkrieg» beginnt mit der Bauerndemonstration 1992 auf dem Europaplatz in Luzern und endet mit der grossen Bauerndemonstration auf dem Bundesplatz in Bern vor 30 Jahren. Der Deutschschweizer Kinostart ist am 29. Januar 2026.
Schweizer Filme haben in den Schweizer Kinos 2025 rund eine Million Eintritte erzielt und damit den höchsten Marktanteil seit knapp zwei Jahrzehnten erreicht. In einem insgesamt rückläufigen Kinomarkt entfiel knapp jeder zehnte Kinobesuch auf eine einheimische Produktion, wie die Zahlen von ProCinema zeigen. Der Schweizer Film konnte seine erfreuliche Entwicklung auch im Jahr 2025 fortsetzen. Mit 908’000 Eintritten verzeichnete er einen Marktanteil von 9.2%, was einem Plus von 2.1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein höherer Marktanteil wurde zuletzt nur im Jahr 2020 erreicht, als dieser inmitten der Pandemie aussergewöhnlich hoch lag. Damals fehlten jedoch aufgrund von Kinoschliessungen und Verschiebungen zahlreiche internationale Grossproduktionen. «Der aktuelle Erfolg ist deshalb besonders bemerkenswert, da er unter regulären Marktbedingungen erzielt wurde.», schreibt Swiss Films.
Der 71jährige Luzerner Journalist, Kommunikationsfachmann, Kulturförderer, Initiant und Medienpolitiker Niklaus Zeier (Bild) ist gestorben, wie zuerst «lu-wahlen.ch» berichtete. Er war 24 Jahre lang Kommunikationschef der Stadt Luzern. Zeier betätigte sich vor dem Engagement bei der Stadt u.a. als «Wärchhof»- und «Boa»-Präsident. Er war 1992 Mitgründer und dann 24 Jahre lang Präsident des international renommierten Comic-Festivals Fumetto. Während 15 Jahren präsidierte Niklaus Zeier die SRG Zentralschweiz, und auch bei der Film Commission Lucerne & Central Switzerland war Niklaus Zeier als Präsident engagiert am Werk. Niklaus Zeier ist in Luzern aufgewachsen, studierte in Freiburg Jura und war danach Journalist beim «Vaterland», bei der «Luzerner Zeitung» und der «Zuger Zeitung».
Die diesjährigen Gewinner des fünften Treatment-Wettbewerbs der Filmförderung des Kantons St.Gallen stammen aus Mels, Rorschach, Bühler und Steffisburg. Die ausgezeichneten Filmschaffenden erhalten jeweils 15’000 Franken, um ihre Filmideen weiter auszuarbeiten und zu konkretisieren.
Ab 2026 bringen die Solothurner Filmtage Musik, Sound und Film unter dem neuen Label «Visioni Sonore» zusammen: mit Konzerten, Liveshows, Film- & Musik-Formaten sowie gezielten Industry-Events rund um Musik im Film. Sonart, der grösste Berufsverband für Musiker:innen in der Schweiz, unterstützt das Programm aktiv.
Der vom Groupement Suisse du Film d’Animation (GSFA) organisierte Wettbewerb für den besten Schweizer Animationsfilm findet am Samstag, 24. Januar 2026, um 14.45 Uhr im Rahmen der Solothurner Filmtage in der Reithalle und am Dienstag, 27. Januar, um 15.15 Uhr im Canva statt. Die Société Suisse des Auteurs (SSA) und Suissimage stiften den Publikumspreis für den besten Animationsfilm, der mit insgesamt 10’000 Franken dotiert ist.
Mit «Perform!» unterstützt die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia visuelle Künstler:innen aus der Schweiz, die ihre Performancepraxis professionalisieren, vertiefen und weiterentwickeln wollen (z.B. durch eine Verlagerung von Ausstellungsräumen auf Bühnen, durch die Übersetzung von Live-zu-Video-Performances oder in den digitalen Raum).
An den 61. Solothurner Filmtagen werden die Schauspielpreise Prix Swissperform 2026 an
Irène Jacob, Max Hubacher, Rabea Lüthi und Esther Gemsch verliehen. Die Preise würdigen «herausragende Schauspielleistungen in Schweizer Fernsehproduktionen» und sind mit jeweils 10’000 Franken dotiert. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 25. Januar 2026, im Landhaus Solothurn statt.
Das Zurich Film Festival (ZFF) zeichnet die Schweizer Regisseurin Petra Volpe (Bild) am Montag, 12. Januar 2026, in Los Angeles für ihren Film «Heldin» mit dem «Goldenen Auge» aus. Die Ehrung erfolgt im Rahmen eines For-Your-Consideration-Screenings (FYC) ihres Films «Heldin» für Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS). «Heldin» steht auf der Oscar-Shortlist für den besten internationalen Film. Das Screening wird vom ZFF gehostet und in Zusammenarbeit mit dem US-Verleih Music Box Films im Soho House Los
Angeles organisiert. Petra Volpe wird die Auszeichnung persönlich entgegennehmen.
Am 15. Januar 2026 ist der Kinostart von «Der Mann auf dem Kirchturm» des 1958 in Rothenthurm geborenen Innerschweizer Filmemachers Edwin Beeler. Die Geschichte des neuen Films erzählt vom Kaminfeger eines Dorfes, der es liebt, auf Kirchtürmen in schwindelerregender Höhe zu arbeiten. Für seinen Enkel ist der Grossvater ein Glücksbringer und starker Mann. Er möchte ihm nacheifern und mehr über seine Herkunft erfahren. Doch Grossvaters Sturz vom Dach verändert alles. Was bleibt, sind offene Fragen zu einem generationenübergreifenden Trauma, zu männlicher Dominanz, weiblicher Unterordnung, zur eigenen Identität – und Schweigen. Der Enkel ergründet das stille Geheimnis der letzten Entscheidung seines Grossvaters – durch Erinnerungen, Bilder und Landschaften seiner Kindheit. «Der Mann auf dem Kirchturm» wird auch an den diesjährigen Solothurner Filmtagen gezeigt.
Die am 16. Dezember 1934 in Bueriis (Italien) geborene Schweizer Fotografin, Filmemacherin und Pionierin des Schweizer Films Tula Roy (Bild) ist am 23. Dezember 2025 in München gestorben, wie jetzt bekannt wird. Von ihr stammt einer der wichtigsten Filme über die Schweizer Frauengeschichte mit dem Titel «Eine andere Geschichte». Tula Roy war nach einer Ausbildung als Fotografin in Basel freiberuflich für Presse, Architektur und Industrie tätig. Nach Filmkursen an der F+F in Zürich und an der Hochschule für Gestaltung Zürich arbeitete sie als freischaffende Filmemacherin. Weiter hatte sie eine Lehrtätigkeit am Pestalozzianum in Zürich. Seit Mitte der 1970er-Jahre entstanden zahlreiche Filme, oft in Zusammenarbeit mit Kameramann Christoph Wirsing. 1975 realisierten Tula Roy und Christoph Wirsing ihren ersten Dokumentarfilm «Lady Shiva oder ‹Die bezahlen nur meine Zeit›», ein Porträt der Sexarbeiterin Irene Staub. Ihre Filme thematisieren Politik, Feminismus, Prostitution, körperliche und geistige Beeinträchtigung, Erziehung, Jugend und Sexualität. Tula Roy war Mitglied des Vereins CH-Filmfrauen. (*)
Die Solothurner Filmtage ehren den Filmjournalisten Michael Sennhauser (Bild) mit dem «Prix d’honneur» ihrer 61. Ausgabe. Der Preis ist mit 10’000 Franken dotiert. In seiner über 30-jährigen Laufbahn als Filmkritiker hat Sennhauser unzählige Filme besprochen und die kulturelle Bedeutung der Filmkritik gestärkt. Der Preis wird am Donnerstag, 22. Januar 2026, im Landhaus Solothurn verliehen.
Der am 21. Juli 1955 in Pécs geborene ungarische Filmregisseur Béla Tarr (Bild) ist am 6. Januar 2026 gestorben. Sein Opus magnum «Satanstango» zählt für viele Kritiker:innen zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte. Charakteristisch für seine Filme wurden lange Einstellungen, die nicht selten die komplette Länge einer 35-mm-Rolle (rund elf Minuten) dauern. So besteht «The Man from London» in zweieinhalb Stunden aus nur 29 Einstellungen. Alle seine Filme ab «Verdammnis» (1988) entstanden in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller László Krasznahorkai, der 2025 den Literatur-Nobelpreis erhielt. Weitere beständige Mitarbeiter waren Mihály Víg (Musik), Gyula Pauer (Set- und Kostümdesign), Gábor Medvigy (Kamera) sowie Tarrs Ehefrau Ágnes Hranitzky (Schnitt und Ko-Regie). 2018 wurde Tarr in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen, die jährlich die Oscars vergibt. 2023 erhielt Tarr den Ehrenpreis der European Film Academy. (*)
Die am 21. Januar 1961 in Genf geborene Schweizer Komikerin, Schauspielerin und Schriftstellerin Claude-Inga Barbey (Bild) ist am 3. Januar 2026 ebenda gestorben. Von 1978 bis 1980 besuchte Barbey die Genfer Schauspielschule (ESAD) und spielte auf verschiedenen Genfer Theaterbühnen. 1992 trat sie erstmals als Komikerin im Radio Suisse Romande in Erscheinung. 2000 erschien ihr erstes belletristisches Werk, ein Erzählband. Im Dezember 2021 wurde einer ihrer Video-Sketches, veröffentlicht von der Tageszeitung «Le Temps», heftig kritisiert und Barbey wurde des Rassismus bezichtigt. (*)
Der am 13. März 1935 in Rüti (ZH) geborene Schweizer Schauspieler Hans-Joachim Frick (Bild) ist am 19. Dezember 2025 gestorben, wie jetzt bekannt wurde. Er war langjähriges Ensemblemitglied des Stadttheaters Bern. Auch am Berner Theater an der Effingerstrasse war er regelmässig zu sehen. Zudem spielte er meist kleinere Nebenrollen in Fernsehfilmen («Lüthi und Blanc», «Sommer, Wein und harte Nüsse» oder im Schweizer «Tatort») und in Kinofilmen («Das Boot ist voll» von Markus Imhoof, «Aschenbrüder» von Steve Walker oder «Ein klarer Fall» von Rolf Lyssy).
Die am 28. September 1934 in Paris geborene französische Schauspielerin, Sängerin und Tierschützerin Brigitte Bardot (Bild) ist am 28. Dezember 2025 in Saint-Tropez gestorben. Bardot galt besonders in den 1950er- und 1960er-Jahren als internationales Sexsymbol. Meistens wurde sie als hedonistische, sexuell freizügige und selbstbewusste Schönheit besetzt und prägte damit im Kino einen neuen Frauentyp in der Anfangszeit der Sexuellen Revolution. Zu ihren bekanntesten Filmen zählen «Et Dieu… créa la femme» (Und immer lockt das Weib), «La Vérité» (Die Wahrheit), «Le Mépris» (Die Verachtung) und «Viva Maria!». Als Sängerin veröffentlichte sie mehrere Alben und zahlreiche Singles. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere 1973/1974 zog sich Bardot aus dem Showgeschäft zurück und widmete sich ab dann vor allem dem Tierschutz. (*)
Nach der erfolgreichen Ausstellung «Once Upon A Page» im Kunstmuseum der Tsinghua-Universität in Peking wird diese Schau nun in erweiterter Form in Shanghai gezeigt. Das Shanghai Minsheng Art Museum präsentiert bis am 4. Juni 2026 gemeinsam mit der Schweizer Botschaft und dem Fumetto Comic Festival Luzern die Ausstellung «Tales of Now: Contemporary Swiss Comics from the Fumetto Festival». Die Ausstellung versammelt nahezu 500 Arbeiten von über 20 Künstler:innen aus der deutschsprachigen Schweiz und sie zelebriert den Comic als eigenständige Kunstform – «facettenreich, experimentell, gesellschaftlich relevant», wie Fumetto schreibt.
Auf dem YouTube-Kanal der Swiss Game Developers Awards (SGDA) wurden die besten Schweizer Games des zu Ende gehenden Jahres bekanntgegeben. Den Hauptpreis gewann das Zürcher Studio Okomotive mit «Herdling». Okomotive konnte bereits internationale Erfolge feiern mit den «Far»-Spielen. Die SGDA-Auszeichnungen werden seit 2013 vergeben.
La Tour du Fantastique porte parfaitement son nom: Elle a transformé les anciennes prisons et la tour médiévale de la ville de Neuchâtel en espace d’évasion artistique et culturelle international. L’exposition inaugurale de la Tour du Fantastique est consacrée à John Howe et présente, sur quatre étages, plus de 250 dessins et peintures dans un parcours et une scénographie totalement inédits. John Howe est l’un des artistes les plus reconnus et plébiscités à l’international, entre autres pour son interprétation picturale de l’œuvre littéraire de Tolkien, présentée dans des éditions illustrées, reprise au cinéma par Peter Jackson, sur les plateformes TV, ou encore dans les jeux de plateau et les jeux vidéo. (Jusqu’au 18 octobre 2026)
Rosa von Praunheim (Bild), der am 25. November 1942 in Riga als Holger Radtke geborene deutsche Film- und Theaterregisseur, Produzent, Autor, Professor für Regie sowie Aktivist, öffentlicher Wegbereiter und Mitbegründer der LGBTQ-Bewegung in Deutschland, ist am 17. Dezember 2025 in Berlin gestorben. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films und wird auch den Autoren- und Avantgardefilmern zugerechnet. In über 50 Jahren drehte er über 150 Kurz- und Langfilme vorrangig mit queeren Sujets. Sein filmischer Output ist enorm; durch sein künstlerisches Schaffen über viele Jahrzehnte hinweg wurde Rosa von Praunheim zu dem Namen, der symbolisch für den deutschen queeren Film steht. Auch international gilt er als bedeutungsvoller und Grundlagen schaffender Pionier des queeren Kinos. (*)
Petra Volpes «HELDIN» (LATE SHIFT) wurde für die Shortlist der 98. Academy Awards in der Kategorie «International Feature Film» selektioniert. Dies gab die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt. Der Spielfilm, produziert von Zodiac Pictures, ist einer der 15 Beiträge, die nun die Chance auf eine Nomination für den Oscar als besten internationalen Film haben.
Über 17’000 Menschen haben die Petition zum Erhalt des Auslandmandats der SRG-SSR unterzeichnet. Die Initiant:innen haben die Petition heute bei der Bundeskanzlei eingereicht – am Tag der Ständeratsdebatte zum Entlastungspaket 27. Das Auslandmandat umfasst Swissinfo.ch und tvsvizzera.it sowie die Partnerschaft mit 3sat und TV5Monde und sichert damit die internationale Sichtbarkeit der Schweiz.
Der US-amerikanische Schauspieler, Filmregisseur und -produzent Rob Reiner und seine Frau, die Schauspielerin, Produzentin und Fotografin Michele Singer Reiner, wurden am 14. Dezember 2025 in ihrem Haus in Brentwood (Los Angeles) erstochen aufgefunden. Als Darsteller wurde Rob Reiner in den 1970er-Jahren durch die Fernsehserie «All in the Family» bekannt. Seit Mitte der 1980er-Jahre inszenierte er als Regisseur erfolgreiche Filme wie «This Is Spinal Tap», «Stand by Me», «Die Braut des Prinzen», «Harry und Sally», «Misery» und «Eine Frage der Ehre». In den USA ist Reiner auch für seine Tätigkeit als Politaktivist bekannt.
Die Kantone Obwalden und Nidwalden schreiben seit 2014 gemeinsam Werkbeiträge für Kulturschaffende aus. Eine fünfköpfige Fachjury vergibt den grossen Werkpreis 2025 in der Höhe von 20’000 Franken an Anita Zumbühl aus Oberdorf. Der kleine Werkpreis in der Höhe von 10’000 Franken geht an die Kernserin Olivia Abächerli.
Das Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung und des Kantons Nidwalden ist mit 50’000 Schweizer Franken dotiert. Zusätzlich folgt eine Ausstellung mit
Publikation im Nidwaldner Museum. Die Jury hat sich mit der Wahl von Judith Albert (Bild) als Preisträgerin des Werkjahrs 2026 der Frey-Näpflin-Stiftung für «eine der profiliertesten Videokünstlerinnen der Schweiz» entschieden, wie sie schreibt.
Der am 4. Februar 1927 in Basel geborene Schweizer Filmproduzent Arthur Cohn ist am 12. Dezember 2025 in Jerusalem gestorben. Arthur Cohn verbrachte seine Jugend- und Studienjahre in Basel, danach folgten die Arbeit als Journalist (u. a. beim «Echo der Zeit») und die Beschäftigung mit der Konzeption von Drehbüchern, die ihn zum Film brachte. Seine bekanntesten Produktionen sind «Der Garten der Finzi Contini» (1970), koproduziert mit Artur Brauner, Gianni Hecht Lucari und Fausto Saraceni, sowie «Die Kinder des Monsieur Mathieu» (2004) von Christophe Barratier, der besonders in Frankreich erfolgreich war. Mehrere Filme des brasilianischen Regisseurs Walter Salles wurden von Cohen mitproduziert. Die Dokumentarfilme «Nur Himmel und Dreck» (1960, gemeinsam mit René Lafuite), «American Dream» (1990, gemeinsam mit Barbara Kopple) und «Ein Tag im September» (1999, gemeinsam mit Kevin Macdonald) wurden mit einem Oscar ausgezeichnet, den Cohn jeweils als einer der Produzenten und Preisträger entgegennahm. Arthur Cohn erhielt für sein Schaffen mehrere Ehrungen: Die Boston University, die Yeshiva University, die Universität Basel (2006) und die Bar-Ilan-Universität (2021) verliehen ihm Ehrendoktorate. 1995 ehrte ihn das französische Kulturministerium mit dem Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres, dem höchsten Orden, den ein nichtfranzösischer Bürger erhalten kann. Am 11. Februar 2019 wurde Arthur Cohn von der Cinema-for-Peace-Foundation in Berlin für sein Lebenswerk ausgezeichnet. (*)
Die 61. Solothurner Filmtage eröffnen am 21. Januar 2026 mit der Weltpremiere des Dokumentarfilms «The Narrative» von Bernard Weber und Martin Schilt. Der Film erzählt die Geschichte des Investmentbankers Kweku Adoboli, der 2011 durch Handelsspekulationen am ETF- Desk der UBS in London einen Verlust von zwei Milliarden Schweizer Franken verursachte, den grössten der jüngeren Schweizer Bankgeschichte. Ehrengast der Eröffnung ist Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider.
Der am 23. Mai 1952 in Epsom (Surrey) geborene britische Dokumentarfotograf, Fotojournalist, Dozent und Sammler Martin Parr (Bild) ist am 6. Dezember 2025 in Bristol gestorben. Typisch für sein Werk ist der zugleich humoristische und anthropologische Blick auf Alltagssituationen. Neben seiner Beschäftigung als freier Fotograf nahm Parr immer wieder Lehraufträge als Dozent an. Nach einer langen Debatte wurde er 1994 Mitglied bei der Agentur Magnum Photos. Innerhalb der Agentur liefen Kampagnen, die seine Aufnahme verhindern sollten, doch letztendlich mussten sich seine Gegner der demokratischen Entscheidung beugen. Kritiker betrachteten seinen fotografischen Stil als zu provokant und warfen ihm vor, sich über die darin abgelichteten Personen lustig machen zu wollen. 2013 bis 2017 war Parr schliesslich Präsident der Agentur. 2017 gründete Parr in Bristol, wo er ab 1987 lebte, die Martin Parr Foundation. Diese Stiftung wurde zum Teil durch den Verkauf seiner Sammlung an Fotobänden an die Tate Gallery finanziert. Seit 1990 beschäftigte sich Parr auch mit der Filmkunst, vor allem als Kameramann, Dokumentarfilmer und Produzent. (*) Parr hat auch in der Schweiz fotografiert und ausgestellt. Unvergessen ist seine vielbeachtete Ausstellung «Souvenirs» 2013/14 im Museum für Gestaltung Zürich.
Le Festival international du film fantastique de Neuchâtel (NIFFF) annonce la fin de sa collaboration avec Pierre-Yves Walder. Les démarches pour lui trouver un successeur seront lancées prochainement.